Zapping for Freedom #1 Die Geburtsstunde – Die Origin Story des Privatfernsehens
Shownotes
Studiogäste: u.a. Jürgen Doetz, Hugo Egon Balder, Gaby Papenburg, Lilo Wanders
Die Etablierung des privaten Fernsehens war das Ergebnis eines jahrzehntelangen Ringens. Bereits in den 50ern sollte neben der ARD ein kommerzieller Rundfunk entstehen, doch Parteien- und Interessenspolitik der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, konnten den Aufbau privaten Fernsehens über 30 Jahre verhindern. Mitte der 80er Jahre wurden dann erste Pilotprojekte mit bescheidensten Mitteln zugelassen, doch daraus entwickelte sich ein Urknall in der deutschen Medienlandschaft und eine neue Freiheit des Sehens.
Die Pionierzeit des Free-TVs: Wir werfen einen unterhaltsamen, informativen und auch leicht nostalgischen Blick hinter die Kulissen der privaten Fernsehrevolution in Deutschland. Mit dabei: Hugo Egon Balder, Bastian Pastewka, Jürgen Doetz, Lilo Wanders und viele mehr!
Host:
Torben Struck
Mit/Gäste:
Hugo Egon Balder, Jürgen Doetz, Bastian Pastewka, Tommy Krappweis, Gaby Papenburg, Lilo Wanders
Entwickelt von:
Torben Struck, Christoph Menardi
Recording und Schnitt:
Luka Feinweber, Sebastian Muxeneder
Leitung Postproduktion:
Stephan Gossen
Produktionsleitung:
Melanie Graf
Produziert von:
Tommy Krappweis, Nico Krappweis und Tristan Lehmann
Gesamtleitung FYEO:
Luca Hirschfeld und Tristan Lehmann
„Zapping for Freedom“ ist ein FYEO Original von bumm film.
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Transkript anzeigen
00:00:02: Das war einfach eine geile Zeit.
00:00:04: Guten Morgen, meine Damen und Herren!
00:00:06: Sie sind in dieser Minute Zeuge des Starts des ersten deutschen privaten Fernsehveranstaltes.
00:00:12: Es war der erste Januar, aus den Källerstudien in Ludwigshafen.
00:00:17: Neun Uhr achtundfünfzig.
00:00:18: Und das Fernsehen in Deutschland war ein anderes.
00:00:20: Ein neues mit einem Gefühl von Freiheit.
00:00:24: Das über dreißig Jahre andauende Monopol der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten in Deutschland Das Privatfernsehen war geboren und veränderte in kürzester Zeit die Sehgewohnheiten der Zuschauerinnen.
00:00:35: Unsere Gäste sind Hugo Egon-Balter, Jürgen Dürz, Tommy Krabweis, Bastian Pastefka, Gabi Papenburg und Lilo Wanders.
00:00:43: Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen des Privatferns ab Mitte der Achtzigerjahre.
00:00:49: Mein Name ist Torben Struck und hier ist Zapping für Fuydem!
00:01:11: Weil das Aufsehen
00:01:13: erregte.
00:01:14: Sag mal Hugo, könntest du dir vorstellen bei uns im Fernsehen eine Sendung zu machen die so beschissen ist dass du anschließend ne Torte in die Fresse krass?
00:01:22: Ich war also vom Night Rider wirklich... jetzt hat mich komplett
00:01:26: absolut... Umgehauen.
00:01:27: Dieser Zusammenhalt, man kannte wirklich vom Tonassistenten über den Moderator bis hin zur Personal-Sachbearbeitere.
00:01:35: Wir kannten uns alle, wir duzten uns alle.
00:01:37: Ich bekam
00:01:39: in der Heiratsanträge von Island
00:01:41: bis Nordafrika.
00:01:42: Und das
00:01:42: war so ultra-preinig!
00:01:44: Es waren mir so unfassbar unangenehm und das war das erste was die Leute von mir gesehen haben.
00:01:50: Rechts?
00:01:51: Oh, vorbei!
00:01:51: Ja leider nicht gewonnen.
00:01:52: Sie kriegen nur zehn Euro oder zehn Mark damals.
00:01:55: Und dann sagten die so jetzt kommen die Nachrichten und da haben sie den Nachrichtentisch reingetragen und dann setzte sich Müller Gerbes hin und machte die Nachichten.
00:02:02: also das kann man sich heute ja nie mir vorstellen.
00:02:04: es war unfassbar.
00:02:08: Also als das deutsche Privatfernsehen Mitte der neunzehnhundertachtiger Jahre seinen Dienst aufnahm konnte man das Privat Fernsehen erstmal gar nicht empfangen.
00:02:17: ich glaube Ende Gab es einen Sender, der hieß PKS.
