Zapping for Freedom #5 Brot und Spiele – Der Gameshowboom im Privatfernsehen

Shownotes

Studiogäste: u.a. Bastian Pastewka, Tommy Krappweis, Mike Karl, Gaby Papenburg und Jürgen Doetz

Nie zuvor gab es ein Deutschland Gewinne in Gameshows wie gegen Ende der 80er- Jahre. Nie zuvor hagelte es solche Kritik über Niveaulosigkeit und Kommerzialisierung. Doch aller Kritik zum Trotz: Sendungen wie „Der Preis ist heiß“ auf RTL oder „Das Glücksrad“ auf Sat.1 zogen die Zuschauer vor den Fernseher. Auf Tele 5 entwickelte sich „Ruck Zuck“ speziell bei jungen Leuten zum Kult und gehörte zum festen Gesprächsthema am kommenden Tag in der Schule und mit „Mann-o-Mann“ erschufen die Privaten sogar ein internationales Erfolgsformat.

Host:

Torben Struck

Mit/Gäste:

Jürgen Doetz

Gaby Papenburg

Bastian Pastewka

Mike Carl

Tommy Krappweis

Entwickelt von:

Torben Struck

Christoph Menardi

Recording und Schnitt:

Luka Feinweber

Sebastian Muxeneder

Sam Winter

Leitung Postproduktion:

Stephan Gossen

Produktionsleitung:

Melanie Graf

Produziert von:

Tommy Krappweis, Nico Krappweis und Tristan Lehmann

Gesamtleitung FYEO:

Luca Hirschfeld und Tristan Lehmann

„Zapping for Freedom“ ist ein FYEO Original von bumm film.

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Transkript anzeigen

00:00:02: Das war einfach eine geile Zeit.

00:00:06: In den Achtzigerjahren wurde das Privatfernsehen in Deutschland geboren und mit ihm kam eine Vielzahl von Game Shows, gleichzeitig eines der Reizwörter der Achtzeigerjahre.

00:00:16: Ruckzuck, Glücksrat oder der Preis ist heiß – wohl kein anderes Genre hat die Kommerzialisierung des Fernsehens durch die Privaten so illustriert wie dieses.

00:00:23: und darüber sprechen wir in dieser Podcastfolge!

00:00:46: Das Angebot hat sich wahnsinnig erweitert.

00:00:49: Und auch diese Idee dahinter, dass da garantiert für alle irgendetwas dabei ist was sie sich anschauen können das glaube ich hat sich durchgesetzt.

00:00:59: also insofern sage ich mal so haben sich die Sehgewohnheiten insofern verändert, dass man schneller zur Fernbedienung greift oder schneller mal den Knopf betätigt und mal guckt was läuft gerade so im Fernsehen.

00:01:11: Und eben auch dieses Angebot das ist garantiert irgendwas gibt wo ich dann hängen bleibe also die auch die Zappen die eine Gewohnheit mit der Fernbedingungen zu zappen, die jetzt ja vorher auch nicht gegeben.

00:01:22: Ich glaube die hat es mit dem Privat-Fernsehen erst wiegegeben

00:01:25: Mal ganz abgesehen davon, dass es bis dahin meistens eh nur drei Programme gab und man beim Zappen relativ schnell durch war.

00:01:31: Ich meine, Gabi Papenburg hat schon recht!

00:01:33: Mit den Privaten kam die neue Macht der Fernbedienung.

00:01:37: Und so blieben die meisten Menschen bei dem Zappem in den Achtziger- und Neunzigerjahren bei den neuen Gameshows aus den USA hängen.

00:01:43: Game Show – das kannte man in Deutschland bis dahinten eher unter dem Begriff Quiz?

00:01:47: Und klar natürlich gab's auch Sendungen wie zum Beispiel Dali Dali oder Auf los gehts los, in denen schon Blödelspiele veranstaltet wurden.

00:01:54: Doch es wehte auch immer so ein Hoch von Piefigkeit durch die deutschen Wohnzimmer.

00:01:58: Diese neuen, vor allen Dingen aus den USA stammenden Gameshows der Achtziger und Neunziger Jahre setzten jetzt auf reine Unterhaltung – und das ist schon bemerkenswert wie sich diese Sendungen bis heute bei vielen Menschen als erste Assoziation zu privatem Fernsehen darstellt!

00:02:12: Bei mir ist das so?

00:02:13: Aber auch bei Bastian Pastefka.

00:02:15: Das sind tatsächlich die Game Shows.

00:02:17: Man darf den kleinen Sender Tele-Fünf nicht vergessen, da waren ja auch so mit Ruckzuck und Top oder Top und so Sachen, kamen dann hier auch so die ersten Game Shos, die natürlich alle amerikanischen Ursprungswarten und da auch schon zwanzig Jahre gelaufen waren.

00:02:29: Und hier hat es dann Werner Schulze Erdl gemacht mit drei Sekunden Zeit keine Gesten, keine Geräusche, Ruckzug

00:02:33: usw.,

00:02:34: das fand man alles wahnsinnig amüsant.

00:02:35: Dann gab's irgendwie bei Sat.Eins Bingo!

00:02:38: Mit Wolf Dieter Herrmann?

00:02:40: Oder es gab Gee aufs Ganze mit Jörg Dräger und so...

00:02:43: Wie machte der Song?

00:02:44: Bäh!

00:02:44: Irgendwie sowas.

