Artikel X #7 Artikel 7 – Wissen ist Macht – Eine moderne Fabel

Shownotes

„Wissen ist Macht – eine moderne Fabel“ umreißt im Grunde die Geschichte Deutschlands – nur eben ganz anders. Denn wie es sich für eine Fabel gehört, wird alles über Tiere mit menschlichen Eigenschaften und über die Analogie Deutschland als Wald erzählt.

Wir beginnen mit der Übernahme des braunen Wolfes, seinem Untergang durch die Rote Waldameisenarmee und wie sich schließlich die Tiere des Waldes versammeln, um über die Grundordnung zu streiten. Am meisten fliegen die Fetzen bei dem Thema Schule – der Wald teilt sich in immer kleinere Bezirke auf, man streitet sich über die Ferienzeiten und was überhaupt unterrichtet werden soll. Und natürlich kommt auch der Virus in den Wald – man munkelt er sei vom Mensch aufs Tier übergangen – und bei einem gewissen Wolf findet man tatsächlich die Nachthaube von Oma Hulle aus dem stinkenden Waldhäuschen zwischen den Zähnen…

Marco Göllner schafft mit diesem Artikel ein einzigartiges, smartes und vor Wortspielen strotzendes Hörspiel, das sowohl für Erwachsene als auch Kinder funktioniert.

Was bedeutet das Grundgesetz für unsere Gesellschaft? Mit einem einzigartigen Experiment machen wir aus trockener Theorie aufklärendes Entertainment: 11 Autor:innen, 11 Geschichten - vom journalistischen Essay bis hin zum packenden Thriller-Hörspiel.

Credits

Artikel X – Das Grundgesetz in 11 Geschichten

Eine Idee von Josef Ulbig

Artikel 7 – Wissen ist Macht – eine moderne Fabel

Es sprachen: Santiago Ziesmer, Marco Göllner, Constantin von Jascheroff, Matti Krause und Axel Lutter.

Sowie: Konstantin Lindhorst, Jürgen Klucker, Roman Roth, Manja Doering, Gregor Höppner, Cathlen Gawlich, Gabriel Bum, Erich Räuker, Wolfgang Wagner, Julia Stoepel, Bjarne Mädel, Eva Meckbach, Ulrike Kapfer, Vera Teltz, Kiara Scheicht, Sabina Trooger, Hansa Cypionka, Marcel Collé, Stefan Gossler, Lilly Zant, Michael Iwannek, Anna von Berg, Johannes Klaußner, Milton Welsh, Ole Hermann, Fabian Busch, Asad Schwarz-Msesilamba und Lisa Hrdina.

Intro und Credits: Carsten Wilhelm und Maja Maneiro.

Geschrieben von: Marco Göllner

Aufnahmeleitung: Nina Steiger

Aufnahme, Satz und Sounddesign: Max Mielke

Geräuschemacher: Robert Lehnert

Mischung: Valentin Rövenstrunck

Regie: Josef Ulbig

Produzent FYEO: Tristan Lehmann

Gesamtleitung FYEO: Luca Hirschfeld und Tristan Lehmann

„Artikel X – Das Grundgesetz in 11 Geschichten“ ist ein FYEO Original von Das Hörspielstudio XBerg.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Hier ist Bonn.

00:00:02: Heute sind die Blicke der ganzen Welt!

00:00:32: Artikel X. Das Grundgesetz in elf Geschichten.

00:00:50: Wissen ist Macht, eine moderne Farbe ein Hörspiel von Marco Göllner.

00:00:59: Alles fing an als der alte braune Wolf endlich tot war.

00:01:04: Wie er es damals zum Anführer seines Rudels gebracht hat ist flott erklärt.

00:01:10: Er hatte wissen War einfach schlauer als der Rest.

00:01:17: Ähm ... Chef?

00:01:19: Freitel, was kann ich für dich tun.

00:01:22: Äh also ähm die Sache ist die.

00:01:25: wir haben da dummerweise zehn Schafe erlegt.

00:01:31: Aber naja du weißt ja, wir sind neun in unserem Rudel.

00:01:36: Also ohne dich und jetzt wissen wir gar nicht wie wir das jetzt gerecht.

00:01:45: ... aufteilen sollten.

00:01:48: Bevor wir uns wieder ins Fell kriegen, dachte ich... Du kennst dich doch aus mit... Nein!

00:01:53: Na?

00:01:55: Wie heißt das denn?

00:01:57: Ja, plus und minus.

00:02:00: Da dachte ich, ja.

00:02:01: Ich frage einfach mal, ob du da nicht eine Idee hast.

00:02:05: Aber mein Treuer, lieber Friedhelm, das ist doch gar kein Problem.

00:02:11: Da weiß ich schon eine Lösung.

00:02:13: Ach.

00:02:14: Ach ja?

00:02:15: Aber natürlich.

00:02:16: Wir müssen nur der Logik folgen, das ist stets der rechte Gewerk.

00:02:21: Ja super!

00:02:22: Und mit welchen Weg geht die ... die Logik?

00:02:26: Den logischen.

00:02:28: Ist doch wohl logisch.

00:02:29: Logische... Führen wir uns das Problem, welches eigentlich gar keins isst noch einmal vor Augen.

00:02:37: ihr seid neun Wölfe und habt zehn Schafe.

00:02:40: soweit korrekt?

00:02:41: Korrekt, ja Ich bin ein Wolf und habe keinen Schaf.

00:02:45: Soweit korrekt?

00:02:49: Äh ... ich weiß nicht, ob du da noch irgendwo eins schaffst.

00:02:58: Ich habe keinen scharf!

00:03:03: Gut dann ist das natürlich soweit Korrekt.

00:03:08: Jawohl also Zehn ist die Zahl, die zahl' es zehn nicht neun.

00:03:13: Nicht elf sind das Problem!

00:03:14: Es is die zehn und nur die zehn.

00:03:16: Das kann ein jeder hier besehen.

00:03:18: Ein schlicht Gemüt selbst kann verstehen Nicht wahr?

00:03:23: Äh ja Ja wenn du sagst So war ich der braune Wolf bin Also auf die Lausche.

00:03:33: Hier kommt die Lösung.

00:03:35: Ihr seid neun Wölfe und kriegt einen Schaf, macht zusammen zehn.

00:03:40: Ich bin ein Wolf und bekomme neun Schafe, mach zusammen zehn!

00:03:44: Problem gelöst?

00:03:46: Wow... das ist ja nicht mal gerecht.

00:03:51: Nicht

00:03:51: wahr?!

00:03:52: Ja, mann, dass wir da nicht von selbst drauf gekommen sind.

00:03:58: Aber mein Treuer lieber Freethal, dafür habt ihr doch mit, nicht wahr?

00:04:05: Super, danke.

00:04:07: Wir bringen dir die neuen Schafe gleich vorbei.

00:04:09: Könnt ihr im Eingangsbereich stapeln?

00:04:11: Ich räume sie dann weg!

00:04:13: Alles klar... Als ich diese Unterhaltung damals mit anhörte war es mir mit einem Schlag klar Wissen führt zu Macht Selbst wenn der Weg ein kurzer ist.

00:04:27: Naja um die Geschichte nun so knapp für möglich zu halten Die neuen Wölfe erklärten kurz darauf ganz offiziell den braunen Wolf zu ihrem Leidwolf.

00:04:39: Begründung war einfach, wer so gut denken kann soll doch für die anderen mitdenken!

00:04:45: Dann müssen sie sich nicht damit rum ärgern und können sich voll und ganz auf anderes konzentrieren wie zum Beispiel auf anderes.

00:04:56: ja Im Folgenden sprach sich die Schlauheit des braunen Wolfes herum und andere Rudel, denen das Denken ähnlich schwer viel wie dem Rudl der neuen dachten sich wenn er für den neuen das Denk übernimmt wundern nicht für uns gleich mit.