00:02:22: aus dem wurde später seit eins und ab fünfundachtzig kam dann RTL dazu.
00:02:26: Und zunächst waren diese Sender nur über Antenne zu empfangen.
00:02:29: und da ich im Bonner Süden in der Zeit gewohnt habe und eben noch Teenager war, hieß es erstmal du kannst das gar nicht gucken erstens weil du nicht so viel Fernsehen gucken sollst und zweitens weil es halt noch nichts zu empfachen war.
00:02:39: und ich erinnere mich dass irgendwie sieben achtzig oder achtundachzig vielleicht RTL bei uns so über die Antenne, die man damals noch hatte auf dem Hausdach, so herein wehte.
00:02:48: Das heißt, man sah so ganz unscharf, sah man dann irgendwie so Hans Meiser der irgendwelche Nachrichtenvorlass am acht um acht zu nur viertzig und dachte toll wir haben noch einen neuen Sender den guckt man ja echt gerne aber der war so verrauscht und verdruselt und damals durch den terrestrischen Empfang eben noch so wahnsinnig unsauber dass man das nicht länger als drei Minuten ertragen hat unabhängig vom Inhalt natürlich!
00:03:09: Der war bestimmt einwandfrei.
00:03:10: Bastian Pastefka hatte mit Problemen zu kämpfen, die wir alle damals hatten und die heute überhaupt nicht mehr vorstellbar sind.
00:03:16: Der Fernsehempfang über die gute alte Hausantenne und dazu noch ein Leben ohne privates Fernsehen.
00:03:21: Heute kaum hervorstellbar in einem Zeitalter, indem wir von Informationen überschwemmt werden – damals aber völlig normal!
00:03:28: Also drehen wir die Uhren an dieser Stelle ein wenig zurück und gehen in die achtziger Jahre.
00:03:40: Als erstes ein geschmackloses
00:03:42: Jahrzehnt,
00:03:43: aber aus heutiger Sicht ein wunderbares Jahrzehn.
00:03:46: Bei
00:03:46: uns hieß es immer, schau nicht so viel Fernsehen!
00:03:47: Du kriegst vier eckige Augen und das war
00:03:49: irgendwie
00:03:51: der Spruch mit dem ich aufgewachsen
00:03:52: bin.".
00:03:53: Das war der Sprich, der einem als Kind regelmäßig um die Ohren flog.
00:03:56: Dabei war es gar nicht möglich, vier ecke Augen zu bekommen bei der überschaubaren Programmauswahl.
00:04:01: Frank Elzner hatte damals Wetten das erfunden und es gab nur drei Fernsehprogramme ARD, ZDF ... Und bei mir persönlich, ich bin in Hamburg aufgewachsen noch ein kleines bisschen Fernsehen aus der DDR.
00:04:13: In Schwarz-Weiß!
00:04:14: Wir hatten noch maximal so'n bisschen niederländisches Fernsehen oder belgisches Fernsehen was dann über Kabel kam.
00:04:19: aber man war bevor das Kabelfernsehen kam wenn man im Bonner Süden gewohnt hat noch der Held vom Feld weil man den SWF damaliger SWF heute SWR noch rein bekam also das dritte Programm von Südwesten Und da gab's auch sehr lustige Sendungen mit lustiger Sprache, aber vor allen Dingen die Formel I Folge.
00:04:38: Also die Hit-Paraden-Sendung damals mit Peter Ilmann, Ingolf Lück, Stefanie Tücking und Kai Böcking.
00:04:43: Die lief im SWF immer schon am Montagabend um neunzehn Uhr dreißig in dem handelsüblichen WDR dritten Programm was der Rest meiner Heimatstadt Bonn empfingt erst am Dienstag um einundzwanzig Uhr!
00:04:54: Ich war der Held vom Feld weil ich am Dienstagnorgen auf dem Schulhof schon erzählen konnte dass heute Abend die Pesch Mode Peter Gelberg und wer auch immer bei Formel eins zu sehen sein werden, weil in dem Tal Kessel Bonn selber empfiegt man den SWF nicht nur oben auf dem Berg wo wir gewohnt haben so ein bisschen hindlerweltirdisch.
00:05:11: Man muss sich das echt mal geben.
00:05:13: je nachdem genau wo man wohnte war entscheidend ob man Fernsehprogramme empfangen konnte oder nicht.
00:05:18: und wenn es blöd lief ob man überhaupt Fernseheprogramme Empfang konnte Nicht vergessen die Wetterlage Die hatte beim Fernsehen auch noch einen Wörtchen mitzureden.
00:05:28: Oder wenn man zum Beispiel im Schatten von einem Hochhaus wohnte.
00:05:32: Also, das Fernsehen der achtziger Jahre quantitativ begrenzt, qualitativ begrenzt und damit meine ich jetzt nur das Signal.