00:02:47: Bekommst du die Regeln von Ruckzuck noch hin?

00:02:49: Drei Sekunden Zeit, keine Gesten, keine Geräusche...

00:02:52: Ja genau, richtig.

00:02:53: Keine Beschreibung in der fremden Sprache.

00:02:54: Das weiß ich

00:02:55: nicht mehr.

00:02:56: Es gab ja auch total kuriose Geschichten damals.

00:02:58: Es gabs das Tentes Früchtequiz.

00:03:00: Ja,

00:03:00: es gab es.

00:03:01: Stimmt.

00:03:02: Für mich gab's den goldenen Schuss.

00:03:03: Der goldene Schuss war eine Sendung aus den Sechzigerjahren, die Lufanburg moderiert hatte.

00:03:09: Und später Vico Toriani, wo es darum ging, dass der Zuschauer zu Hause telefonisch eine Armbrustbefehle gab bis sie im Fahrtenkreuz richtig war und dann gesagt hat Schuss!

00:03:18: Der Pfeil hat ein Seil durchtrennt, dann ist Sack runtergeflogen und der Kandidat hat wahrscheinlich damals fünfzig Mark gewonnen oder sowas.

00:03:26: Bei Sat.Eins wurde das noch einmal neu gemacht.

00:03:29: Da hat Rieta Werner, die Tochter von Ilse Werner Nachmittags, und zwar meistens rund um MacGyver Star Trek und Baywatch fünf Minuten lang diese so eine Goldene Schuss Mini Version gespielt.

00:03:42: Man konnte anrufen dann hieß es irgendwie weiter links weiter rechts schuss und hat man natürlich meistens daneben geschossen weil es nicht so geklappt hat.

00:03:47: Und warum hat man das damals gemacht?

00:03:49: Das hatte rein Rundfunkstaatsvertragliche Gründe, denn die amerikanischen Serien waren zu kurz um eine deutsche Sendestunde zu füllen.

00:03:59: Also die amerkanischen Netzwerksserien sind ja so strukturiert dass da irgendwie erstmal ein Einstieg in die Geschichte kommt.

00:04:04: dann kommt der Vorspann der jeweiligen Serie Dann kommt in Amerika also im Ursprungsland fünf Minuten Werbung, dann kommt er zweite Block Wiederwerbung wieder Block und sagt bis zum Schluss Und wenn man sozusagen in Deutschland diese Serie kauft und in Deutschland ist ein anderes Werbesystem Dann war es damals so, dass die Folgen hatten nur eine Länge von vierzig bis zweiundvierzig Minuten.

00:04:21: Und das war zu kurz?

00:04:22: Das war zu kurzen!

00:04:23: Deshalb musste man irgendwas puffen und sagen, wir spielen mit Rita Werner fünf Minuten der Goldene Schuss... ...dann ist die Sende Stunde erfüllt und wir können die nächste Serie starten.

00:04:30: Wusste ich auch lange nicht, dass das so echt

00:04:31: ist?!

00:04:31: Ich hab gedacht, das bestimmt.

00:04:33: letztlich machen die Star Trek-Senden die Star Trek nur damit sie in fünf Minuten nach einem goldenen Schuss senden können.

00:04:38: Nein, nein!

00:04:38: Es war doch

00:04:38: andersrum!

00:04:40: So was!

00:04:40: Bevor

00:04:43: wir uns den neuen Game Shows widmen, lassen Sie uns ganz kurz einen Schlenker machen zu diesen kleinen Kuriositäten.

00:04:49: Die da eben schon durchklangen und die in den ganz frühen Tagen bei den Privaten über den Bildschirm liefen.

00:04:54: Werbespielshow was weiß ich Mischungen wie zum Beispiel das Zentis Früchtekwiss der unbesungene Dash-Trei Glückswirbel oder das Ariel Kartenlotto.

00:05:04: Das waren kleine Spielchen, die nur den Zweck hatten, Werbung einen unterhaltsamen Rahmen zu geben.

00:05:09: Reine Product Placement Shows die man statt Seifenoper-Seifenspiele hätte nennen können.

00:05:15: Zielgruppe, Hausfrauen?

00:05:16: Die Preise waren meist recht putzig und ich habe Tommy Krabweis mal damit konfrontiert!

00:05:24: So du kannst raten, ich hab mir das gestern angeguckt was meinst du?

00:05:26: was ist da also wie das ablief Was weiß denn

00:05:32: ich, wie das Ariel-Karten?

00:05:33: Wir reden schon von der Waschmittelfirma.

00:05:35: Ja natürlich!

00:05:36: Keine

00:05:36: Ahnung, Clementine kommt Würfkarten in die Luft was

00:05:38: weiß ich.

00:05:39: Knapp daneben also.

00:05:39: man musste dann von so einer Wand etwas wegnehmen und der Hauptpreis war natürlich...

00:05:44: Waschmittel?!

00:05:45: Ja zehn Kilo.

00:05:48: Wir reden von nirgendsundfünfernachtzig.

00:05:49: Nein, das kommt nicht schlecht!

00:05:51: Nicht zu verwechseln übrigens mit dem Cent des Früchtequests.

00:05:54: Das wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass wir wechseln, weil ich beides nicht kenne?

00:05:57: Ja oder der Dastreigluckswirbel.

00:06:01: Der

00:06:01: Dastregluxwirbel?!