00:05:12: Und schliessen sich schließlich dem braunem Wolf und seinem Rudl an.

00:05:18: Wir schließen uns an!

00:05:20: Ist recht!

00:05:21: Kurz darauf ließ der braune Wolf verkünden dass ja jetzt wer für alle Wölfe denken täte Aber er habe noch Kapazität über und somit könne er eigentlich auch gleich für den Rest des Waldes mitdenken.

00:05:35: Das würde doch einiges vereinfachen, das könnten wir doch einfach mal ausprobieren.

00:05:41: Wer dafür sei, solle einfach die rechte Pfote heben und ja sagen!

00:05:52: Es gab aber eine Gruppe im Wald, die dem braunen Wolf nicht recht über den Weg trautel Die Füchse.

00:06:00: Und deren Oberhaupt konnte ihm in Wissen, Weiß und Schlauheit durchaus das Bachwasser reichen?

00:06:07: Der rote Rüde!

00:06:09: Und der war von diesem Vorschlag überhaupt nicht angetan ... Ich bin dagegen.

00:06:15: Denn ihr seid dafür... ich bin dagegen!

00:06:19: Ich bin nicht so wie ihr!

00:06:21: Ich Bin Dagegen!

00:06:23: Der braune Wolf konnte natürlich schlecht ähnlich schlaue Individuen neben sich dulden.

00:06:28: Und so nahm er die Worte des roten Rüden und drehte sie zu seinem Vorteil.

00:06:34: Ihr habt es gehört!

00:06:36: Er und seines Gleichens sind nicht so wie wir.

00:06:40: Warum also, sollten wir Sie hier dulden?

00:06:51: Und als die Menge nicht so wollte wie der braune Wolf wollte, griff er zum Niedersten ins Stinkt.

00:07:00: Füchse stinken!

00:07:03: Wer von euch will das riechen?

00:07:10: Also ich nicht... Diese müffelnden Füchsse Sie sind nichts als der schlechte Geruch in der ansonsten frischen Waldesluft.

00:07:21: Ich sage raus aus dem Wald, hinfort mit ihnen!

00:07:33: Damals lief hier bei uns im Wald nicht alles richtig.

00:07:37: Aber der braune Wolf hatte versprochen er würde es richten auch die Sache mit den Füchsen Der würden eher und seine Rudel sich annehmen da bräuchten wir uns nicht drum zu kümmern.

00:07:49: Was für eine Erleichterung.

00:07:57: Ach so Ich rede die ganze Zeit vom Wald, ähm also naja das Ganze fand hier bei uns im großen Wald statt.

00:08:08: Der grenzt im Norden ans Meer und an eine lange lange schlanke Wiese.

00:08:14: Vom Waldrand kann man deren Ende nicht sehen.

00:08:17: Man sieht dort bloß Kühe über Kühe Aber die kann man nicht verstehen Die sprechen auswäldisch.

00:08:33: Im Süden grenzt der große Wald ans Gebirge.

00:08:37: Da ist aber wenig los, da wohnen bloß so ein paar gehörnte Steinlutscher oder Felsenlecker also Gämsen.

00:09:07: Im Westen hauste eine Herde Katzen.

00:09:13: Ich will dich glücklich machen, mon petit fleur!

00:09:17: Komm bei mich bein das ist nicht so schwer.

00:09:23: Und im Osten grenzt der große Wald an einen Fluss und auf der anderen Seite des Flusses ist ebenfalls ein Wald.

00:09:31: Somit sieht es auf der anderen Seite des Flusses, von unserer Seite das Fluss ist genauso aus wie's von der andern Seite des flusses auf unsere Seite desflusses aussieht.

00:09:43: Nur wenige von uns waren je drüben.

00:09:46: aber die, die drübe waren, die sagen Es sei eigentlich genau so wie bei uns nur sprechen wir Waldbewohner da anders Die sprechen frech anders Man könne sie also schlecht verstehen.

00:10:02: Das ist echt wichtig!

00:10:05: Eigentlich gar nicht.

00:10:08: Richtig!

00:10:10: Dem braunen Wolf war das auch zu Ohren gekommen und er sagte damals, wenn man die Waldbewohner dort nicht verstehen könne dann seien die wohl nicht zivilisiert um nichts zu sagen dumm um nicht zu sagen minder bemittelt und somit eigentlich auch nichts wert.

00:10:29: Aber der Wald sei wohl ganz schön, und hier in unserem Wald sei es doch mittlerweile recht eng geworden, warum also nicht drüben besiedeln?

00:10:38: Und denen mal Vernunft und Anstand und Sprache beibringen!

00:10:43: Gesagt getan!

00:10:45: Oliiiiinnn!

00:10:47: Hier kommt ein Tiertotoma!

00:10:49: Ollioiiiiiin!

00:10:50: Aber den Nachbarn gefiel es nicht, dass sich unsere Tiere in ihrem Wald breitmachten.

00:10:56: Also erklärten sie uns den Krieg.

00:11:01: Also, ich erkläre!

00:11:03: Krieg folgendermassen geht.

00:11:05: Wir mit allem was wir haben kommen und doch so lange in beharten Arsch treten bis luchtet wie Pavianpupu.

00:11:15: Und das taten sie... ...und holten sich ihren Wald zurück und trieben uns über den Fluss und wären fast ebenfalls rübergekommen um uns in unserem Wald weiter eins überzuziehen wenn unser Bärendienst nicht noch schnell die Baumstammbrücken zu Treibholz verarbeitet hätte.

00:11:34: Dich!

00:11:35: Mach dich!

00:11:44: Eine zärtlich dünne Weidenroute allerdings, die etwas weiter südlich den Ast eine Birke auf der gegenüberliegenden Flussseite berührte wurde schlicht weg übersehen.

00:11:56: Das war DIE Chance für die rote Ameisenarmee und die nutzte sie.

00:12:20: Sie kamen zu Milliarden und überrannten alles, was nicht bei drei auf den Bäumen war.

00:12:26: Und selbst da kamen sie rauf!

00:12:34: Ist Aussicht schön, Herr Obben.

00:12:38: Ja, da haben Sie recht.

00:12:42: Moment mal!

00:12:44: Wieso tragen sie eine Uniform?

00:12:48: Genosse!

00:12:50: Angrümm!

00:12:59: Selbst die Wölfe konnten ihrer Überzahl nicht standhalten und je näher die rote Ameisenarmee der Höhle des braunen Wolfs kam, desto nervöser wurde dieser... Es gibt gute Gründe zu gehen.

00:13:17: Welche denn?

00:13:18: Jagtgründe!

00:13:20: Ah ja, und vorhin?

00:13:22: Jagdgründe die ewigen Naja.

00:13:27: Unser Wald also wurde besiegt Die Führungsriege zum Abdecker gebracht Und die Nachbarn ringsum meinten Wir sollten jetzt mal schön wieder alle selber denken Und uns gemeinsam auf vernünftige Regeln einigen wie wir denn in Zukunft hier im Wald zusammenleben wollen würden.

00:13:45: Und dann sollten wir uns eine komplett neue Leitung wählen, aber die müsse vernünftig sein und von allen Tieren akzeptiert werden.

00:13:56: Denn wenn das alles nicht vernünftig wäre, gäbe es wieder ordentlich auf die Hucke – und das könne ja wohl keiner wollen!

00:14:05: Also ich nicht... Und so kam es zur großen Sitzung auf der großen Lichtung.

00:14:12: Wobei die meisten gar nicht am Sitzen waren, sondern am Stehen und die Lichtung gar nicht licht war, sondern rappelvoll!

00:14:20: Denn alle Tiere des Waldes waren anwesend – na ja nicht alle Tiere aber von jeder Art zwei Vertreter was allerdings völlig ausreichte den Platz bis zum Bersten zu füllen.