00:05:38: Und zeitlich begrenst!
00:05:40: Vormittagsprogramm, Mittagspause, Nachmittagsprogrammen und kurz nach Mitternacht Sendeschluss.
00:05:46: Ich habe sehr oft, speziell wenn in der Schule Sportunterricht kamen Ohnmachtsanfälle vorgetäuscht um mich früh nach Hause verfügen zu können wo noch niemand war weil meine Eltern berufstätig irgendwo waren und dann hab ich natürlich den Fernseher angemacht und mir die Frühwiederholung von Liebling Kreuzberg angeguckt oder so etwas.
00:06:00: Und darum ging es ja eigentlich nicht so sehr ob das Fernsehen gut war sondern man wollte sich darüber unterhalten.
00:06:05: Man erkannte also nicht nur durch das Formel eins Beispiel was ich eben genannt habe dass auch darum geht dass man ein Gemeinschaftsgefühl mit Leuten zusammen empfindet, weil die eben sagen, jo ich hab gestern auch den lustigen Bud Spencer Film gesehen oder Raumschiff Enterprise oder was damals alles für Sachen liefen.
00:06:20: Ich habe mir sehr oft das Stereo-Testprogramm vom ZDF angeguckt wo dann Leute im Haltrommel spielen und irgendwelche Kstanzel heiliger Sankt Florian du Wasserkübelmann verschonen.
00:06:34: unser Haus zünd andere an.
00:06:35: Holleria Ho
00:06:46: Man sieht schon Tommy Krabbeweis hatte damals viel Zeit Aber ich muss gestehen, ich war da nicht besser.
00:06:52: Auch ich kann mich noch an Textzeilen aus dem Stereo-Testprogramm erinnern und frage mich ganz ehrlich ob das gut ist.
00:06:58: Deutschland hinkte der Fernsehwelt in den USA – auch in Europa hinterher!
00:07:03: In Großbritannien gab es bereits seit den fünftiger Jahren kommerzielles Fernsehen.
00:07:07: Deutschland hingegen war diesbezüglich ein spezial gelagertes
00:07:10: Sonderfall.".
00:07:15: der Rundfunk-Ländersache ist und alles, was mit Medienverlage, mit Print zu tun hat, ist Bundesachon.
00:07:23: So war das über Bund relativ einfach immer zu lösen.
00:07:27: Darum ist es so eine typisch deutsche Geschichte, dass eben da die Zuständigkeiten anders sind.
00:07:34: Wie überhaupt ich sagen muss – was ich nicht wusste – ist, dass so die ersten zehn Jahre Privatfernsehen.
00:07:42: Ich war mehr mit Politik beschäftigt als mit Programmen.
00:07:45: Der Mann, der hier spricht ist Jürgen Dötz, Geschäftsführer aller ersten Stunde bei Sat.Eins und erster Moderator im deutschen Privatfernsehen.
00:07:53: Und wenn jemand weiß wie lang der Weg war bis es in Deutschland überhaupt privates Fernsehen gab dann gibt es keinen besseren Gesprächspartner.
00:07:59: Denn der Traum vom freien Fernsehen in Deutschland begann bereits in den fünftiger Jahren.
00:08:07: Die Regierung um Konrad Adenauer forcierte vehement das private Fernsehen und unterstützte die Gründung einer eigenen Gesellschaft, die freies Fernsehen GmbH.
00:08:18: Diese produzierte bereits Sendungen im Wert von knapp dreißig Millionen Mark für einen schon fest geplanten Sendestart.
00:08:25: Wichtiger Beweggrund für die Regierung Adenauer?
00:08:28: Die politische Unabhängigkeit von den Besatzungsmächten, die die Organisation und den Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks maßgeblich beeinflusst hatten.
00:08:38: Alleine genützt hat es wenig – sämtliche Pläne Konrad Adenauers wurden mit dem ersten Rundfunkurteil des Bundesverfassungsgerichts am achtzehnten Februar nineteenhundertsechzig kassiert.
00:08:50: Es gab ja Versuche unter Konrad Adenauer mal sowas einzuführen, dann gab es im Bundesverfaßungsgerichtsurteil.
00:08:58: das Festlegte etwas anderes als öffentlich-rechtlichen Rundfang kann es in Deutschland nicht geben weil
00:09:05: a.)
00:09:05: es zu teuer ist und
00:09:06: b.)
00:09:07: dafür keine technischen Kapazitäten zur Verfügung stehen.
00:09:10: Die Begründung der Richter ist stehen in Deutschland nicht genügend Sendefrequenzen zur Verfügung.
00:09:15: Das klingt aus heutiger Sicht natürlich etwas schräg, war damals aber gar nicht mal so abwegig.