00:06:02: Ja, das gibt's alles.

00:06:03: Ist

00:06:03: es irgendwas was man im Rücken

00:06:04: hat?

00:06:05: Das weiß ich nicht, das hab' ich nicht gefunden.

00:06:06: Kannst du mal bitte meinen Dastreichluxwürbel wieder einlenken?

00:06:08: So eine Scheiße... Ach ist

00:06:10: das schön.

00:06:10: Ja, als Geld wurde gebraucht.

00:06:12: damals mein Gott

00:06:21: Damals konntest du ja nicht bei der ARD aus forty acht Kanälen wählen, egal wo du wohnst.

00:06:25: Deswegen waren die Privaten als Tietern gekommen sind natürlich...

00:06:30: Das

00:06:31: war wie der Teufel im Sandkasten!

00:06:33: Die konnten ja plötzlich alles probieren, alles machen alle Grenzen ausloten und ausreizen bis sich das dann später durch Redaktionen usw.

00:06:42: eine vernünftige Programmstruktur zu was entwickelt hat, bei dem man auch beim Gesellschafter um Geld bitten konnte.

00:06:48: Vorher hast Du ja einfach nur gesagt okay Wir haben hunderttausend Mark, mit denen müssen wir ein Jahr lang Programm machen.

00:06:55: Später wurden dann andere Maßstäber angesetzt.

00:06:57: so entstehen solche komischen Quisses wie das Zentnis Marmeladenquiz weil irgendjemand muss den Scheiß ja zahlen!

00:07:06: Eine sehr gute Zusammenfassung von Mike Karl.

00:07:09: Bei der geringen Menge an Zuschauern aufgrund der Reichweite Mitte der achtziger Jahre war man froh über jede D-Markt die da in die Kasse gespült wurde.

00:07:17: und wenn man dafür zehn Kilo Waschmittel durch die Republik verschicken musste Die Finanzdecke in den ersten Jahren war immer noch sehr dünn.

00:07:24: Fast zweihundertfünfzig Millionen Mark hat satt eins in den ersten Jahren versendet und nicht einmal eine Million Menschen konnten den Sender überhaupt empfangen, die Werbeeinnahmen deckten nicht einmal fünf

00:07:34: Prozent.".

00:07:35: Das stimmt.

00:07:35: aber ich fand am Ende des Tages das deutsche Privatfernsehen und da mag man mir jetzt gerne einen Strick draus drehen auch immer ein bisschen piefig.

00:07:42: denn als es losging mit dem Privat Fernsehen fand man natürlich die Game Shows toll!

00:07:46: Aber ganz ehrlich auch das waren gekaufte Lizenzen von Shows, die es in Amerika halt schon gab.

00:07:52: Genau.

00:07:52: Irgendwann hat RTL-Chef Helmut Thomas die sogenannte Werberelevante Zielgruppe von vierzehn bis neunundvierzig erfunden, das klang so gut und war ein so guter handwerklicher Deal, dass es alle geglaubt haben.

00:08:02: Und das ist ja der Spruch von RTL gewesen, der dahinter steckt.

00:08:05: Wir haben eine neue Zielgruppen entdeckt den Zuschauer.

00:08:07: Das war damals ... Der Spruch mit dem RTL sich brutal populistisch und halt auch wahnsinnig billig eben von AD&ZTF absetzen wollte.

00:08:14: aber die große Vision fand.

00:08:16: ich war zu der Zeit noch nicht da.

00:08:18: Ich fand, dass das später losging als die Game Shows größer wurde Die hunderttausend Mark schon die Traumhochzeit.

00:08:23: Ob man das jetzt mag oder nicht?

00:08:24: Aber da merkte man, okay, jetzt wird's spannend!

00:08:27: Jetzt ist sozusagen das Kapital auch über die vielen Jahre des Schrottzeigens angewachsen und man kann mutig etwas

00:08:34: machen.".

00:08:39: Bei dieser Sendung lieferten sich RTL und Sat.Eins ein Wettrennen um den Sende-Start – dass RTL mit einer Woche Vorsprung gewann…

00:08:47: Das weiß ich nicht...

00:08:48: ...das ist das Frühstücksfernsehen.

00:08:49: Ach, tatsächlich!

00:08:51: Ja.

00:08:51: Satz eins war zuerst auf Sendung, nannte sich aber noch nicht so, aber das Frühstücksfernsehen genau, da haben die einen Wettlauf

00:08:55: gemacht.

00:08:56: In dieser Sendung war eine Frau auf dem roten Sofa zu sehen?

00:08:59: Äh ...

00:09:01: Gott, wie ist denn die Sendung mit Erika Berger?

00:09:03: Liebe, liebe Leben, liebes Liebe-

00:09:05: Das lass ich mal gelten.

00:09:06: Eine Chance für die Liebe.

00:09:08: Tolles Ding ne?

00:09:09: Erika

00:09:09: berger und ihre Beine.

00:09:11: Richtig hat man immer so gesehen übernahmgeschlagen usw.

00:09:14: Schönes Ding.

00:09:15: Gut, jetzt wird's einfach.

00:09:16: Dank dieser Sendung wissen wir, dass Karl-Rann Seier tot ist?

00:09:19: Was ist RTL Samstag nach?

00:09:21: Diese Handpuppe kommentierte bei RTL jeden Tag die Nachrichten.

00:09:24: Wer ist Karlchen?

