Inside 1860 #8 Nacht- und Nebelaktionen
Shownotes
Die Löwen sind wieder glücklich in Giesing – in dieser letzten Folge gehen wir der Frage nach, warum es mit dieser Rückkehr so lange gedauert hat. Warum haben die Löwen so lange in der Arena gespielt, obwohl viele Fans das gar nicht wollten? Wer hat sie immer wieder am Leben gehalten, und aus welchen Gründen? Wir suchen Antworten – und treffen dafür ein zweites Mal Uli Hoeneß.
Windige Manager, interne Machtkämpfe und der Wirtschaftskrimi um die Allianz Arena: Zwei Sportjournalisten der SZ klären in diesem Doku-Podcast, wer schuld an der Misere des TSV 1860 München ist.
„Inside 1860 - die Löwen, die Arena und das Geld“ ist ein FYEO-Original produziert von der Süddeutschen Zeitung.
Moderation und Redaktion: Markus Schäflein und Philipp Schneider
Autoren: Justin Patchett und Laura Terberl
Mitarbeit: Moritz Eder
Produktion, Sounddesign und Regie: Carlo Sarsky und Justin Patchett
Teamleitung: Laura Terberl
Redaktion FYEO: Isabel Lübbert-Rein und Tristan Lehmann
Gesamtleitung FYEO: Luca Hirschfeld und Tristan Lehmann.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Bisher bei Insight-Achzenhundertsechzig.
00:00:08: Also, Sechzig hätte sich nie in die Allianz-Erwähne reinbegeben dürfen auf Augenhöhe mit Bayern.
00:00:14: Ich kann nur das alte Beispiel bringen wenn Milliardär und Nachratsfirmenfänger sagen wir ziehen zusammen und der Milliardäre sagt ich hab da was!
00:00:21: Und ich konnte dann mit der Zeit dieses ewige Gesülze vom Potenzial der Löwen und überhaupt konnte ich auch nicht mehr hören weil Fakt war dass wir permanent an der Pleite herumgeschraubt sind mit Investor oder ohne Investor.
00:00:36: Und wir haben es können Walder starten, das ist klein und schnuckelig.
00:00:39: Aber ich muss sagen, ich fühle mich jetzt wohler wie vor drei Jahren
00:00:43: oder vor vier
00:00:43: Jahren.".
00:00:51: Markus und Ich wollten ja in dieser Audiodoku herausfinden wer daran Schuld ist dass die Löwen so tief abgestürzt sind – nämlich von der Bundesliga bis runter in die Regionalliga.
00:01:11: Die Leute, die die Vereinbarungen rund um die Allianz Arena getroffen haben – die sind schuld.
00:01:17: Denn alle Probleme der sprunghafte Investor, die fehlende sportliche Perspektive, das zu oft wechselnde Management all diese Probleme haben ja damit begonnen dass der Verein nie genug Geld hatte und das lag eben an der Allianzarena, die Sechzig einfach finanziell überfordert hat!
00:01:34: Denn als die Arena fertig war waren die Löwen ja in die zweite Liga abgestiegen Und der Betrieb des neuen Stadions hat sich dann überhaupt nicht mehr gelohnt.
00:01:47: Die Allianz Arena hat den Verein also nicht wie gehofft in ganz neues Ferien katapultiert, sondern war von Anfang an ein Klotz am Bein.
00:01:55: Das hat uns ja vor allem Franz Margit sehr eindrucksvoll geschildert, der zu der Zeit Vize-Präsident bei Sechzig war.
00:02:02: Wir kamen aus der Arena nicht raus.
00:02:04: Wir kommen aus der zweiten Liga nicht raus.
00:02:07: die Verschuldung ist gestiegen alle Versuche Aufzusteigen in die erste Liga.
00:02:14: Ich habe fünf Trainer erlebt, alle Versuche sind gescheitert.
00:02:18: Wir waren während meiner ganzen Amtszeit in der zweiten Liga gefangen.
00:02:22: So hab ich das empfunden.