00:09:20: Klar es gab in Deutschland genauso viele Frequenze wie in allen anderen Ländern auch Aber Deutschland hat durch seine geografische Lage sehr viele Nachbarn.
00:09:28: die haben eigene Frequenz und waren damit blockiert.
00:09:31: Dazu kommen noch Ende des Zweiten Weltkrieges vier Besatzungsmächte die jeweils eigene Frequent-Bänder beanspruchten Und die Bundeswehr.
00:09:38: die gabs ja auch noch Und da bleibt nicht mehr viel übrig.
00:09:41: Und für das Fernsehen, dass eine enorme Bandbreite benötigte – schon mal gar nicht!
00:10:00: Die Konsequenz der öffentlich-rechtliche Rundfunk wurde mangels Konkurrenz zum dominanten Meinungsmacher in Deutschland.
00:10:07: Bis Anfang der siebziger Jahre waren über neunzig Prozent der deutschen Haushalte mit einem Fernseher ausgestattet und jeder guckte.
00:10:14: Und jeder guckte und immer weniger Menschen lasen Zeitung.
00:10:18: Damit bestätigten sich die Befürchtungen der Verlagshäuser dass das Fernsehen die Nutzung der Zeitungen und Zeitschriften ersetzen könnte.
00:10:25: Es ging um Geld, viel Geld und die Verleger investierten in den siebziger Jahren eine neue Technologie – das Kassettenfernsehen!
00:10:34: Die Idee?
00:10:35: Nachrichten oder Magazine sollten per Videokassette zum Zuschauer nach Hause geschickt werden also so ähnlich wie ein Buchklub nur eben ohne Buch.
00:10:44: Es blieb jedoch beim Versuch.
00:10:45: Videokassen waren damals viel zu teuer und Videorekorderware nicht etabliert Und der Springerverlag verlor vierzig Millionen D-Mark.
00:10:54: Aber dann gab es Hoffnung in Form einer neuen, einer anderen Technologie.
00:10:58: Aus Amerika kam das Stichwort Kabelfernsehen und Kabel Fernsehen hieß eben mehr Kanäle für Fernsehen.
00:11:08: Da war's von der Politik nicht mehr zu rechtfertigen zu sagen die Kapazitäten werden nicht genutzt.
00:11:14: Dann gab es eine Kommission zur Ermittlung des Kommunikationsbedarfes in der Bundesrepublik.
00:11:23: Es ist vielleicht heute noch so, dass man eine Kommision dann einsetzt wenn man eigentlich schon weiß was man
00:11:28: will.".
00:11:28: Die
00:11:28: Kommission von der Jürgen Dürzscher spricht war die KTK – die Kommission für den Ausbau des technischen Kommunikationsystems.
00:11:36: und diese Kommission brauchte zwei Jahre bis nineteenhundertfünfundsebzig, bis sie genau das Ergebnis empfahl, für das sie gegründet wurde.
00:11:44: Man hat im Schlossen, wir machen Pilotprojekte.
00:11:46: Das heißt es ist Rückholbar.
00:11:49: Weil das Tischwort für Privatfernsehen war damals so wie Ausgeburt des Teufelses.
00:11:55: Es wären die Familien versaut und die Kinder werden praktisch nicht mehr erzogen.
00:12:00: Die ganze Gesellschaft gerät in Unordnung weil privates Fernsehen muss ja was Unsichtliches sein.
00:12:07: Und darum war das eine erbitterte politische Diskussion Bis man gesagt hat, okay wir machen vier Pilotprojekte und dabei darf für ein Pilotprojekt auch privates Fernsehen erprobt werden.
00:12:22: Rückholbar erpropt werden kann man sich beteiligen wenn es rückholbar ist.
00:12:28: Und obwohl es ruckholbar war und nur lokal sein sollte gab es selbst gegen diese kleine Öffnung für das Privatfernsehen heftigste Widerstände.
00:12:36: Ja es gab wieder die Grabenkämpfe.
00:12:39: Man konnte es eigentlich an den Parteien festlegen.
00:12:43: Die SPD war zufrieden mit ARD in ZDF und wollte keine Konkurrenz, die Union klagte über der linken öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor allem immer der WDR also Brutstätte der Linken und hatte mehr die Hoffnung, dass mit Privatfernsehen zu Schwarzen letztendlich dann dran kommen.
00:13:06: Das Ganze wurde verbremd, wenn man so will, bei einer gesellschaftspolitischen Diskussion wie verändert das Privatferse in die Familie oder Kinder oder Schule?
00:13:17: Und was weiß ich...
00:13:18: ...und das eskalierte in einer skurrilen Situation!
00:13:24: Der Postminister, dessen Aufgabe es per Gesetz war die Bevölkerung umfangreich mit Kommunikationstechnologie zu versorgen bekam vom Bundeskanzler Helmut Schmidt die Order den Kabelausbau einzustellen.