00:09:25: Ja!

00:09:26: Sehr schön.

00:09:28: Bei dieser Show mussten die Mitarbeiter in den ersten Sendungen selber die Berliner Kaufhäuser plündern um die Preise für ihre Show zu bekommen.

00:09:36: Was der Preis heißt?

00:09:37: Nein

00:09:37: was ist das Glücksrad?

00:09:38: Ach klar natürlich mein Gott.

00:09:40: In dieser Sendition konnten die Zuschauer von Stücke an Flughafen erwerben.

00:09:43: Äh,

00:09:44: was ist Kofferhoffer?

00:09:45: Richtig!

00:09:46: Mit Karl Dahl.

00:09:47: Richtig... Na gut ja mann, geht doch.

00:09:50: Sooo, ich muss mich kochen.

00:09:52: Was haben Sie da in ihrem

00:09:53: Koffa?!

00:09:56: Er filmt sich sofort wie ein Koffe!

00:09:58: Hast du das gesehen?

00:09:59: Ich kann mich gar nicht daran erinnern.

00:10:00: Ja?

00:10:02: Da gab es glaube ich einen so'nen Butler der das aufgemacht hat.

00:10:05: und was gab's dann noch?

00:10:06: Es war im wesentlichen Karl-Dall den Eindruck gemacht hat.. Ich weiß überhaupt nicht was ich eigentlich soll.

00:10:12: Ich fände das auch nicht so ein Liquid-Sieger, aber es ist ein Job.

00:10:15: Daran erinnere ich mich!

00:10:17: Diese Sendung mit einem zwielichtigen Mann aus Italien ging immer dann aufs Sendung wenn zu wenig Werbespots gebucht waren.

00:10:22: Prontosalvatore?

00:10:23: Was ist ... wie hieß die Sendung noch?

00:10:25: Pronto

00:10:25: Salvatore!

00:10:26: Hieß sie

00:10:26: so?!

00:10:27: Ja!

00:10:29: Du musst das vorstellen.

00:10:29: Beste Sendezeit RTL, wir haben zu wenig Werbesports und packen einen Typen hin der einfach nur so ein bisschen ... Quietchen spielt?

00:10:35: Ja genau!

00:10:36: Und jetzt können sie fünfzig Mark gewinnen und die Leute haben angerufen wie

00:10:38: Bolle.

00:10:39: Wie beim Goldenschuss-Paradil bei Sateins.

00:10:40: Diese Spielshow auf Tele-Fünf wurde von Viktor Worms moderiert.

00:10:44: Äh... Das weiß ich

00:10:46: nicht.

00:10:46: Was ist Stadtland Fluss?

00:10:48: Bei diesem Quiz von RTL ging es rund um die Welt.

00:10:51: Was is' ein Tag wie jeder andere?

00:10:53: Richtig.

00:10:54: Warum weiß ich so'n

00:10:54: Scheiß?!

00:10:57: Hier spielten immer einhundert von uns befragte Leute eine Rolle.

00:11:00: Ah, was ist das Familien-Duell?

00:11:02: Bei dieser Sendung wurden Männer in einen Pool geworfen.

00:11:06: Was ist Manoman?

00:11:07: Hast du gesehen?

00:11:08: Nein.

00:11:09: Und vor allen Dingen Manoman erfunden von Frank Elzner.

00:11:12: Wusste ich auch nicht.

00:11:13: Hab ich noch recherchiert.

00:11:14: Ja man lernt mir aus in der ganzen Geschichte.

00:11:16: Frank

00:11:16: Elzna hat Manoman Erfundes wusste ja auch nicht!

00:11:19: In dieser Game Show versuchte der Moderator den Kandidaten mit immer höheren Geldbeträgen ihren Gewinn abzukaufen.

00:11:27: Ich hab das Bild vor Augen, aber ich weiß den Titel nicht mehr.

00:11:29: Was ist G aufs Ganze?

00:11:31: Natürlich!

00:11:32: Mit Jörg Dräger.

00:11:32: Richtig... In dieser Gameshow hieß es bitte nicht überbieten.

00:11:36: Das ist aber was der Preis heißt?

00:11:38: Richtig!

00:11:39: Diese Sendung wurde moderiert von der kleinen dicken Schnecke und dem magersüchtigen Frettchen.

00:11:43: Was is alles nichts oder?

00:11:56: Ob ARD- und ZDF das Genre Gameshow bis Mitte der achtziger Jahre eher stiefmütterlich behandelt haben darüber kann man streiten Aber eines schien sicher In den Game Shows steckte Ende der Achtzigerjahre ein gewaltiges Potenzial.

00:12:09: Während die öffentlich-rechtlichen eher in große Unterhaltungsschuss oft am Samstagabend investierten, konzentrierten sich die Privaten auf ganz andere Tageszeiten und ganz andere Budgets – kein Privatsender bei dem nicht mindestens eine Gameshow lief!

00:12:23: Und auch wenn sich nicht alle Gameshows aus den Anfangstagen der Privaten ins Gedächtnis eingebrannt haben — wer erinnert sich noch an Schätzmal mit Christian Neu-Reuter oder das Spiel Rolltreppe?

00:12:33: Sie schafften doch in einem Punkt etwas Neues.

00:12:35: Sie waren täglich zu sehen, und damit begann auch der Startschuss für eine der bekanntesten und beliebtesten Game Shows in Deutschland.