00:14:38: Böckchen, Liebling.

00:14:40: Bitte beruhigt dich!

00:14:42: Außerdem ist es nicht eine Spinne, sondern zwei.

00:14:46: Können wir bitte woanders stehen?

00:14:48: Da sehe ich wenig Stehraum ... Der uralte Uhu Adi übernahm Kommissarisch die Leitung.

00:14:56: Er war schon durch die Fichten geflogen und da waren diese noch Pollen im Wind gewesen.

00:15:02: So, schönen guten Tag.

00:15:05: Ich bin der alte Uhu Adi und ich studiere Prozedere hier jetzt Leitern.

00:15:11: Wissen wir uns alle gemeinsam, auf wen Neues hier einigthaben?

00:15:15: Die bitte irgendwelche Einwände!

00:15:18: Nö!

00:15:23: Gut, den fangen wir an.

00:15:26: Äh ... würde gern vorab was vorschlagen.

00:15:30: Was hast du denn Frau Fuchs?

00:15:32: Nach den unsecklichen Ereignissen der letzten Jahre unter schli- In Erfahrung mit den Braunen möchte ich vorschlagen, um auch äußerlich sichtbar einen Neuanfang zu gestalten.

00:15:44: Die Farbe Braun und all ihre Facetten zu verbieten und aus dem Wald zu verbannen!

00:15:53: Was?

00:16:04: Meine liebe Frau Fuchs Ich halte das nicht für machbar.

00:16:09: Das hab ich mir schon gedacht, weil sie nämlich selbst brauen!

00:16:14: Dann ist ja nur schwer zu übersehen.

00:16:15: Natürlich bin ich braun wie übrigens die meisten hier.

00:16:19: Aber darum jädelt er gar nicht.

00:16:21: Ich sage nur Fichte.

00:16:24: Fichte?

00:16:24: Fichte... Wie meint Sie das im Sinne von?

00:16:28: ich fiste im Teich?

00:16:30: Quatsch, ich mein Fichte in Sinne von Fichte.

00:16:35: Was?

00:16:36: Datta.

00:16:37: Oder datta?

00:16:39: Er meint Fichte.

00:16:40: Saare ich doch, Herr Dachs!

00:16:41: Fichte das Bäumchen wie auch alle anderen Bäume.

00:16:46: Wenn wir das Braun aus dem Wald auszukieren tun dann ist er weg der Wald.

00:16:51: Wollen wir das?

00:16:59: Also ich nicht.

00:17:01: Also war das eine völlig unqualifizierte Bemerkung Frau Fuchs.

00:17:06: Sehen Sie ein ne?

00:17:12: Die Schweiß, die Schweiß.

00:17:14: Das mit den eigenen Denken fällt richtig schwer nach dieser Zeit.

00:17:18: Aber wir müssen es tun auch wenn das anfängt wie Spieltut und somit fangen wir damit hier und heute damit an.

00:17:28: Und so begann die große Sitzung und dauerte ganze sieben lange Tage.

00:17:35: aber am Ende hatten wir einige ziemlich gute Regeln Wie wir unser gemeinsames miteinander hier im Wald gestalten wollten.

00:17:43: So, was haben wir denn bisher?

00:17:45: Herr Hirsch lesen Sie mal noch einmal vor.

00:17:51: Also Grundregeln.

00:17:54: Paragraf eins Die Würde des Tieres ist unantastbar.

00:18:00: Sie zu achten und schützen ist Verpflichtung der Waldlichen Gewalt Jawohl!

00:18:07: Paragraaf zwei Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Tierischen Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte oder linke Seite anderer verletzt.

00:18:22: Oder gegen Ordnung oder Sitte verstößt.

00:18:26: Karpferliche Unversehrtheit wurde abgelehnt.

00:18:29: So ist es!

00:18:31: Paragraf drei.

00:18:34: Alle Tiere sind vor dem Gesetz gleich selbst Weibchen?

00:18:40: Na gut... Paragraf vier.

00:18:49: Die Freiheit zu glauben, was man glauben will ist gegeben?

00:18:57: Also ich glaube ja... Das es nachher noch regnet.

00:19:03: Äh also ich nicht.

00:19:05: Glaub' ich zwar auch nicht aber darfst sie jetzt herbehr!

00:19:11: Paragrap fünf.

00:19:15: Jeder hat das Recht seine Meinung in laut und auch leise ...zu äußern und zu verbreiten.

00:19:23: Wem's gegeben ist, der darf auch schreiben oder ein Bild palen... Und jeder darf aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert den Bauch mit Wasser füllen und unterrichten!

00:19:38: Ich würde die ganze Veranstaltung hier scheiße!

00:19:40: Werst du nicht sagst?

00:19:41: Ja!

00:19:48: Körperliche Unversehrtheit wurde hier abgelehnt.

00:19:51: Hab ich doch richtig gehört,

00:19:52: oder?!

00:19:52: Herr Hirsch, schreiben Sie noch mal dazu.

00:19:55: Jeder hat das Recht seine Meinung frei zu ändern.

00:19:59: Sag mal einer den Mäusen Bescheid?

00:20:01: Die sollen meinen neuen Vertreter schicken!

00:20:06: Und wenn die fragen was mit dem Alten ist... ...dann sagst du der sei auf unbestimmte Zeit verhindert.

00:20:12: In Ordnung.

00:20:13: Hat einer mein Papa gesehen?

00:20:16: Der stand eben noch hier.

00:20:18: Also ich nie.

00:20:20: Herr Hirsche lesen sie weiter Paragraf sechs.

00:20:28: Die Familie steht unter dem besonderen Schutz der Waldlichen Ordnung.

00:20:34: Was soll das heißen?

00:20:36: Welche Familie?

00:20:37: Die von Ihnen, Herr Miersch!

00:20:39: Hirsch-scheißig... Oder die vom Bussard oder vom

00:20:43: Dachs?!

00:20:44: Hä!?

00:20:45: Welche?!

00:20:45: Das ist mir allgemein gemeint.

00:20:48: Da tut sich auf jede Familie beziehen, Herr Hase.

00:20:52: Riechen Sie sich ab!

00:20:54: Und dann kam er... Paragraf sieben.

00:21:00: Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Waldes.

00:21:07: Der meiner Meinung nach wichtigste aller Paragrafen, denn eines hatte die Vergangenheit ja gezeigt.

00:21:15: Wissen ist Macht.

00:21:18: So, dann tun wir jetzt wählen Und zwar wählen wir die Vertreter von der Waldbewohner und die bilden dann einen Kreis, der sich regeln mäßig treffen tut und alle weitere belabert.

00:21:32: Ich nennet das Palaver-Mensch!

00:21:36: Ich bin dafür!

00:21:38: Die Tatze können Sie wieder runternehmen Herr Wehr, denn die Wahl erfolgt ganz hier heim.

00:21:43: Und das machen wir so... dass mir jeder seine Entscheidung ins Ohr flüstern tut und ich sag dann, was dabei rausgekommen ist.

00:21:51: Und bitte ins Linke!

00:21:53: Denn auf dem Resten bin ich

00:21:54: staubt.".

00:21:57: Und so kam es, daß der uralte Uhu Adi weiterhin der Chef vom Ganzen blieb.

00:22:03: Denn ihr habe das wohl ganz gut gemacht, hätten wir alle ihm ins Ohre geflüstert – auch ich wurde in den Kreis der Vertreter der Waldbewohner mich aufgenommen Und die Mehrheit von alle ist ebenfalls dafür, dass Herr Igel-Mitsglied in den Kreis für eine Vertreter der Waldbewohner sein soll.

00:22:24: Jetzt kennen Sie auch meinen Familiennamen.

00:22:27: Wedemach immer sei!

00:22:29: Die anderen Waldbewohner wurden entlassen und die große Sitzung wurde zur kleinen Sitzungen.