00:13:36: Satte sieben Jahre gingen seit der Empfehlung der Kommission ins Land und der Kabelauspau stand de facto still.
00:13:51: Doch dann änderten sich in zwei Jahren die politischen Vorzeichen.
00:13:55: Helmut Kohl wurde Kanzler in Deutschland.
00:14:01: Also Kohl hat sich eigentlich nicht richtig dafür interessiert.
00:14:04: Für ihn war das ein Projekt, da gab es die Linken und alle Linken muss man bekämpfen und wenn dafür auch das Privatfernsehen hilfreich ist dann machen wir das auch.
00:14:15: Das hat ihm
00:14:16: gereicht.".
00:14:17: Und so verkündete Helmut Kohl am threizentten Oktober twohundzehnundzwaldachzig – Die Bundesregierung wird im Zusammenwirken mit den Bundesländern die Medienordnung erneuern.
00:14:26: So sollen die Meinungsvielfalt erhöht, das Urteilsvermögen des Bürgers herausgefordert und der Informations- und Meinungsaustausch über nationale Grenzen hinaus gestärkt werden.
00:14:36: Große Worte – doch gesellschaftliche Widerstände blieben weiterhin stark!
00:14:41: Es
00:14:41: ist immer ein Problem, wenn Politiker anfangen, über Technologie zu reden….
00:14:46: Das erinnert manche vielleicht daran an die Diskussion, die wir heute über Internetprobleme manchmal führen.
00:14:53: Einiges wiederholt sich aber dann kam das Thema ja was der Schwarzschildinger will?
00:14:58: Das ist Kupferkabel und man liest ja davon es gibt eben auch Glasfaser und das muss also viel besser und größer.
00:15:08: und was weiß ich sein unterredeten die Politiker Ich garantiere noch nie was von Glasfaser gehört hatten und bei der ganzen Verkabelung auch nicht an Kupferkabel dachten plötzlich in den Landtagen über Technologie, dass einem die Hosen ausgezogen hat.
00:15:26: Aber man hat es dann eben zur Seite gelegt und hat gesagt okay lass es mal möglichst klein beginnen mit dem Kupferkabel Es wird eh nichts werden.
00:15:37: Ja gut Und dann ging's darum zu beweisen das kann etwas werden.
00:15:42: Christian Schwarzschilling war der Postminister damals unter Helmut Kohl und einer, der diese Verhinderungspolitik durchberechen wollte.
00:15:49: Sein Kalkül – der private Rundfunk steht seiner Partei der CDU näher als die öffentlich-rechtliche Rundfunke.
00:15:55: In seinen Augen war das Vielfalt.
00:15:58: Die zwei Leute waren praktisch diejenigen, die es gefördert haben, SchwarzSchilling und Vogel.
00:16:03: Trotz dieser Entwicklung blieben die politischen Fronten in den Achtzigerjahren nach wie vor verhärtet.
00:16:08: Die Befürworter sprachen vom Urknall der Medienschöpfungsgeschichte, die Gegner vom Untergang der
00:16:17: abendländischen Kultur.
00:16:22: eben durch die Menschen, die es sehen wollten und die bis dahin ja irgendwo vorgesetzt bekam ob sie das interessiert hat oder nicht was geliefert wurde.
00:16:34: Das war eben die Geburtstunde von Programm Vielfalt.
00:16:37: Und wer Vielfald meint der muss auch erstmal Vielfalth bieten können?
00:16:42: Und da stellt sich die Frage Wer denn Vielfall überhaupt bieten möchte Denn es ging ja nicht nur um viel Falt sondern vor allen Dingen um viel Geld.
00:16:49: Und da gab es die Zeitungsverleger, die sagten okay, privates Fernsehen finanziert sich durch Anzeigen.
00:16:56: Wenn wir da was verlieren wollen wir dabei
00:16:58: sein.".
00:16:59: Dann gab's vor allem Leo Kirsch der einen Haufen voll Spielfilme und Serien im Keller hatte gekauft für ARD & ZDF und für den war es natürlich spannend eine zweite Abspielstation, eine weitere Abspielstation für seine Inhalte zu haben.
00:17:21: Und in den Kabelpilotprojekten gab es nun wirklich Vielfalt.
00:17:24: In München tummelten sich Programme wie Freising im Bild, Arbeitsgemeinschaft Behinderte in Medien, Bayern-Journal München unser kleines Theater, Teleregional Passau oder auch ISA TV regional.
00:17:36: Dann gab's ungefähr dreißig Leute die so mehr an den Goldstrauischen Kalifornien erinnerten aber immerhin.
00:17:45: Beckenbauer landete und erklärte, er reguliert den Fußball.
00:17:51: andere kamen mit den abstrusesten Ideen.