00:12:41: Am elften Januar, dekannter Tag, lief auf Tele-Fünf zum allerersten Mal Ruckzuck.

00:12:47: Das hat einen sehr menschlichen Faktor gehabt?

00:12:50: Da hats gekribbelt!

00:12:52: Du hast einfach gemerkt dass sie sich ins Höschen machen vor Aufregungen wenn sie nicht rankommen oder wenn es falsche sagen Und äh...und ich fand das auch sehr originell und witzig.

00:13:02: Ich meine mich zu erinnern, dass ich das damals von all den Game Shows die es gab sehr häufig geschaut habe.

00:13:06: Im Gegensatz zum Glücksrat.

00:13:08: Ja?

00:13:08: Das hatte was Besonderes ne?

00:13:10: Ruckzuck hat irgendwie so ein Such oder gab's auch was

00:13:11: besonderes?

00:13:12: Es war so lustig weil der so schnell ging.

00:13:13: irgendwie.

00:13:14: ja.

00:13:14: also im Vergleich zu damaligen Shows... fand ich das ähnlich unterhaltsam wie die ZDF-Version von Die Pyramide, was ja auch ein englisches Format war.

00:13:23: Und was Dieter Thomas Heck damals moderiert hat, den ich immer sehr gemocht habe für seine Beschreibungen der lustigen Ratewand.

00:13:28: Alles, was man lesen kann!

00:13:29: Alles, dass man riechen kann und schmecken

00:13:31: kann!

00:13:32: Fünf Sekunden ist halt Michael Händen in die Schlaufen!

00:13:34: Achtung fertig!

00:13:35: Und ab!

00:13:35: Das mochte ich immer viel, dass es das gegeben hat... Aber wie gesagt da war ich Teenager, da fanden wir natürlich alles toll, was im Fernsehen lief.

00:13:47: Das schöne Anruckzuck war auch, dass nicht ganz so mit Werbung zugekleistert war als zum Beispiel das Glücksrad.

00:13:53: Es ging rein um Competition.

00:13:55: Die Gewinner konnten etwas Geld gewinnen, die Verlierer bekamen ein Brettspiel und fertig.

00:13:59: Von der Joghurt von Wernerschulze Ehrthl moderiert.

00:14:05: Ab dem ersten Januar, das war übrigens Folge-Ein-Tausend-Zweiunddreißig übernahm dann Jochen Bändel.

00:14:11: Das irre an der Geschichte – Ruckzuck gehört in den USA zu den wohl erfolglosesten Shows, die sie je gegeben hat!

00:14:18: Das Original hieß Boos Foursize Hotspik, lief gerade einmal drei Monate im Fernsehen und wurde nach nur sixty-fünf Folgen abgesetzt.

00:14:25: Der Erfolg in Deutschland hingegen ... bahnbrechend!

00:14:29: Bis zum Ende von Tele-Fünf-Ninze-Zweiundneunzig lief die Show täglich – bis zu zweitausend fünf wurden über zwei tausend dreihundert Folgen produziert.

00:14:37: Fanpost aus ganz Europa und Westafrika trudelte in der Redaktion ein und Menschen aus dem Ausland schrieben, dass sie sich Ruckzuck täglich anschauen und durch Ruckzug Deutsch lernen.

00:14:47: Kaum ein anderes Spiel im deutschen Fernsehen, erforderte so viel Tempo und Schlagfertigkeit.

00:14:52: Es war eine Mischung aus stille Posts und Tabu.

00:14:56: Und geübt haben die Teams in Vorbereitung auf die Sendung in Kellern- und Wohnzimmern.

00:15:00: Pulte wurden zusammengezimmert, Wochen und Monate trainiert.

00:15:04: Ruckzuck wurde gespielt auf Familienfeiern, Schulkinder haben es gespielt in freien Stunden mit ihrem Walkman im Klassenzimmer.

00:15:11: Der besondere Reiz von diesem Spiel?

00:15:13: Es mussten sehr schnellen Assoziation zu Begriffen hergestellt werden und das ging nicht immer gut.

00:15:17: Zum Beispiel die erste Assoziation einer Kandidatin zum Begriff Sechellen, ESSO, BP und Tankstelle.

00:15:27: Ja, durchaus ruckzuck habe ich geguckt!

00:15:29: Ja regeln?

00:15:31: Keine Ahnung... Irgendwas weiß ich nicht mehr.

00:15:33: Was, Regeln?

00:15:34: Ja, die hatten Regeln, na klar!

00:15:35: Bei Ruckzuck

00:15:36: ja... Ich weiß nur da stehen die in der Reihe Klopfen auf dem Rücken und dann geht's los.

00:15:39: Keine Gesten keine Geräusche, vierzig Sekunden Zeit rückzuck.

00:15:42: Ach so, jetzt wo du es zitierst weißt

00:15:44: natürlich.

00:15:45: Und dann Wernerschulze Erdöl mit.

00:15:48: Wir haben hundert Leute befragt.

00:15:53: Wie fandest Du Familien-Duell?

00:15:56: Ich fand das Konzept der Sendung immer schon unterhaltsam und gut.

00:16:00: Ich fand auch schön dass da Familien wirklich sind.

00:16:02: Ich fand etwas befremdlich, dass Werner Schulze Erdel manchmal etwas abwesend wirkte und leicht nuschelig.