00:22:35: Und die ausgewählten des neuen Palavaments entschieden untereinander wer sich wohl welchen Ressorts annehmen sollte.

00:22:46: Ich mach Putzei!

00:22:47: Wie bitte?

00:22:49: Ich mach

00:22:49: putzei?!

00:22:50: Ah... Lieber Herr Hase, warum sollten ausgerechnet sie die Exekutive anführen?

00:22:59: Weil ich viele sehr viele kompetente Cousins habe, die alle davor vorzüglich geeignet werden.

00:23:07: Fetter'n Wirtschaft, also!

00:23:09: Und wir bräuchten nicht mal eine Uniform.

00:23:12: Wir werden nämlich alle gleich aus.

00:23:13: Wird dann ja weniger kosten?

00:23:16: Und außerdem hätten wir keine Nachwuchsorgenein.

00:23:19: Nicht so wie zum Beispiel hier der Schützenverein der Wildgänse.

00:23:23: Das ist für mich ein Argument.

00:23:27: Als es darum ging, wer denn das Schulwesen hier im Wald neu aufziehen und mit Inhalt füllen sollte meldete ich mich freiwillig Und erstaunlicherweise hatte niemand etwas dagegen, dass ich diese Aufgabe übernahm.

00:23:43: Denn den meisten erschien Schule langweilig und viele hatten noch keine gute Erinnerung an ihre eigene Schulzeit.

00:23:52: Hör mir bloß damit auf!

00:23:54: Wenn nicht nur ein Lehrer Lampe denke, glühen wir heute noch die Löffel?

00:23:58: Oder hier... wie hieß der noch ... Sport- und Biologie?

00:24:01: Ich hab immer so ganz eklig Hilfestellung.

00:24:05: In Sport oder in

00:24:05: Biologie?!

00:24:06: Ja, eben.

00:24:08: Ich fand ja den jährigen Weltschwein voll doof.

00:24:13: Jetzt kunde!

00:24:15: Weil man nachher immer völlig verdreckt... Also ich bin im Gern zur Schule gegangen.

00:24:25: Nachdem alle Aufgabenbereiche mit neuen Verantwortlichen sowie deren Vertretern und mehreren Beisitzern besetzt waren ging es in den folgenden Wochen in Kleingruppen weiter wo jeder sein Ressort auf- oder ausbaute und mit Inhalt füllte.

00:24:43: Wie zum Beispiel erstellten einen Lehrplan, nach dem sich alle Schulen im Waldgebiet zu richten hatten.

00:24:52: Wir zur Klassiker der Waldliteratur!

00:24:55: Welches Buch sollte denn in der vierten Klasse gelesen werden?

00:24:59: Ich bin ja für Rotgildchen.

00:25:02: Er will die da durch den tiefen Wald muss... Mit dem Korb voll mit Würmern für die Amma.

00:25:11: Richtig schön unheimlich!

00:25:14: Das ist ein Märchen, kein Buch?

00:25:17: Wie geht es mit der Steppenburgs?

00:25:20: Nichts mit Ausländern.

00:25:22: Oder die Buchenproxe über diese Generationen-Eichhörnchenfamilien?

00:25:28: Dann doch lieber die Weiden der jungen Härter.

00:25:30: Über dieses Schaf das so oft umziehen muss ... Ich wär ja für in achtzig Tagen um den Wald.

00:25:38: Das ist doch lustig!

00:25:40: Wieso nehmen wir nicht die Bachtrommel?

00:25:43: Bitte nichts von Günther Dachs, der war auch bei den Braunen Mal eine Zwischenfrage.

00:25:52: In welchem Schuljahr wollen wir eigentlich die Farbe durchnehmen?

00:25:57: Wollen wir das überhaupt?

00:25:58: Das ist doch nicht mehr zeitgemäß, tierische Eigenschaften übertragen auf den Menschen ist auch langweilig.

00:26:05: Die sind und bleiben alle gleich egal was man denen in den Mund

00:26:08: legt.".

00:26:09: Da in vielen Dingen Uneinigkeit herrschte weil die Vertreter vom nördlichen Wald zum Beispiel darauf bestanden schwimmen lernen mit ihnen den Lehrplan aufzunehmen Weil der Norden des Waldes ja ans Meer grenzt?

00:26:22: Die anderen davon aber nichts wissen wollten einigten wir uns schlussendlich darauf den Wald in vier Bereiche aufzuteilen, um auf die individuellen Bedürfnisse besser eingehen zu können.

00:26:36: Somit gab es dann leicht unterschiedliche Lehrpläne für den Nordwald, den Ostwald, dem Südwald und den Westerwald.

00:26:49: Ach, Herr Busaut!

00:26:51: Wieso nimmt die Anatomie kleiner Säugetiere in der Grundschule im Südwald so viele Wochenstunden ein?

00:26:57: Ja, meine liebe Frau Eichhorn.

00:27:00: Das ist geschmacklich.

00:27:02: Gemeinschaftlich!

00:27:04: Also für alle in der Gemeinschaftrelevant?

00:27:07: Jawohl.

00:27:08: Falls sich mal einer verletzt oder sich was bricht ... Sag mal, wieso müssen die Kinder also vor allem die Fischkinder wissen?

00:27:32: Wann genau meine Familie Winterschlaf hält?

00:27:37: Und ab wann wir wieder aktiv werden?

00:27:41: Ah, Bär!

00:27:43: Das nennt sich Soziologie.

00:27:46: Äh...sozu...?

00:27:48: Was?

00:27:49: Die Lehre über die Abläufe und Folgen des Zusammenlebens von Tieren?

00:27:54: Man könnte auch Naturkunde warten.

00:27:56: Also bitte nur ein leichter Geist kann das behaupten.

00:28:01: Ein bisschen mehr ist es schon Ja.

00:28:05: Aber warum steht denn hier nichts über Ihre Familie, Frau Fuchs?

00:28:09: Sondern nur ... Über meine!

00:28:14: Weil wir keinen Winterschlaf halten, mein lieber Herr Bär.

00:28:17: Ach so... Das gibt natürlich Sinn.

00:28:23: Wusste ich ja nicht, dass Sie kein Wintersschlaf halten.

00:28:27: Schlafe ich einmal im Winter.

00:28:31: Sehen sie und deshalb ist Bildung sooo wichtig!

00:28:37: Den grob gestrickten Lehrplan häkelten wir also alle gemeinsam aus.

00:28:42: Danach ging es für Bordüren und Applikationen, die Feinheiten also in den vier einzelnen Bereichen weiter Heimarbeit Nord Ost Süd und West sozusagen.

00:28:59: Das ist für meine sieben Kinder aber schon vom Belangen.

00:29:03: Herr Wolf Meine liebe Franzige, warum sollte im Lehrplan auch nur eine der kostbaren Wochenstunden für das Fressen von Kreide und deren Auswirkungen auf die Stimmbänder eingeplant werden?

00:29:15: Weil!

00:29:16: Das hat einmal einen Vorfall gegeben.

00:29:19: Ja – des Horts.

00:29:21: Wegen eines kleinen Vorfalls, der außerdem schon lange Jahre verjährt ist….

00:29:25: Sollen wir hier Zeit verschwinden?

00:29:28: Ist doch alber'n Dann könnten wir in Geschichte auch gleich noch unsere Zeit unter dem bösen braunen Leidwolf mit aufnehmen.

00:29:36: Wie lächerlich!

00:29:41: Verzügliche Idee, Herr Wolf.

00:29:43: Das sollten wir tun?

00:29:45: Es wäre in der Halbgericht eine Aktion gegen das Vergessen.

00:29:48: Meine liebe Frau Bachfurellem... ...dreiundzwanzig vierundzwier... ...vonwundzwanzig sechs... Was haben Sie da gerade

00:29:56: vorgeschlagen?!