00:17:55: Irgendwann gab es eine politische Entscheidung und in Wunders die Verleger und Leo Kirsch waren dabei, damit war ich dann im
00:18:04: Spiel.".
00:18:04: Jürgen Dütz war zuvor Pressesprecher in Rheinland-Pfalz und ist der Mann mit der Personalnummer Null Null Eins bei Sat.Eins.
00:18:12: Und dann kam Leo Kirs und ließ anrufen er hätte gehört da gibt's jemand Politik kennt, der Journalist ist und er hätte da was Interessantes mehr mitzuteilen.
00:18:24: Und dann traf ich mich mit ihm und erzählte er baut einen privaten Fernsehsender auf.
00:18:30: Ich war Feuer und Flamme, etwas neues aufbauen macht doch Spaß!
00:18:34: Dann musste ich zu Bernhard Vogel marschieren so sagen das wars dann und meine Familie war entsetzt.
00:18:41: ein Lebenszeitbeamter geht zu einem Sende den kein Mensch kennt.
00:18:45: Doch zuerst musste Jürgen Dötz das Fernsehen machen lernen und Leo Kirch schickte ihn zum ORF.
00:18:51: Dort hat ihn auch keiner gekannt, Jürgendötz arbeitete undercover und nur der Intendant wusste was Jürgendötz beim ORF eigentlich macht.
00:18:59: Und es hatte einen Grund denn der ORF galt in den achtziger Jahren als ein Sender Denn dem deutschen Fernsehen meilenweit voraus war.
00:19:06: Das
00:19:06: österreichische Fernsehen war gerade bei was das Kinderprogramm angeht echt sehr abgefahren und kreativ an manchen Stellen abgefahrener als das Deutsche?
00:19:25: Und dann war es soweit.
00:19:27: Am Sonntag, den ersten, ersten ... ... starrte Satt eins.
00:19:32: Damals noch unter dem Namen PKS um neun Uhr, achtundfünfzig.
00:19:36: Wir wollen dabei sein wenn in Deutschland das Privatfernsehen startet und mir wurde Angst und Bange des kleinen Studios mit der vielen Kameras und dann Unwegbarkeiten.
00:19:49: Dann habe ich gesagt, am Samstag war er Sonntags.
00:19:52: Am Samstag gesagt, Leute wir machen eine Generalprobe.
00:19:55: Ich hab die Moderatorin dann gebeten sich schon mal Sonntagsslike und Eröffnungsfeierlich entsprechend anzuziehen Und dann haben wir das ganze Mal geübt.
00:20:09: Wie dann das traf folgende Tag der Studie über Vollwärm heißt hat, Leute ihr nehmt das Band von gestern Abend Dann können wir das reden machen, tun was wir wollen.
00:20:20: Irgendwas für die Kameras der anderen Sender.
00:20:23: aber wir sind mal sicher dabei mit einer vernünftigen Begrüßung zum Anlass des deutschen privaten Fernsehens.
00:20:32: Ich weiß nicht ob dann draußen zwanzig oder hundert oder zuhundert Was weiß ich Leute angeschlossen waren.
00:20:38: Ja und dann wurde der gute Mensch in der Technik Der Hauptverantwortlich in der technik wurde dann so nervös Wir sollten um zehn Uhr starten und er drückte dann neun uhr, achtundfünfzig auf den Knopf.
00:20:52: So dass das deutsche Privatfernsehen dann zwei Minuten zu früh gestartet
00:20:57: ist.".
00:20:58: Der Start des deutschen Privatfernsehens – dreißig Jahre zu spät aber zwei Minuten zur Früh!
00:21:05: Die Geburtsstunde des dualen Fernsehsystems und das Ende des öffentlich-rechtlichen Fernsehmunipuls in Deutschland waren damit besiegelt Und der erste Sendetag sorgte gleich für Niveau im Fernsehen.
00:21:17: Wir haben mit der Feuerwerksmusik von Händel angefangen.
00:21:21: Wir haben abends zum Programmschluss die neue Symphonie vom Beethoven gespielt, weil eben Leo Kirsch alles produzierte, was Herbert von Karajan irgendwo mal je dirigiert hat.
00:21:35: und am ersten Januar als beim Start hat er mal gezeigt, was er als eigentlich schon ein bisschen verrufender Leo Kirscht.
00:21:44: Da wollte ich mal zeigen, was für ein kulturverfließender Mensch es ist.
00:21:49: Der Start
00:21:49: bei RTL einen Tag später am zweiten Januar, nineteenhundertvierundachtzig – eine riesige Geburtstagsfeier im wörtlichen Sinne!
00:21:57: In einem echten Kreissaal wurde ein Fernsehgerät mit RTL-Logo auf den Bildschirm auf die Welt gebracht und im Anschluss gab's eine Nachrichtenschau mit Hans Meiser, Gerd Müller-Gerbis und Björn Hergen Schimpf.