00:02:24: diese Situation Ja für ja war eine frustrierende Saison
00:02:30: Und dass ist ja vor allem deshalb so frustrieren und tragisch weil viele der Löwen Fans die Allianz Arena überhaupt nicht toll fanden.
00:02:36: Viele Fans waren ja dann erst sehr viel glücklicher, als die Mannschaft endlich wieder im verransten Grünwalder Stadion spielen durfte.
00:02:44: Dabei hat uns ja Uli Hoeneß vom FC Bayern noch ganz zu Beginn unserer Doku bei unserem Interview im Herbst-Zwanzig das hier erzählt.
00:02:53: Das was die Sechziger heute als ihren Untergang bezeichnen war in Wahrheit ihre alleraller größte Chance wenn sie die richtig genutzt haben.
00:03:03: So aber woran lag es denn?
00:03:05: dass die Löwen diese riesige Chance nicht nutzen konnten.
00:03:09: Dieser Frage gehen wir in unserer letzten Folge nach und die Antwort führt uns, so viel sei verraten auch wieder zurück zum FC Bayern!
00:03:18: Und zu Uli Hoeneß.
00:03:20: Und schon mal als kleine Vorwarnung – Wir müssen dafür nochmal ein paar Dinge aus den früheren Folgen wiederholen damit die Zusammenhänge klar werden Denn InSight-Achzehnundsechzig ist ein Puzzle mit reichlich Teilen Und jetzt fügen wir sie zusammen zu einem großen, bunten Bild.
00:03:37: Mit einem am Ende schreiend überraschenden Detail!
00:03:43: Das ist Inside-Achzehnhundertsechzig Die Löwen die Arena und das Geld Ein FireOriginal von der Süddeutschen Zeitung mit mir Markus Schäfflein
00:03:55: und mit mir Philipp Schneider
00:03:57: Folge Acht Nacht & Nebelaktionen.
00:04:12: Wenn wir uns jetzt also die Frage stellen Wer für den Bau der Allianz Arena verantwortlich war, dann sind wir natürlich sehr schnell bei Karl-Heinz Wildmoser.
00:04:21: Also bei dem Löwenpräsidenten, der damals überhaupt entschieden hat das Sechzig beim neuen Stadion mit dabei sein muss.
00:04:29: und es gibt da eine Begründung die wir sehr oft gehört haben.
00:04:33: Wildmosa, der war einfach größenwahnsinnig und hat sich und den Verein mit dem Bau überschätzt.
00:04:39: Einfach weil er auf Augenhöhe mit dem FC Bayern sein wollte.
00:04:44: Auch Christian Ude, der damals Oberbürgermeister in München war und im Aufsichtsrat der Löwen saß, sagt heute, dass ihm damals auch schon klar war, das die Allianz Arena vielleicht eine Nummer zu groß für Sechzig war.
00:04:56: Es gab sogar aufsichtsratsitzungen wo ich gewarnt habe übernehmt euch nicht finanziell aber das galt als die Fetismus.
00:05:05: Okay also es ist offenbar tatsächlich so immer wenn Christian UDe was ganz besonders Bedeutsames sagt dann läuten bei ihm in der Nachbarschaft die Glocken.
00:05:13: Die Frage ist jetzt also, wieso hat das Ganze niemand verhindert?
00:05:18: Wieso haben die Stadt und der FC Bayern dabei mitgemacht wenn es ihnen doch klar war dass es mit sechzig nichts werden kann.
00:05:25: Wir erinnern uns – Das lag an den Subventionen für die Arena darum ging's ja schon in Folge drei!
00:05:31: Die schöne Allianz Arena für die WM durfte nur subventioniert werden wenn davon auch beide Münchner Vereine profitieren weil das sonst unfairer Wettbewerb wäre und gegen EU-Recht verstoßen würde.
00:05:44: Erhöhnnis meinte immer, das sei eine Bosheit von mir gewesen.
00:05:48: Dass die Löwen mit ins Boot müssen.
00:05:50: dabei war es ein hilfreicher Weg.
00:05:53: Die Verkehrsanbindung ging um zweihundert Millionen.