00:16:08: Und ich nehme mal anders könnte mit der Einnahme von Nicht-Sprachwerkzeugs förderlichen Substanzen zu tun

00:16:15: haben.".

00:16:18: Wie eine Gameshow erfolgreich wird?

00:16:20: Dazu braucht man auch heute noch ne Kristallkugel!

00:16:22: Aber es gibt ein paar Regeln die scheinen damals wie heute ihre Gültigkeit zu haben.

00:16:27: Nicht zu unterschätzen – Die Wiedererkennung.

00:16:29: Zu jeder Zeit in jeder Sekunde ist der Zuschauer in der Lage seine Sendung zu erkennen.

00:16:34: Das geht nicht nur für die Optik, sondern vor allem auch für die Musik.

00:16:37: Und ebenfalls ein ganz wichtiger Eckpfeiler das Mitraten!

00:16:41: Der Zuschauer fiebert nicht nur mit seinen Kandidaten mit er freut sich auch dass er die Lösung schneller weiß.

00:16:46: und wichtig die Kandidate müssen witzig sein und v.a.

00:16:50: bitte das Spielprinzip verstehen.

00:16:52: Das kannst du auch nicht mit allen Leuten machen.

00:16:53: also konntest nicht alle deutschen Prominente für so etwas gewinnen weil die es manchmal eben auch nicht konnten.

00:16:59: ich erinnere mich zum Beispiel an die Pyramide.

00:17:02: Da saß mal Werner Kreindl, den wir als den Chef von Soko München oder damals noch Soko-Einfünfzigzehnte

00:17:08: hatten.

00:17:08: Der ist super als Schauspieler!

00:17:10: Der hat einfach nicht kapiert, dass es der Kandidatin, die ihn halt fragte was da auf dem Monitor stand und was er nicht sah.

00:17:16: Auf Zeitschnelligkeit ging.

00:17:17: ne?

00:17:18: Da hieß es irgendwie all... Und jetzt kommen Berufe die mit Schauspiel zu tun haben.

00:17:21: Bumm!

00:17:22: Dann sagt die Kandidatin wenn sie Geld bekommen beim Theater ist das und das wäre dann Gage gewesen.

00:17:28: und Werner Kreindl sagt ja das ist natürlich das Wichtigste für einen Schauspieler die Gage und die Zeit lief und so.

00:17:34: Das war so albern weil ich dachte okay mit Werner Kleintel hast du drei Punkte geschafft eine Maschine.

00:17:40: Da war natürlich immer klar, der schafft es in diesen fünfzehn

00:17:43: Sekunden.".

00:17:49: Und wenn ich jetzt sage ein E-V-E-Mail und ein NW Nordpol dann sind wir auch schon beim zweiten Dauerbrenner aus den Anfängen des Privatfernsehens das Glücksrad von dem alleine von neunzehnundachtachzig bis vierundneinzig über einen tausend siebenhundert Folgen produziert worden.

00:18:05: Die Show war das deutsche Remake des US-Showformats Wheel of Fortune und in den Staaten galt es als das erfolgreichste Showformat aller Zeiten.

00:18:13: In kaum einer anderen Gameshow war die Produktplatzierung so mit dem Show-Konzept verschmolzen wie in dieser.

00:18:19: Neben den Einnahmen aus den Werbeblöcken stellten die Sponsoren ihre Produkte gleich als Gewinne zur Verfügung, angefangen beim Rasierapparat über das sechsteilige Tee Service bis hin zu Fernreisen und Mittelklassewagen.

00:18:31: Und kaum eine andere Show hat die Senderidentität von Sat.Eint so geprägt wird.

00:18:36: das Glücksrad Für Sat.I.

00:18:41: Geschäftsführer Jürgen Dötz war das Glücksrad der ganz große Wurf.

00:18:45: Das Glücksrat kam ja auch aus Amerika und was die Lizenz betrifft, und es waren Anregungen da kamen.

00:18:55: Es war eine Entscheidung als Münzen Und bei uns war es sehr eng miteinander verwoben, wenn man so will.

00:19:04: Und dann die Produktionsmöglichkeit in Berlin und die Programmauflage in Berlin eben eine Produktion vorzunehmen was man mit dem Glücksrad locker sein erfüllt hat.

00:19:15: also es gab verschiedene Faktoren und ja wir waren dann der Glücksradsender und wurden damit in einem Maße identifiziert.

00:19:24: das war schon der Volltreffer für uns.

00:19:28: Ich weiß, dass in Mainz an Wochenenden Busse, die beim ZDF waren, dann eine Runde gedreht haben bei Sat-Eins und dachten da kommt jetzt irgendwie die Glücksratkruhe zum Vorschein oder was?

00:19:42: Da mussten wir denen immer sagen Mainz wird überhaupt nichts produziert.

00:19:46: aber es war so Sat-eins, Glücksrad und das ist auch heute noch so.

00:19:51: Und ich sag mal, Marine Gilzer Krankenschwester oder Doktorin, weil jetzt endlich das Glücksrad kriegt sie nicht aus in Klamotten.

00:20:02: Das waren noch Zeiten, wo der Vorab tatsächlich noch in Ordnung war.

00:20:05: Wenn die Leute am Ambrutz-Tisch saßen und das Glucksrad angeschaut haben ... Und das war ja eine wahnsinnserfolgreiche Sendung!

00:20:10: Ich sag mal so, das war wirklich toll ein Riesenerfolg für den Privatsender.