00:22:09: Diesmal keine Klassik.
00:22:10: Das war auch der große Unterschied.
00:22:13: RTL startete ja am Tag nach uns.
00:22:17: Die haben dann, am zweiten Januar angefangen, hatten aber nicht diesen Keller voller Filme und Serien von Leo Kirsch.
00:22:25: Und mussten deswegen die Programme von Anfang an sehr stark eigen produzieren.
00:22:31: Bei uns waren Eigenproduktionen Nachrichten- und Moderationen Punkt aus.
00:22:36: Es begann eine Zeit voller Improvisation, Chaos und Freiheit – und mittendrin Hugo Egon Balder und Gabi Papenburg.
00:22:50: Im Prinzip hat Thomas das Radio ins Fernsehen übertragen, und das Radio war ja schon ... Wie soll ich das ausdrücken?
00:22:59: Wir hatten einen Chefredakteur, der hat ein Buch geschrieben über Radio Luxemburg mit dem Titel Ein Irrenhaus fährt Achterbahn!
00:23:05: Und so war es.
00:23:07: Unglaublich.
00:23:07: Also das war eine tolle Stimmung.
00:23:09: Das war wirklich eine unglaubliche Aufbruchsstimmung, weil alle hatten die gleiche Aufgabenstellung und das gleiche Problem.
00:23:13: Wir hatten eine Sendung zu füllen am Abend.
00:23:15: Und wenn wir morgens um neun Uhr in der Redaktionskonferenz saßen dann wusste noch keiner ob wir das überhaupt hinkriegen?
00:23:20: Es war immer deswegen schwierig.
00:23:22: Weil bei dem Film, den wir aus dem Keller von Leo Kirsch dann wöchentlich angeliefert bekommen haben, da stippen meist die Filmläge nicht.
00:23:30: Wenn der Unterschied des fehlenden, der größer war es zehn Minuten dieses dötzende Talkshow.
00:23:36: Und dann habe ich unter den Besuchern von Ludwigshafen, die da immer vorbei pilgerten und dachten sie sehen jetzt irgendwelche Stars vom Fernsehen.
00:23:46: Leute rausgepickt.
00:23:47: oder dann gab es eben aus dem Ausland.
00:23:49: Ach das ist die Wiede des deutschen Privatfernsehens, herein damit zehn Minuten Interview!
00:23:56: Ja für was war man schon einlistisch ausgemildet?
00:24:04: Haben Sie damals überhaupt Feedback bekommen, also wie viele Zuschauer sie eigentlich hatten?
00:24:08: Man hat sich irgendwann auf ein- tausend zweihundert verständigt.
00:24:11: Kein Mensch kann's beweisen!
00:24:14: Aber dass Leute dann schon angerufen haben und hallo das ist ja ein neuer Fernsehsender, da gab es nicht, oder?
00:24:19: Wo?
00:24:19: die sind vorbei gekommen...
00:24:30: Die Kabelsender zu empfangen war schon fast Luxus Und genau das war das Problem.
00:24:36: Um die Kabelanschlüsse endlich profitabel machen zu können und Zuschauer zu gewinnen wurden sogar im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Werbespots für den Kabelanschluss geschaltet.
00:24:51: Und diese Werbung war schlau, denn auch Bild und Tonqualität waren in den achtziger Jahren noch ein echtes Manko zusammen mit der Aufforderung wenn sie einen Kabel anschluss möchten melden Sie sich bitte bei Ihrem Fernmeldeamt.
00:25:04: Das funktionierte in gewissem Maße doch nicht so wie es nötig gewesen wäre und da sich die Privatsender aus Werbung finanzieren, war an kostendeckende Sendertätigkeit am Anfang überhaupt nicht zu denken.
00:25:16: Die einzige Chance für die privaten Aufmerksamkeit schaffen um jeden Preis aber ohne Geld!
00:25:22: Also günstig musste das Programm sein und zudem schnell verfügbar – und vor allen Dingen anders, um sich von den öffentlich-rechtlichen abzusetzen.
00:25:30: Und das war in den ersten Jahren alles was sich die Öffentlich Rechtlichen bis dahin nicht getraut haben….
00:25:36: …und Lilo Wander weiß was das war Action, Sex und Selbstentlösung.
00:25:42: RTL wurde am Anfang abgekürzt als Rammeltöten
00:25:45: lallen.
00:25:58: Das erste was ich gesehen habe war bei meiner Oma im Saarland Nightrider.
00:26:05: Dann müsste das wohl RTL plus oder Radio Luxemburg oder sowas gewesen sein Und ich war also von Nightriders wirklich jetzt.
00:26:12: das hat mich komplett absolut umgehauen.