00:05:56: nicht glaube mark Das erbringen zu können ohne gegen EU Recht zu verstoßen.
00:06:03: Ja kristen uder hat da sogar noch deutlich untertrieben.
00:06:05: Es waren nämlich tatsächlich nicht zweihundert millionen mark Sondern über zweihundert millionen euro.
00:06:11: Also damals saß so aus als ob das ein Geschäft zu Wildmosers Vorteil wäre.
00:06:17: Sein Verein bekommt jetzt die riesengroße Chance, ganz oben mitzuspielen weil die Stadt und der FC Bayern ihn mitspielen lassen müssen.
00:06:26: Ja aber Rückblick muss man sagen dass dieses Spielfeld von dem du sprichst Das war für Wildmoser und die Löwen eben viel zu groß Und weil man ihn mitmachen lassen musste also Wildmosa hat man bei den maroden Finanzen der Löwen zwei Augen zugedrückt und den Verein dieses total unüberschaubare Risiko eingehen lassen.
00:06:46: Und auch wenn Uli Hoeneß am Anfang überhaupt nicht davon begeistert war, er dann doch eingesehen dass sich dem FC Bayern trotzdem dabei helfen kann diese Arena zu bauen.
00:06:57: Um ehrlich zu sein ganz am Anfang Aus wirtschaftlichen Gründen hat jeder von uns gedacht, naja für die Refinanzierung ist es auch vielleicht besser wenn da zwei Mannschaften spielen dann hast du alle Woche ein Spiel.
00:07:11: Dann hast du zwei Leute die das schültern.
00:07:16: Uns hat's mal jemand so erzählt okay Wildmosa war vielleicht besoffen vom Erfolg den er und Werner Lorrand damals gemeinsam hatten.
00:07:24: aber der FC Bayern also auch Uli Hoeneß Also insbesondere Christian Ude, haben dem Wildmoser einen Schnaps nach dem anderen nachgeschenkt.
00:07:35: Vielleicht wäre damals alles besser gelaufen wenn sich beide Vereine nicht fünfzig-fünfzig an der Stadion GmbH beteiligt hätten sondern eher sagen wir siebzigdreißig die Löwen also als Juniorpartner.
00:07:46: das wäre ein weitaus geringeres Risiko für sechzig gewesen.
00:07:50: auch Hönes hat uns das erzählt als wir im Herbst mit ihm über Karl-Heinz Wildmoser gesprochen haben.
00:07:56: Ich war natürlich ein Geschäftsmann, der wusste was er wollte und bei mir hat er dann eben verloren weil er nicht erkannt hat dass er die Chance war.
00:08:05: Die Anzarenna, die hat er versaut.
00:08:08: Hat er dem Verein Dinge aufgebildet, die er nicht geschafft hat Und wir haben ihn dazu gar nicht getränkt.
00:08:14: Er hat das immer verlangt ich.
00:08:16: Wir haben dieselben Frechte und die selten Pflichten.
00:08:22: Hönes sagt Eine Junior-Partnerschaft wäre zwar weit aus besser gewesen für die Löwen, aber das hätten die Fans Wildmoser niemals durchgehen lassen.
00:08:30: Aber dann ist man ja ein Juniorpartner und das wollte ja keiner warten!
00:08:35: Was glauben Sie, was ich sechs Jahre mit Ihrem Präsidenten gemacht hätte?
00:08:38: Wenn er als Junior Partner ... Nee, das wär nicht gut gegangen.
00:08:43: Das war schon klar.
00:08:44: Entweder stiftig, fifftig oder
00:08:45: nicht.".
00:08:48: Also kann man natürlich sagen dass Wildmos hier schon eine gewisse Verantwortung trägt Aber man muss auch sehen, dass er natürlich sehr unter Druck stand und zwar von Seiten der Politik vor allem.
00:08:59: Und man muss hier noch mal anerkennen das der Aufstieg in den neunziger Jahren ohne Wildmosa ja nie passiert wäre.
00:09:09: Aber uns ist es auf jeden Fall so einfach zu sagen, dass der größten wahnsinnige Wildmoser an allem Schuld sein soll was in den letzten zwanzig Jahren bei Sechzig passiert ist.