00:20:16: Da gab es auch keine Diskussion.

00:20:19: Aber als man dann anfing, das rauszunehmen und etwas anderes zu probieren Da begann eine ganz lange Leidenszeit für Sat.Eins, also was den Vorabend betrifft.

00:20:29: Die sind nie wieder an dieses Volksformat herangekommen.

00:20:32: Aber ist das auch typisch gewesen für die Anfangszeit im Privatfernsehen?

00:20:36: Diese Game-Shows, die es ja unfassbar.

00:20:38: viele gab... Ja,

00:20:38: aber dann noch diesen Zonk kann ich mich auch erinnern!

00:20:41: Ja, geh auf's Ganze

00:20:41: mit Jörg Dräger.

00:20:42: Ja?!

00:20:43: Jörr Drägger diesen Zong gehabt, hieß er nicht zonk irgendwie so?

00:20:46: Also geh aufs Ganze.

00:20:47: und der Zonkk war dieser Ratte, diese rote Ratte.

00:20:51: Stimmt, diese Quizshows waren ... Tatsächlich, das ist in der Tat ein Momentum des Privatfernsehens in den Anfängen.

00:20:58: Ohne die ging es gar nicht!

00:21:01: Ich persönlich muss sagen bin da nie auf diesen Zug weil ich habe auch nie eine moderiert.

00:21:06: also ich hab ja so ziemlich viel moderiert bei SatEins aber das war für mich immer klar keine Game Shows und keine Verkaufsshows oder sonst irgendwie was.

00:21:22: Auf diese Gameshow, von der wir eben sprachen müssen wir ganz kurz eingehen.

00:21:26: Denn sie starten tatsächlich aus der Masse der Gameshows heraus – geh aufs Ganze!

00:21:31: Denn im Gegensatz zu anderen Gameshos mussten die Kandidaten hier keine Knöpfe drücken oder auch Wissen an den Tag legen.

00:21:36: es galt viel mehr den richtigen Riecher zu haben.

00:21:39: Der Moderator Jörg Dräger bot seinen Kandidatten Umschläge an.

00:21:43: Kisten, Kästen in denen sich möglicherweise Reisen versteckten Autos und Geld oder natürlich auch Nieten.

00:21:50: Das Vorbild aus den USA hieß Let's Make a Deal und war dort seit Jahren ein Renner.

00:21:55: Und es war eine Kombination, das war das besondere Ausglück, Pech, Risiko, Sicherheit, Wahlgemut und Schadenfreude!

00:22:09: Wenn der deutsche Kulturkritiker Ende der achtziger Jahre wieder einmal die Hände über den Kopf zusammenschlug weil nur Kommerz bei dem Privaten auf dem Bildschirm zu sehen war dann kommt jetzt eine Show, bei der muss er ihm die Schuhe ausgezogen haben.

00:22:21: Der Preis ist heiß.

00:22:22: mit Harry Weinfurt und Walter Freywald.

00:22:25: Ich war damals fünfzehn Jahre alt und ich habe gerne Game Shows gesehen, aber das Ding war sogar mir zu hart.

00:22:30: Fünfundzwanzig Minuten nur abgefilmte Produkte, Kandidaten mussten Preiseraten, Produktplatzierungen wurden in Massen aneinander geklebt eingerahmt vom Werbespots – und das darf man durchaus als Aufwertung verstehen, denn die Werbespotten hatten wenigstens noch Handlung!

00:22:45: Also bei der Preise heißt zum Beispiel, habe ich das Gefühl man hat da immer der Kopie eines amerikanischen Fernsehens zugeguckt.

00:22:51: Das war ein solcher Unsinn!

00:22:53: Ich muss auch sagen ganz ehrlich also das meine ich mit des Privatfernsehen fand ich damals ultrapiefig.

00:22:58: Man hatte auf der einen Seite Marianne und Michael und Gerda und Peter Steiner die irgendwie ja auch so wahnsinnig im Volkstümlichen Im etwas anrückigen Semi-Irotik-Film-Milieu angesiedelt waren, weil ich dachte, warum sind das jetzt die großen Helden vom Privatfernsehen?

00:23:14: Und man hatte eben diese seltsamen Game Shows.

00:23:17: Man hatte noch am Nachmittag diese Schreihalsshows, die alle so sein sollten wie Jerry Springer.

00:23:21: Es war immer erst mal bei diesen Leuten, die des Privatferns in Deutschland geprägt haben der Blick nach Amerika zu ausländischen Formaten.

00:23:39: In fast jeder Show gab es ein Auto oder mehr zu gewinnen und das war neu in Deutschland.

00:23:44: Die Gewinne in den Spielshows kletterten mithilfe der Werbung auf atemberaubende, nie-dar-gewesene Summen.

00:23:50: Und am threiztenden November, neunzehnhundertnundundachtzig war es dann soweit.

00:23:54: Dort gewann das erste Team bei Ruckzuck ein hunderttausend D-Mark – der bis dahin höchste Gewinn, der je in einer Gameshow in Deutschland zu gewinnen war!

00:24:02: Von der großen Zahl der Gameshows her hat jeder private Sender eine Gameshow aus.

00:24:09: Was war das Besondere?

00:24:10: Das Besondere war dann eben die Höhe des Gewinns, den Sie machen konnten oder eben irgendwie besondere sensationell wirkende Sachen.

