Zapping for Freedom #Trailer
Shownotes
Was wäre das Fernsehen ohne Talkshows, ohne Trash, ohne Blockbuster und ohne die ganz große Samstag-Abend-Unterhaltung? Richtig, langweiliger. Auch wenn es manches davon vielleicht schon in einer anderen Form gab - dass die TV-Landschaft so bunt wurde, wie wir sie heute kennen, verdanken wir der Programmgesellschaft für Kabel und Satellitenfunk (später SAT.1), die am 1. Januar 1984 die deutsche Medienlandschaft für immer verändert hat. Um Punkt 9:58 nahm sie aus einem improvisierten Kellerstudio in Ludwigshafen ihren Sendebetrieb auf, mit einer technischen Reichweite von 1.200 Haushalten mit Kabelfernsehempfang.
Trotz dieser bescheidenden Anfänge erreichte das private Fernsehen in Deutschland innerhalb kürzester Zeit bundesweit ein Millionenpublikum - und machten dem etablierten und mit Milliarden DM ausgestatteten öffentlich-rechtlichen Rundfunk schnell ernstzunehmenden Konkurrenz.
Die Programmverantwortlichen der Privaten schafften es in den 80ern, die Sehgewohnheiten der Deutschen für immer umzukrempeln. Die jungen Fernsehmacher:innen und Entertainer:innen hatten weitreichende Freiheiten und entwickelten mit nur geringen Mitteln innovative und neuartige TV-Formate, die in der Bunderepublik zum Tagesgespräch wurden. Die Sittenwächter echauffierten sich über „Tutti Frutti“, Tageszeitungen berichteten über Skandale auf dem „Heißen Stuhl“ und Jugendliche rotteten sich an den Wochenenden mit einem Bier in der Hand vor den Fernseher zusammen, um gemeinsam die Kult-Show „Alles nichts, oder?“ zu sehen. Die teils legendären Fernsehsendungen brannten sich quasi ins kollektive Gedächtnis einer ganzen Generation.
Unser Podcast „Zapping for Freedom“ lässt diese Pionierzeit des Free-TVs in acht Episoden wieder aufleben und wirft einen unterhaltsamen, informativen und auch leicht nostalgischen Blick hinter die Kulissen und die Stories der privaten Fernsehrevolution in Deutschland. Natürlich mit dabei: Stars und auch Macher:innen der ersten Stunde, wie unter anderem Hugo Egon Balder, Bastian Pastewka, Gaby Papenburg, Mike Carl, Jürgen Doetz oder Lilo Wanders, die uns mit teils nie zuvor erzählten Geschichten spannende und persönliche Einblicke gewähren.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Das war einfach eine geile Zeit.
00:00:06: Es war der erste Januar, und das Fernsehen in Deutschland war ein anderes.
00:00:13: Ein neues mit einem Gefühl von Freiheit und einem Schuss Anarchie.
00:00:17: Sag mal Hugo, könntest du dir vorstellen bei uns im Fernsehen eine Sendung zu machen die so beschissen ist dass du anschließend ne Torte in die Fresse krass?
00:00:26: Die achtziger Jahre.
00:00:27: Ein wunderbares Jahrzehnt!
00:00:28: Wir befinden uns in einer Zeit, in dem das Fernsehprogramm noch über die gute alte Hausantenne kam.
00:00:33: Doch das änderte sich bald und die TV-Programme schossen aus den Boden.
00:00:37: Satz eins RTL
00:00:39: pro sieben Und man darf den kleinen Sender Tele fünf nicht vergessen...
00:00:42: ...und es gab ersten Kontakt zu privatem Fernsehen.
00:00:45: Ich
00:00:45: vermute ist war wahrscheinlich tatsächlich Tutti Frutti weil das Aufsehen erregte.
00:00:50: wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der Pionierzeit des Privatfernsehens in Deutschland.
00:00:54: Mit unseren Gästen Hugo Egon-Baldar, Bastian Pasdewka, Lilo Wanders und vielen anderen sprechen wir über ihre Erlebnisse vor und hinter der Kamera.
00:01:02: Und was ihnen aus dieser Zeit im Gedächtnis geblieben ist.
00:01:05: Drei Sekunden Zeit!
00:01:06: Keine Gesten, keine Geräusche... Ruckzuck!
00:01:08: Zepping for freedom.
00:01:09: Die Fritivistory ist das neue Fire Original.
00:01:12: Also ich würde sagen dass das Privatfernsehen der neunziger Jahre als es gestartet ist den Laden ganz schön auf Vordermann gebracht hat in Deutschland.
00:01:19: Wir werfen die Zeitmaschine an Denn die Anfänge des Privatfernsins in den achtziger und neunziger Jahren
00:01:25: waren für mich die coolste Zeit
00:01:26: meines Lebens.
00:01:27: Bis so!
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