00:09:20: Genauso wie diese Geschichte zu einfach ist, dass es nur an diesem verschossenen Elfmeter lag Also daran, dass der Spieler Francis Chiojo, der mit seinem verschossenen Elfmeter in den Abstieg von Sechzig in die zweite Liga besiegelt hat, schuld an der ganzen Misere ist.
00:09:37: Eine Sache bei der wir der gleichen Meinungs sind wie Uli
00:09:39: Hoeneß.".
00:09:56: dafür entscheidend ist, ob ein Verein Blende geht oder nicht.
00:09:59: Da muss schon vorher viel passiert sein.
00:10:01: Da müssen viele elf Meter verschossen worden sein
00:10:04: um
00:10:04: von dem einen dann nachher abhängig zu sein.
00:10:07: Das ist doch völlig klar!
00:10:08: Das war jetzt nur... das
00:10:09: sind so diese Ärmenmärchen die gerne erzählt werden aber Die haben mit der Realität nichts zu tun.
00:10:14: Nein,
00:10:16: die Geschichte muss ja sein, dass Sechzig hätte nicht absteigen dürfen oder hätte schnell wieder zurückkehren müssen dann in die Bundesliga ... Hätte
00:10:22: sind so viele Kondomkliffe!
00:10:23: Sechzig hat im diesen Jahren katastrophal gearbeitet wirtschaftlich und damit auch sportlich Und deswegen sind sie dahin gekommen wo sie waren.
00:10:38: Tja da sind wir alle so Träumer sagt der Hönes.
00:10:41: Dabei sind wir überhaupt keine Träume.
00:10:42: Wir sagen doch überhaupt nicht das es so war Dass alles an einem verschossenen Elfmeter lag.
00:10:47: Auch Markus und ich sagen klipp und klar, ja die Löwen haben tatsächlich katastrophal gearbeitet.
00:10:54: Und das kann man überhaupt nicht leugnen!
00:10:56: Allein die vielen Spielertransfers unter Wildmosa wurden ja auf Pump finanziert – mit ihnen hat sich der Verein immer weiter verschuldet.
00:11:04: Allerdings gibt es zwei Jahre nach dem verschossenen Elfmeter von Francis Cuyo noch eine Situation bei Sechzig, bei der man das Ruder nochmal hätte rumreißen können….
00:11:18: Und zwar, als die Löwen in der viel zu großen Arena knallauffall auf die Insolvenz zu steuern weil dieses Stadion eben viel zu teuer für sie ist.
00:11:28: Aber ihnen gehören ja immer noch fünfzig Prozent an dieser schicken neuen Arena.
00:11:33: Das wäre die Chance für sechzig gewesen wenn damals ein Investor eingestiegen wäre.
00:11:39: Der hätte soviel Geld in den Vereinen schießen können dass Sechzig wieder in die erste Liga aufgestiegen wär und sich das große Stadium wieder gelohnt hätte.
00:11:48: Und wenn die Schulden für diese Arena abbezahlt worden wären, hätte der Investor mit den Löwen irgendwann ja auch richtig gutes Geld verdienen können.
00:11:56: Das hat uns ja auch Robert Schäfer, der später dann Geschäftsführer bei Sechzig wird in Folge fünf genau so erzählt.
00:12:03: Aber dass in dem Moment kein Investor eingestiegen ist – das ist für mich unerklärlich!
00:12:08: Weil du hättest mit dem Marktführer in Europa einen Stahlung geteilt?
00:12:18: Absolut sicheres Ding.
00:12:21: Diese Anteile kannst du zusehen, wie die mehr wert werden und du hast immer einen Partner der das sozusagen weiter entwickelt und weiter nach vorne gebracht hätte plus ein Verein an einem der tollste Standorte in Deutschland.
00:12:34: warum da keiner eingestiegen ist um das nicht möglich gemacht hat?
00:12:38: dass es mir bis heute im Rätsel?