00:29:57: Ich hatte es akustisch nicht verstanden!

00:30:01: Was?

00:30:02: Wir...?

00:30:03: Ich hab was vorgeschlagen.

00:30:07: Sie haben gerade was vor geschlagen, irgendwas mit ... vergessen!

00:30:12: Oh, tut mir leid, hab ich vergessen.

00:30:16: Der Teufel und seine vielen Erscheinungsformen stetten ja bekanntlich in den Details.

00:30:22: Und so gab es bei Ausarbeitung dieser immer mehr und mehr Differenzen.

00:30:29: So, damit steht jetzt unser Lehrplan.

00:30:33: Ist das irgendwelche Einwände oder Fragen?

00:30:36: Ja, Frau Marde.

00:30:39: Hallo!

00:30:40: Wieso wird denn hier in Naturkunde erklärt... ...dass ich und meine Familie nachtaktiv sind?

00:30:45: Und außerdem dass wir hauptsächlich im westlichen Westerwald wohnen?

00:30:50: Wen hat das denn zu interessieren?

00:30:53: Naturkunde ist ja die Kunde der Natur also insofern... Das ist mir schon klar.

00:30:59: aber für wen soll denn diese Information interessant

00:31:01: sein?!

00:31:01: Sie, Frau Adler

00:31:02: z.B.,

00:31:03: wohnen hauptsächlich im nördlichen Westerwald und sind außerdem takaktiv.

00:31:07: Wozu also für sie unnötiges Wissen anhäufen?

00:31:11: Falls wir mal eine Nachtwanderung durch den westlichen Wesserwald machen wissen wie er was uns dort erwartet?

00:31:19: aber unabhängig davon würde ich sagen gehört das zur Allgemeinbildung.

00:31:23: Nee!

00:31:24: Nix.

00:31:25: damit will dich nicht einverstanden.

00:31:27: Ständig werden hier Dinge durchgewunken, von denen einige behaupten sie gehörten zur Allgemeinbildung.

00:31:31: Komischerweise fühle ich mich bei den meisten davon übervorteilt.

00:31:35: Familie Adler z.B.

00:31:36: taucht im Lehrplan gar nicht auf!

00:31:38: Kein Wort davon dass Sie unsere natürliche Feinde und tagaktiv sind.

00:31:42: Ich finde aber das sollte meine Kinder wissen.

00:31:45: Aber tagsüber schlafen ihre Kinder doch.

00:31:49: Aber natürlich Was mich übrigens zum nächsten Punkt bringt Die Schulzeiten.

00:31:57: Beginn des Unterrichts um acht Uhr in der Früh ist für uns und einige andere schlicht und einfach nicht zu machen.

00:32:01: Ach wieso?

00:32:02: Da sind meine Kinder gerade ins Bett gegangen, acht Uhr abends schlage ich vor!

00:32:07: Also ich bitte Sie das geht nicht.

00:32:09: da sind meine kinder grad so bettgegangen.

00:32:11: Ach geht es hier immer nur um sie oder was?

00:32:15: Wissen Sie was sie sind?

00:32:17: Ich bin gespannt.

00:32:18: jetzt scheint der wahre Charakter durchzukommen.

00:32:20: Ich habe wenigstens Charakter.

00:32:22: Meine Damen ich bitte titte sie bewahren sich Ruhe.

00:32:27: Na ja.

00:32:30: Was sagen Sie dazu, Herr Specht?

00:32:32: Irgendeine Idee, wie die Kuh das Eis kriegt?

00:32:34: Ähm ... Ehrlich gesagt, nein!

00:32:38: Tut mir leid.

00:32:40: Das hab ich mir gedacht.

00:32:41: Aber ich habe eine Idee.

00:32:44: Halt's

00:32:44: rechtlich?!

00:32:45: Ja, wir werden den Westerwald noch einmal aufteilen in vier verschiedene Bereiche und dann machen wir vier verschiedene Lehrpläne.

00:32:54: Was?

00:32:55: Aufteilen?

00:32:55: Jawohl So und nur so werden wir allen individuell gerecht.

00:33:02: Ja, das ist gar keine schlechte Idee!

00:33:05: Das sahen viele im westlichen Wald ähnlich.

00:33:08: Und so kam es, dass der Westerwald aufgeteilt wurde in den nördlichen Westerwald, den südlichen Westervalt, den westlichen Westervalt und den östlichen Wästerwald.

00:33:22: Ich weiß ja nicht ob Sie's wussten Aber wir im östlichen Westerwald tun Ostwestwald sagen, das ist kürzer.

00:33:33: Macht nicht so viel

00:33:34: Arbeit.".

00:33:36: Und da es im Nordwald, im Südwald und im Ostwald ähnliche Auseinandersetzungen gab, beschlossen diese ebenfalls ihre Bezirke den Himmelsrichtungen entsprechend aufzuteilen!

00:33:49: So gab es schließlich den südlichen Nordwald, wie auch dem nördlichen Südwald und so weiter.

00:33:58: Aus den vier großen Weltreien wurden damit sechzehn Bezirke mit sechszehn verschiedenen Lehrplänen.

00:34:06: So hatte die Demokratie zwar ob siegt – Die Idee eines allgemeinen Lehrplans allerdings gültig für den ganzen.

00:34:14: Wald wurde dadurch leidlicherweise ziemlich stark verwässert.

00:34:21: Meine lieben Mittiere, ich muss euch heute leider die traurige Mitteilung machen dass unser aller Freund und ältester und älterster Freund Adi der weise Uhu letzte Nacht verstorben ist.

00:34:41: Wie ist es denn passiert?

00:34:43: Altersschwäche Viel im Schlaf vom Baum.

00:34:48: Oh, na!

00:34:51: Er wünscht sich nicht zu einen friedlichen Tod... ... aber wieso nicht Frau Ameise?

00:35:00: Er viel auf hundert mal... Ich mache hiermit den Vorschlag, auf das wir uns stets an ihn erinnern mögen,... ... den allgemeinen weltlichen Schulabschluss nach ihm zu benennen.

00:35:15: Ich nenne ihn das Aditur.

00:35:19: Seid ihr

00:35:19: dafür?!

00:35:20: Jaaa!

00:35:24: Der Wald gewöhnte sich mit den Jahren an die verschiedenen Lehrpläne.

00:35:29: Allerdings schienen die südlichen Waldbewohner nach Ende ihrer Schullaufbahn irgendwie schlauer zu sein, als die nördlichen Nachbeendigung.

00:35:38: eben dieser ... aber Aditur war Aditour und das Wichtigste war.

00:35:45: im Schnitt waren nun alle schlauere als zuvor Denn es gab ja die Schulpflicht.

00:35:52: Das neu gewonnene Wissen führte manches Mal zu seltsamen Situationen.

00:36:00: Manuel, komm, Frischling!

00:36:03: Du kommst sofort runter!

00:36:10: Ich sag es jetzt zum letzten Mal ... Du kannst nicht fliegen.

00:36:15: Deshalb kommst du sofort runter.

00:36:19: Aber ich bin ein Vogel.

00:36:21: Du bist ein Wildschwein?

00:36:24: Der Lehrer hat gesagt ... Dass ich alles sein kann, was ich will.

00:36:28: Ja das mag sein!

00:36:30: Aber es gibt Ausnahmen.

00:36:32: Davon hat er aber nichts gesagt.

00:36:34: Sie kommen morgen dran die Ausnahmen also runter jetzt.

00:36:42: Natürlich hatten wir im Schulsystem auch immer mal wieder mit Mobbing zu kämpfen.

00:36:47: Allein meine eigenen Kinder sogar mehrere Male.

00:36:51: Aber auch hier bewies sich was ich schon früh durchschaut hatte Das Wissen triumphiert am Ende.