00:26:16: Es hat auf jeden Fall dazu geführt, dass ich kaum das wir zu Hause in München waren habe ich mich vor unseren Fernseher gesetzt der fünf Tasten hatte also fünf Programmtasten und habe an diesen kleinen Rädchen die man nur mit dem Fingernagel drehen konnte angefangen durch die drei Frequenzbänder zu suchen ob denn RTL da irgendwo zu finden ist weil sich die mehr hielt?
00:26:36: Das würde demnächst dann auch passieren!
00:26:38: Und Low and Behold tatsächlich an einem ganz denkwürdigen Tag Saß ich wieder mal da und hab wieder verzweifelt versucht diesen Sender zu finden.
00:26:47: Und plötzlich sehe ich Night Rider, das war eine Offenbarung!
00:26:52: Das Problem war nach wie vor die geringere Reichweite... ...und die Lösung wäre fast ein Satellit gewesen.
00:26:58: Fast.
00:26:59: Für Historiker gab es vorher auch den Versuch einen deutschen Fernsehsatelliten hochzuschießen aber der ist irgendwo im All verglüht.
00:27:07: Und damit blieben wieder einmal nur die begehrten terrestrischen Frequenzen, die das Problem mit einem Schlag gelöst hätten.
00:27:14: Allerdings waren ja alle Frequenzen offiziell belegt.
00:27:17: Wir erinnern uns, so dass für die privaten Fernsehsender gar kein Platz war.
00:27:21: Doch es gab eine Person, die wollte sich mit dieser Situation nicht abfinden und das war der Postminister Christian Schwarzschilling – und dieser griff zu einer List!
00:27:31: Er schickte Überprüfungsfahrzeuge quer durch die Republik.
00:27:34: Und dann fuhren also technische Messtrops durch Deutschland.
00:27:40: Da gibt es eine ganze Menge ungenutzter Frequenzen, die man natürlich verfernsehen nutzen könnte.
00:27:49: Und haben gesagt hier ist alles möglich in Deutschland auch mit terrestrischen
00:27:53: Frequenz.".
00:27:54: Damit war erstmals Platz für die Privaten um flächendeckend in Deutschland die Menschen zu erreichen.
00:27:59: Doch die Bundesländer hatten eines kapiert – Für die Vergabe der Frequencer waren sie zuständig!
00:28:05: Und jede Landesregierung musste persönlich überzeugt werden.
00:28:09: Es begann ein dreijähriger Revierkampf von Bundesland zu Bundesland um jede einzelne Frequenz.
00:28:17: Dann wurden meistens in meinem Duo aufgetreten, einmal Helmut Thoma von RTL und auf der anderen Seite ich.
00:28:25: Da mussten wir in den einzelnen Ländern immer erzählen was wir bereit sind im Land zu veranstalten.
00:28:34: Da boten dann in der letzten Runde sowohl Helmut Thoma als auch ich jeweils eine halbe Stunde Rektionalfernsehen aus dem liefweiligen Land an.
00:28:47: Okay, kann es ein bisschen mehr sein?
00:28:49: In der Nacht vor der Abstimmung im Berliner Kaberat hatte ich nochmal Mühe in München die Erlaubnis geholt noch dreißig Millionen Programmproduktionsförderung in Berlin auf den Tisch zu legen.
00:29:04: und damit hatte ich am nächsten Morgen dann die Berliner Frequenzen.
00:29:08: Und damit war der Weg frei nach dreißig Jahren!
00:29:10: Die privaten Fernsehsender waren bundesweit zu empfangen, und die Menschen in Deutschland hatten ein neues Gesprächsthema.
00:29:30: Rechtliche Sicherheit gab es erst neunzehnhundert sechsund achtzig mit dem sogenannten vierten Fernseherurteil.
00:29:36: Nach einer Lommenkontrollklage von Bundesabgeordneten der SPD gegen das Landesrundfunkgesetz von Niedersachsen entschied das Bundesverfassungsgericht Das duale Rundfunksystem ist rechtens und der Weg ist damit frei.
00:29:50: Halten wir fest, es wurde getrickst, geschimpft, gestritten doch das Ergebnis ist geblieben – das Privatfernsehen in Deutschland!
00:30:09: In der nächsten Folge von Setting for Freedom tut die Frutti und eine der ersten Kontroversen.
00:30:15: Wir sprechen mit Hugo Igon-Balter, Lilo Wanders und weiteren Gästen über diese legendäre Sendung und Erotik im TV.
00:30:22: Für
00:30:22: mich war Tutti Frutti eine absolute Satire von Anfang bis Ende.
00:30:49: Produziert von Tommy Krabbweis, Nico Krabbbweis und Tristan Lehmann.
00:30:53: Gesamtleitung Fajo, Luca Hirschfeldt und Tristan Lehmahn.
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