00:24:21: Es kam bis zu den heutigen Shows wo niemand die Gewinne so groß sind aber eben die inhaltliche Aufmerksamkeit mit allen Methoden versucht wird, zu bekommen.

00:24:36: Also Game Show war ja nicht eine Sat-Eins-Entwicklung, sondern es gab genug Game Shows und mit was waren sie unterscheidbar?

00:24:46: letztendlich ... mit der Kohle?

00:24:49: Und das wurde dann auch massiv ausgereizt!

00:24:56: Eine Show, eine Spielshow im weiteren Sinne wollen wir an dieser Stelle noch mal ganz besonders erwähnen.

00:25:01: Die müssen wir ausklammern nämlich Mann o Mann.

00:25:04: oder die Frage Die Show war nämlich kein Remake einer amerikanischen Show, es war eine deutsche Erfindung.

00:25:14: Wer sie nicht gesehen hat?

00:25:16: Die Kandidaten waren nur Männer – das Publikum nur Frauen und die hatten die Qual der Wahl und haben über die Männer abgestimmt.

00:25:22: Moderiert wurde die Sendung von Per Augustinsky und den Limited Girls und die Quote bis zu sechs Millionen Zuschauer am Samstagabend!

00:25:31: Und was die meisten vermutlich nicht wissen Mano Mann war nichts weniger als eine der erfolgreichsten deutschen Spielschuhe weltweit und lief in Dänemark, Frankreich Australien Schweden England Spanien der Türkei Norwegen Portugal.

00:25:45: Das müssen wir auf jeden Fall korrigieren.

00:25:46: Ich habe jetzt immer gesagt, okay das deutsche Privatfernsehen ist irgendwie so ein internationales Kaufding.

00:25:50: Das ist auch so aber es gibt tatsächlich ein paar Exportemannomanen gehört dazu.

00:25:54: und ganz neu Kitchen Impossible!

00:25:57: Ich gucke nie Kochsendung, aber das musste mir einer erklären.

00:25:59: Kitchen Impossible dachte ich auch, dass haben sie bestimmt aus England oder so?

00:26:01: Nein, das ist tatsächlich eine deutsche Erfindung.

00:26:03: Besonders im Osten Deutschlands war die Show sehr beliebt und erreichte teilweise einen Marktanteil von über sechsundzwanzig Prozent.

00:26:10: Und ebenso erwähnenswert, ich hätte jetzt gedacht in einer Show, in der sich die Männer ausziehen.

00:26:15: Da schauen besonders viele Frauen zu – war aber gar nicht so!

00:26:18: Denn der Anteil von Männern und Frauen vor dem Fernseher war fast fünftig-fünfzig.

00:26:26: Die Game Shows Ein unverzichtbarer Bestandteil der Anfänge des Privatfernsehens.

00:26:31: Und egal welche Game Show jetzt der persönliche Favorit war vielleicht noch ob oder top fünf mal fünf Glück am Drücker oder riskier was Sie haben dem deutschen Fernsehen einen ganz eigenen neuen Stempel aufgedrückt.

00:26:43: Also ich würde sagen, dass das Privatfernsehen der neunziger Jahre als es gestartet ist den Laden ganz schön auf Vordermann gebracht hat in Deutschland.

00:26:50: also man merkt dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen plötzlich nervös wurde spätestens als Günther Jauch mit einer sehr simplen Quizshow Idee die vor vierzig Jahren auch in der ARD hätte laufen können.

00:27:01: da war jetzt eine Lizenz Who Wants To Be A Millionaire aus England Von den Quoten her, die ganzen Moorleichen und anderen Fernsehspielkrimis, die zeitgleich gezeigt wurden von den Zuschauerzahlen plattgemacht haben.

00:27:12: Da war klar, dass es bei RD und ZDF jetzt auch erst mal kein Halten mehr gibt Ende der neunziger Jahre um das Privatfernsehen so weit es geht zu imitieren.

00:27:21: also irgendwann war klar Mit Jörg Pilawa musste es auch ein bis fünf Quiz-Shows geben.

00:27:27: Es mussten auch amerikanische Serien plötzlich gekauft werden und englische Serie gekauft, die dann etwas später gezeigt wurden.

00:27:34: Also da war der Serienwettkampf dann plötzlich

00:27:36: eröffnet.".

00:27:47: In der nächsten Folge Zapping for Freedom von Night Rider Bis Baywatch!

00:27:50: Die US-Serien kommen – ich hoffe auch Sie sind wieder mit dabei wenn Tommy Krabbweis und Bastian Pastefka wieder gegeneinander spielen und Ihr Wissentesten über die Serien aus den USA Zapping for Freedom, ein Fio Original.

00:28:07: Host Torben Struck mit den Gästen Gabi Papenburg, Jürgen Dötz, Mike Karl, Bastian Pastefga und Tommy Krabweis.

00:28:15: Entwickelt von Torbenstruck und Christoph Minardi.

00:28:18: Rekording & Schnitt Luca Feinweber Sebastian Muxeneda Sam Winter.

00:28:22: Leitung Postproduktion Stefan Gossen Produktionsleitung Melanie Graff Produziert von Tommy Krapweis Nico Krabwais und Tristan Lehman.

00:28:30: Gesamtleitung Fio Luker Hirschfeldt und Tristan Lehmann.

00:28:34: Zapping for Freedom ist ein Fire-Original von Boomfilm.

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