00:36:58: Oder Banala gesagt, der Schlaure gewinnt!

00:37:02: Und meine Tochter und mein Sohn hatten da ganz ausgewiefte Methoden.

00:37:11: Ah Scheiße... Algarhase, der größte Idiot der ganzen Schule.

00:37:16: Hey Ingo, ich rede mit dir!

00:37:18: Ich geh einfach gar nicht hin, ich geh einfach garnicht hin.

00:37:22: Ingo mal vor dich, ich hab dich schon paar Mal gerufen Hast du mich nicht gehört?

00:37:27: Tut mir leid, hab ich nicht gehört.

00:37:30: Tatsächlich

00:37:31: nicht?!

00:37:31: Nee!

00:37:32: Dann hast du also nicht nur sehr krumme Beine sondern auch sehr schlechte Ohren.

00:37:37: Ich habe sehr gute Ohren.

00:37:39: Muss an deiner dünnen Stimme liegen.

00:37:44: Ein Witzbold der Ingo.

00:37:47: Gleich behauptet er noch seine sehr krummen Beine würden zu irgendwas taugen.

00:37:51: Ich geb dir ein Tipp Holger Schließe nicht von ihrer Form auf ihre Funktion.

00:37:58: Äh, was meinst denn damit?

00:38:01: Holger.

00:38:02: Diese in deinen Augeleihen sehr krummen Beine schlagen dich in einem Wettrenn alle mal!

00:38:08: Was?!

00:38:09: Wie?

00:38:14: Du willst mich bei einem Wetter bewegen mit diesen Beinen?

00:38:21: Ich werde nicht mehr... Heute Nachmittag am Feldrand, Punkt fünfzehn Uhr.

00:38:27: Ich mach dich fertig.

00:38:29: Schauen wir mal, dann sehen wir ja!

00:38:35: Mein Sohn Ingo weite daraufhin seine Zwillingsschwester Ingrid in seinen Plan ein und in den genaue gleichen Klamotten Jeans T-Shirt und Tonschuhen machten sie sich am Nachmittag auf dem Weg.

00:38:49: Ingrid ging zu den Weiden am Bachlauf Ingo zur dicken Buche am Feldrand.

00:38:57: Da ist er ja schon.

00:38:58: Kannst du es wohl kaum erwarten, dass du mich von hinten siehst?

00:39:01: Das ist mir eh immer das Liebste!

00:39:05: Wie meinst denn

00:39:06: das?!

00:39:07: Nicht so wichtig... Kommen wir zur Strecke.

00:39:10: Wir starten hier an der dicken Buche Dann geht's am Feldrand lang Am Gebüsch links ab Und dann runter bis zu den Weiden am Bachlauf.

00:39:20: Einverstanden Warte mal um was wetten wir eigentlich?

00:39:25: Um die Ehre.

00:39:27: Äh, eh ... Ehre?

00:39:28: Ist das nicht was zum Essen?

00:39:30: Oh!

00:39:31: Nee, warte mal, das machen wir nicht.

00:39:32: Wir werden um ein Waldo.

00:39:35: Ein

00:39:35: Waldo?!

00:39:37: So viel Geld?

00:39:39: Hast du nicht was?

00:39:40: Doch hab ich.

00:39:42: Gut, abgemacht dich.

00:39:43: Ich bin bereit.

00:39:45: Du darfst den Startschuss geben.

00:39:46: Okay.

00:39:48: Auf die Plätze.

00:39:49: Fertig.

00:39:51: Los!

00:39:56: Was Heurehase nicht wusste und auch in seinem kurzen Leben nicht mehr rausfinden würde, an den Weiden am Bachlauf empfing ihn meine Tochter Ingrid.

00:40:11: Da bist du ja!

00:40:12: Warte schon!

00:40:13: Wie?

00:40:14: Du?

00:40:14: Schon hier?

00:40:16: Keine Luft mehr für ganze

00:40:17: Sätze?!

00:40:19: Das kann ich... das kann ich.... Was?

00:40:26: Ich wollte dir nur die Chance geben, dich warm zu machen.

00:40:29: Ach so!

00:40:30: Testlauf Ja ja ja genau.

00:40:33: Genau, Testlauf Aber jetzt gilt's Wer zuerst an der Buche ist Abgemacht auf die Plätze fertig los.

00:40:45: Holger Hase blieb weiter hinzweite aber er gab nicht auf.

00:40:50: Nach dem einundvierzigsten Lauf allerdings wollte ihr den Spielregeln ändern.

00:41:00: Denkt dran Das wären dann jetzt vierzig Waldo.

00:41:05: Können wir nicht doch das mit der Ere machen?

00:41:10: Na gut, wenn du unbedingt willst... Will ich!

00:41:15: Los!

00:41:16: Gib Startschuss!

00:41:17: Ich mach dich fertig!

00:41:25: Da bist Du ja!

00:41:26: Oh, ich dachte schon, Du kommst gar nicht mehr.

00:41:29: Dachte auch kurz aber da bin ich.

00:41:32: Sag mal, Holger.

00:41:33: Was willst du später machen?

00:41:35: Als beruflich, meine ich!

00:41:37: Ich mach ... Polizei!

00:41:39: Oh... Jaa!

00:41:42: Mein Vater, mein Großvater, meinen Urgroßvater und dem Seinfatter und dem sein Vater!

00:41:48: Da brauchst Du aber noch mehr Konditionen.

00:41:51: Wollen wir nochmal?

00:41:54: Sicher!

00:41:55: Klar!

00:41:55: Ich mache Dich fertig!

00:42:03: Beim siebzigsten brach er tot zusammen.

00:42:07: Der freundliche Herr Bussard, gehüllt in den Mantel der Verschwiegenheit kümmerte sich um die sterblichen Überreste.

00:42:14: Familie Hase bemerkte Holgers Abwesenheit erst drei Wochen später – Sie hatten einfach zu viele Kinder!

00:42:23: Aber ich bin abgeschwiffen.

00:42:25: zurück zum Thema.

00:42:27: Eine große Idee, den Wald schlauer zu machen als er einst gewesen.

00:42:32: Jedoch, sechzehn verschiedene Wege dies zu erreichen und es hat immer ungleiche und verschiedenste Ergebnisse.

00:42:40: Damit hatten sich die Bewohner irgendwie abgefunden.

00:42:43: Es gab allerdings eine Sache über die in all den Jahren immer mal wieder herzlich gestritten wurde Die sechzin verschiedenen Zeiten der Sommerferien.

00:42:57: Oh, Frau Zieger!

00:42:59: Bitte nicht schon wieder.

00:43:00: Warum soll immer der Südwald die letzten Ferien vorm Herbst haben?

00:43:04: Da würde ich auch im Heim mit Familie verreisen.

00:43:08: Nach hinten raus ist der Sommer ja meist schöner als vorne wegum.

00:43:12: Ja, mein... Das ist die Tradition, Frau Eichhorn.

00:43:17: Die hat's da immer zu gehen und bewährt hat sie es auch.

00:43:22: Nö ... Ich seh das auch nicht.

00:43:25: ein Eine Küste ist das Wasser Anfang Juni immer noch so kalt.

00:43:32: Ich will auch mal hin, wenn es warm ist.

00:43:35: Jetzt sagst du mir nicht, sie tun das Märken bei dem Pelz!

00:43:43: Ich nicht... Aber meine Bekannte die Frau Kröte, die friert immer so leicht Da kommen's mal zu uns am Teich, der ist ein bisschen höher gelegen.

00:43:56: Das sind's dann auch ne Ehr an der Sonne!

00:43:58: Deswegen is' dann da wärmer!

00:44:01: Ach, das könnten wir ja machen... Und dann eines Tages kam das Internet.