00:12:39: stattdessen haben die Löwen die Anteilen am Stadion verkauft Und das ist eine Szene in der Löwengeschichte, die wir uns doch noch mal genauer anschauen müssen.
00:12:50: Weil Sechzig – also wie Robert Schäfer uns das gerade erklärt hat – in Wahrheit in eben diesem Moment, also erst im Jahr zwei Tausendsechs den alles entscheidenden Elfmeter verschossen hat!
00:13:00: Nicht der Fußballer Francis Cuyo hat also den wichtigen Ball neben das Tor geschossen sondern der Geschäftsführer Stefan Ziffer.
00:13:10: Der Kauf dieser Anteile – das war vermutlich tatsächlich der beste Transfer den der FC Bayern jemals gemacht hat.
00:13:17: Ja, also noch besser als die Verpflichtung von Gerd Müller – kleines dickes Müller dem Bomber der Nation!
00:13:23: Der wechselte ja bekanntlich in den letzten Jahren vom TSV Nördling zum FC Bayern für eine Ablöse von Achtung, D-Mark.
00:13:35: Tja und jetzt wechselt die halbe Allianz Arena für gerade mal elf Millionen Euro zum FC Bayern.
00:13:42: Zugegeben mit all ihren Schulden, die sie damals noch drücken….
00:13:45: Und nochmal zur Erinnerung, das war ja noch nicht mal das Hauptproblem.
00:13:49: Gleichzeitig vereinbart der Geschäftsführer Stefan Ziftzer nämlich einen Mietvertrag für die Löwen, der sie komplett überlasten wird mit zunächst über Sieben Millionen Euro Zahlungen pro Jahr später dann mit über fünf Millionen.
00:14:03: Diese Miet Verträge sind übrigens so schlecht dass ein späterer Geschäftsführer von Sechzig deshalb sogar vor Gericht sieht und sie als Sittenwidrig bezeichnet.
00:14:12: Das Gericht gibt's zwar zu, dass die Verträge wirklich nicht besonders vorteilhaft für Sechzig waren.
00:14:17: Aber nach langem Hin und Her wird entschieden, das daran Sechzig einfach selber schuld sei weil sie den Vertrag ja schließlich unterschrieben haben.
00:14:25: Präzise!
00:14:26: Achtzehnhundertsechzig in Person von Geschäftsführer Zivza
00:14:32: Und in Folge vier haben wir ja auch schon drüber gesprochen wie Zivsa den Verkauf damals und heute verteidigt hat.
00:14:39: Er sagt ja es ging nicht anders.
00:14:43: Fakt ist Die Bayern hatten damals ein Vorkaufsrecht und es gab keine anderen Interessenten.
00:14:50: Und zu diesem Zeitpunkt auch kein anderes geeignetes Stadion in München, in das die Löwen hätten umziehen können.
00:14:56: Und Ziftser stand auch wirklich unter Zeitdruck!
00:14:58: Er hatte am Ende ja nur einen Wochenende Zeit, um die Insolvenz zu verhindern.
00:15:03: Na ja Philipp, das stimmt aber das Argument mit der fehlenden Zeit muss man trotzdem bisschen anders betrachten.
00:15:08: Ziffer hatte danach nämlich vier Jahre lang die Chance einen Investor zu finden, weil im Kaufvertrag Jan Rückkaufsrecht eingebaut war.
00:15:17: Dadurch dass er der Verkaufspreis für die Arena-Anteile relativ gering war – eben diese elf Millionen Euro – wäre es ja auch möglich gewesen sich die Anteile dann relativ günstig zurückzuholen und die Option lief ja bis zum Jahr zwei Tausendzehn.
00:15:31: Ziffer hätte jetzt also in aller Ruhe nach einem Investor suchen können!
00:15:35: Aber statt in aller Ruhe nach einem Investor zu suchen, verkauft er Zwei-Tausend Acht Seelen ruhig auch noch das Rückkaufsrecht an den FC Bayern.
00:15:44: Weil – so hat es uns CIFZer erklärt – ihn der FC Bayern darum gebeten hätte!