00:44:09: Von jetzt auf gleich hatte jeder Einwohner des Waldes ein kleines Endgerät mit dem er mit jedem anderen sprechen konnte über welches er Filme, Fotos und Nachrichten an jeden anderen verschicken konnte und von jedem anderen empfangen konnte.

00:44:25: Und wo er sauber aufgelistet all das Wissen dieser Welt fand!

00:44:31: Wir dachten kurzzeitig diese Erfindung würde dass allgemeine Schulwesen überflüssig machen.

00:44:37: Was sollten wir noch lehren wenn doch jedem jederzeit alles wissen zur Verfügung stand?

00:44:44: Doch das Tier ist auch nur eine Sau.

00:44:50: Herr Starr vom Statistischen Waldesamt hat uns die jährliche Statistik zukommen lassen, in welcher die Nutzung des Internets statistisch erfasst wird.

00:44:59: Stark!

00:45:00: Das Ergebnis ist wie auch in den Jahren zuvor... ...beschämend.

00:45:03: die Seiten, die am häufigsten im Internet angeklickt werden sind nach wie vor Seiten mit pornografischem Inhalt.

00:45:11: Ekel erregend?

00:45:13: Verbrauchst du

00:45:14: was?!

00:45:15: Was gibt's denn da so für Seiten...?

00:45:19: Ich meine, wie heißen die denn?

00:45:23: Ach so was wie Fikipedia zum Beispiel.

00:45:30: Machen Sie sich gerade Notizen?

00:45:36: Nein!

00:45:37: In der für uns relevanten Eitersgruppe, die der Schüler also wurde das tragbare Internetendgerät hauptsächlich dazu benutzt Spiele zu spielen.

00:45:45: Kann noch nicht wahr sein.

00:45:47: Nicht die Erdung, doch!

00:45:48: Braucht denn sowas?

00:45:49: Hier steht's doch... Was gibt es denn da so für Spiele?

00:45:55: Außerdem findet ein Austausch von Gedanken oder Fakten höchst selten statt.

00:45:59: Das Meister was geschrieben steht und wird sind diffamierende Hasp-Postings Schmeerräden und Beleidigungen Nicht wenige davon Justiziable.

00:46:07: Ach übrigens Auch keinerlei Unterschied zu den Jahren zuvor.

00:46:11: Mann, mann, man!

00:46:14: Brauchte sowas.

00:46:17: Was gibt's denn da so für Beleidigungen?

00:46:22: Bedeutet also, jeder hat alles Wissen in der Welt oder in der Tasche.

00:46:28: Und die wenigsten machen Gebrauch davon!

00:46:30: So ist es... Internet wird für alles Mögliche genutzt, aber nicht dazu Wissen zu erlangen oder zu vertiefen.

00:46:40: Für uns nur eine Erneutebestätigung, dass Schulwesen die Schulpflicht selbstverständlich weiterhin aufrecht und in der Hand des Waldes zu halten!

00:46:49: Ich finde wir sollten ernsthaft darüber nachdenken dieses Internet zu verbieten.

00:46:55: Da bin ich aber nicht für.

00:46:57: Sie gehen ähnlich.

00:47:00: Wieso eigentlich nicht?

00:47:01: Wir müssen schließlich an das Wohl der Kinder denken.

00:47:05: Wer stört denn jetzt?

00:47:08: Ja bitte!

00:47:10: Haben Sie vielleicht meinen Papa gesehen?

00:47:12: Nein, tut mir leid.

00:47:15: Kinder... Das Internet wurde natürlich nicht verboten.

00:47:21: Im Gegenteil Es verbreitete sich weiter und weiter über die ganzen weiten Weltwälder.

00:47:27: Und schließlich konnte man überall wenn man wollte zum Beispiel diese kleinen weißen Kügelchen bestellen Wenn einem was wehtat oder so.

00:47:38: Das war die sogenannte Globalisierung.

00:47:43: Und im Internet gab es auch schöne Momente, man konnte damit nämlich lang verschäune Verwandte wiederfinden und mit denen dann sogar Bild telefonieren!

00:47:56: Alles ranche!

00:47:58: Ich hab rausgefunden, du bist der Schwager von der Schwester und dem Bruder meiner Tante Drohde.

00:48:03: Mütterlicher sowie Väterlicherseits.

00:48:05: Die ist ja damals mit dem Cousel von der schwester ihres Bruders nach Amerika abgehauen.

00:48:09: ich bin also mit dir verwandt.

00:48:11: Stell dir das mal vor Sind wir das nicht alle?

00:48:14: Und das Beste kommt noch.

00:48:16: Du bist auch mit mir verwandts Verrückt oder?

00:48:19: Crazy?

00:48:20: Nö, nicht creepy!

00:48:22: Creepy.

00:48:23: Ich heiße Creepy, kurze Form von Christian Leopold Maria Wiegismund.

00:48:28: Okay und was machst du so beruflich?

00:48:31: Ich mach Puzzle.

00:48:32: Creepy... Nee, Creepy!

00:48:37: Und dann kam der Virus.

00:48:39: Innerhalb von kürzester Zeit erkranken immer mehr und mehr Waldbewohner daran und einer nicht unbeträchtlichen Anzahl von ihnen brachte er sogar den Tod.

00:48:51: Angeblich soll er vom Menschen auf das Tier übertragen worden sein durch orale Einnahme.

00:48:58: Aber man war sich nicht ganz sicher.

00:49:03: Ach, Herr Wolf?

00:49:08: Was denn?

00:49:09: Sie haben da was zwischen den Zähnen.

00:49:17: Wo denn genau?

00:49:18: Um links!

00:49:19: Das hab ich.

00:49:25: Das war fester dazwischen.

00:49:29: Was ist das denn?

00:49:31: Boah, mein Neugier geht da gar nicht raus.

00:49:36: Stöckchen!

00:49:37: Hä?

00:49:39: Stöckeln?

00:49:39: Äh, ja... Danke.

00:49:51: Jetzt hab ich's.

00:49:52: Und ziehen... Ehh, den Glück.

00:50:01: Das war ja hartnäckig.

00:50:04: Was is' das

00:50:05: denn?!

00:50:08: Ist das denn...?

00:50:10: Aus wie?

00:50:11: Wie eine Nachthaube.

00:50:14: Ja, das stimmt.

00:50:15: Das ist der Wiener.

00:50:16: Da sieht er aus wie ein... ...das IST ne NachthAUBE!

00:50:20: Hast man alles nicht zwischen den Zähnen findet.

00:50:23: Verrückt, oder?

00:50:26: Was gucken Sie denn so komisch?

00:50:27: Ich frage mich gerade wie eine Nachthaube in Ihren Mund kommt, Herr Wolf!

00:50:33: Meine M-Mund... Nachthaubm-Mundennacht mit... Etwas ist doch nicht etwa die Nachthause von Oma Hulle aus dem stinken Benwaldhäuschen,

00:50:40: oder?!

00:50:42: Niemals kann man die vorstellen.

00:50:43: Wie sollte die ihn mal ich nahen?

00:50:45: Herr Wolf?

00:50:47: Hey, hey, Mann, hey ... Die war Risikogruppe.

00:50:51: Die wär sowieso bald gestorben!

00:50:55: Der Virus wütete wild und die Führung des Waldes sah sich gezwungen, Ausgangsbeschränkungen anzuordnen.

00:51:02: Beim Einkaufen musste eine Maske getragen werden ... Und alle Tiere sollten mindestens ein Meter fünfzig Abstand voneinander halten.

00:51:20: So sind wir uns wieder, Frau Maus.

00:51:25: Wie schon wieder?

00:51:26: Wissen Sie vielleicht, wie spät das ist?

00:51:38: Zwölf Uhr.

00:51:39: Genau!

00:51:41: Und wissen Sie, wie ich das nenne?

00:51:47: Zens-Zeit ... Was hat das hier?

00:51:58: Ach ja, Herr Hase... Was machen Sie denn hier?

00:52:02: Ich mach Puzzle!

00:52:04: Also was wird das

00:52:06: hier?!

00:52:08: Nun äh, ich unterhalte mich gerade mit Frau Maus.

00:52:15: Und?

00:52:16: Winnt das denn ein Meter Fünfzig Abstand?

00:52:21: Ah, oh.

00:52:22: Ja klar.

00:52:23: Entschuldigung!

00:52:26: Wo ist Ihre Mond-Nasenbedeckung?

00:52:30: Nasenbedeckeung ... Wie wissen wir dich

00:52:32: meine?!

00:52:34: Tut mir leid.

00:52:36: Hier hab ich zu Hause.

00:52:38: Außerdem kann ich die Trage ja nicht essen.

00:52:42: Mein lieber Herr ... Die Gäffin wird sowieso nur zu Hause.

00:52:48: Das wissen wir doch, oder?

00:52:50: Ja ... Aber ... Das wissen die auch!

00:52:52: Äh ja, das wissen wir.

00:52:57: Moment mal.

00:52:58: Dann könnte ich Frau Maus doch mal zu mir einladen.

00:53:04: Mein lieber Herr Adler, Besuch ist nicht erlaubt.

00:53:09: Das Wissen wir doch.

00:53:11: Ah ja, wissen wir ja.

00:53:14: Moment mal!

00:53:16: Mit diesen ein Meter fünfzig, wie soll ich denn da essen?

00:53:19: Und vor allem

00:53:19: was?!

00:53:20: Mörchen.

00:53:21: Mörcheln?

00:53:22: Boah... Das ist ja das allerletzte Gemüse.

00:53:28: Sagen wir gerade was Schlechtes über Möhrchen ... Was für einen Rott!

00:53:33: Rektal machen die sehen aber noch nicht zum Essen.

00:53:41: Ich glaube übrigens Wir sind da hier mindestens Mindestens Dreifig Keim hat durch schnell geflogen.

00:53:50: Cool!

00:53:50: Da ist der Lappen weg, wissen wir nicht?

00:53:53: LappEN weg ... Wie bitte?

00:53:58: In Zeiten des Virus waren auch die Schulen geschlossen und all die Lehrer, die das Internet eben noch so verflucht hatten, sahen sich nun dazu gezwungen, eben dies zu nutzen um ihre Schüler, die nun daheim weilten weiterhin unterrichten zu können.

00:54:18: Und jetzt sieht man mich jetzt?

00:54:20: Nee.

00:54:22: Sie müssen da Grüne drücken!

00:54:24: Ja, aber ich hab das Grüne gedrückt.

00:54:26: Wenn die es gedrückt hätten würde ich sie ja sehen.

00:54:29: Wo ist das noch mal ... Das Grüne?

00:54:32: Oben rechts.

00:54:34: Oben...rechts?

00:54:37: Ah hier und?

00:54:39: Sieht man mich Jetzt?

00:54:41: Nee!

00:54:43: Metten wir doch noch den Projektor.

00:54:44: Den konnten sie doch auch nicht bedienen.

00:54:47: Da wusste ich wenigstens, was ich falsch gemacht habe.

00:54:51: Wussten Sie nicht?

00:54:53: Wusste ich doch!

00:54:54: Können wir jetzt bitte unser Recht machen?

00:54:58: Ja klar... Was muss sich noch mal drücken?

00:55:05: Und dann sankt die Zahl der Neuinfizierten und die Schulen sollten wieder aufgemacht werden.

00:55:11: Das war die Zeit der Waldbezirksfürsten Denn jeder hatte eine eigene Idee davon, wie eben dies aussehen und durchgeführt werden könnte.

00:55:22: Ich habe eine Idee!

00:55:24: Ich auch!

00:55:26: Ich glaube... ich auch!

00:55:30: Sechzehn verschiedene Ideen – und keine davon richtig gut.

00:55:35: Und dann sagten die Schulen man solle es doch ihnen selbst überlassen?

00:55:39: Und so wurde es gemacht.

00:55:42: Damit hatten wir dann am Ende über ... Ich habe jetzt hier endlich das offizielle Hyäne-Konzept der Regierung vorliegen.

00:55:54: Und was sagt er?

00:55:55: Bitte alles sauberer halten als bei diesen Kichern den Arsfressern!

00:56:00: Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Waldes, das war die Idee.

00:56:07: Damit jeder die gleiche Chance auf Bildung hat.

00:56:11: Doch während ich dies hier erzähle, gehen die anderen Kinder unseres Heinz schon wieder zwei Tage die Woche zur Schule.

00:56:18: Während die Schule meiner Kinder direkt nebenan noch gar nicht wieder geöffnet hat – ein heilloses Durcheinander!

00:56:29: Nun das war sie wie Geschichte.

00:56:33: ob sie eine Moral hat?

00:56:35: Ich glaube nicht denn am Ende ist eine Geschichte immer bloß eine Geschichte.

00:56:41: Wer wäre im echten Leben schon so dumm und würde sechzehn verschiedene Köche jeweils ein eigenes Süppchen kochen lassen, um nachher alle ineinander zu schütten?

00:56:51: Und zu glauben dass das dann schmecken würde.

00:57:22: Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen.

00:57:28: Absatz drei Der Religions-Unterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach.

00:57:37: Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechts wird der Religions Unterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religiosgemeinschaften erteilt.

00:57:45: Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religions unterricht zu erteilen.

00:57:51: Absatz vier Das Recht zur Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet.

00:57:56: Private Schulen als Ersatz für öffentliche Schulen bedürfen der Genehmigung des Staates und unterstehen den Landesgesetzen.

00:58:04: Die Genehmigungen ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen in ihren Lehrzielen- und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulens rückstehen – und eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird.

00:58:21: Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die wirtschaftliche und rechtliche Stellung der Lehrkräfte nicht genügend gesichert ist.

00:58:29: Absatz Fünf Eine private Volksschule ist nur zuzulassen, wenn sie Unterrichtsverwaltung ein besonderes pädagogisches Interesse anerkennt oder auf Antrag von Erziehungsberechtigten, wenn Sie als Gemeinschaftsschule, als Bekenntnis- oder Weltanschauungsschulle errichtet werden soll und eine öffentliche Volksschule dieser Art in der Gemeinde nicht besteht.

00:58:53: Absatz sechs, Vorschulen bleiben aufgehoben.

00:59:03: Artikel X – das Grundgesetz in elf Geschichten.

00:59:07: Ein Idee von Josef Ulbich.

00:59:09: Article sieben, Wissen ist Macht, eine moderne Farbe.

00:59:13: Es sprachen Santiago Cisma Marco Göllner Konstantin von Yasharov Matikrause und Axel Lutter.

00:59:23: So wie?

00:59:24: Konstantin Lindhorst, Jürgen Kluckert Roman Roth Manja Düring Gregor Höppner Katelyn Gafflich Gabriele Blum Erich Reuker Wolfgang Wagner Julia Stöpel Bjarne Mädel Eva Meckbach Börige Kapfer Vera Tels Chiara Scheicht Sabina Troga Hansa Cipionka Marcel Coley Stefan Gosler Lely Zandt Michael Ivanec Anna von Berg Johannes Klausner Milton Welch Ole Hermann Fabian Busch Assad, Schwarz, Misesi Lamber und Lisa Hirdina.

00:59:58: Intron Credits Karsten Wilhelm und Maja Manero geschrieben von Marco Göllner Aufnahmeleitung Nina Steiger Aufnahme Satz & Sounddesign Max Mielke Geräuschemacher Hubert Linnert Mischung Valentin Rövenstrunk Regie Josef Ulbich Produzent Fajo Tristan Lehmann Gesamtleitung FAIO, Luca Hirschfeldt und Tristan Lehmann.

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