00:15:49: Uli Hoeneß sagt damals der SZ, dass der FC Bayern der Meinung ist, das Sechzig ohnehin nicht die Summe aufbringen kann um wieder als gleichwertiger Partner einzusteigen….
00:15:58: Und deswegen wäre es, so sagte er es, klug von Sechzig die Sache früh zu regeln damit sie diesen finanziellen Klotz also die Arena endlich weg haben.
00:16:08: Ja und noch was gibt Hönes damals zu!
00:16:11: Für die Bayern hatte der Deal unübersehbare Vorteile.
00:16:15: dem Club gehörte die Arena danach endgültig alleine.
00:16:19: Er konnte von Sechszig Miete verlangen und er konnte zwei Jahre früher Umschuldungsmaßnahmen durchführen.
00:16:25: Ja, diese Umschuldungsmaßnahmen sind ein ganz wesentlicher Punkt.
00:16:29: Die Bayern konnten nämlich als alleinige Arena-Besitzer wesentlich bessere Zinskonditionen bei den Banken aushandeln und die Miete von Sechzig kam nun als zusätzliche Sicherheit dazu.
00:16:40: Dass die Bayern also ein ziemlich großes Interesse an der Übernahme der Rückkaufoption hatten – das wusste Zivza ganz genau!
00:16:46: Das hat er uns einmal selbst erzählt….
00:16:49: Aber warum er dieses Wissen nicht besser nutzen konnte?
00:16:52: Keine Ahnung... Jedenfalls verkaufte er auch die Rückkaufoption für gerade mal eins Komma zwei Millionen Euro.
00:17:01: Er argumentiert noch heute, das Ding sei ja eigentlich gar nichts wert gewesen weil Sechzig es eben nie hätte nutzen können aber er hatte ja auch schon vorher argumentiert Die Arena Anteile wären eigentlich gar Nichts Wert.
00:17:13: Ziffer konnte also schon wieder etwas Verkaufen was Nichts wert war.
00:17:17: so etwas beschleunigt natürlich den Verkauf
00:17:19: Ja und Es hält ihn halt bei sechzig.
00:17:21: Auch Niemand Auf Wieder der Aufsichtsrat noch der damalige Präsident Albrecht von Linde.
00:17:29: Der sagt damals, was im Nachhinein schon ziemlich lustig ist... Es müsste schon ein Ölscheich kommen und uns helfen!
00:17:36: Ja und wer jetzt denkt so blöd können die doch gar nicht sein im Aufsichtsrat bei Achtzehnsechzig dass sie diesen furchtbaren Deal einfach durchwinken?
00:17:43: Doch wir hören mal rein wie mit welchen Argumenten sich der Vorsitzende des Gremiums damals stark dafür machte das Ziffer der neue Geschäftsführer werden sollte.
00:17:53: Sepp Hils heißt der und er war im April, zu Besuch bei Blick Punkt Sport.
00:17:58: Wie sähe denn eine weitere Lösung aus?
00:18:01: Könnte der
00:18:01: FC Bayern Anteile übernehmen?
00:18:04: Da gibt es ja so viele Möglichkeiten und die werden wir jetzt ausdiskutiert zwischen dem Herrn Hopfnern und den Herrn Ziftzer.
00:18:14: Und da haben wir einen sehr guten Mann an Land gezogen mit ihm sehr zufrieden sein wird, wenn das zustande kommt.
00:18:26: Der FC Bayern wird mit dem Herrn Zifzer sehr zufrieden sein.
00:18:31: Da hatte der Sepp Hilsrecht – das muss man ihm lassen!
00:18:34: Und als dann in den letzten Jahren auch der zweite Deal mit dem Rückkaufsrecht eingetütet ist, was macht Zifter?
00:18:42: Er benimmt sich bei einer Pressekonferenz dermaßen daneben, dass er zwangsläufig direkt rausgeschmissen wird.
00:18:53: Erstmal muss ich schon fragen, hat Stefan Zivzer damals vielleicht seinen Rauswurf absichtlich provoziert?
00:18:59: Weil er keine Lust mehr auf Sechzig hatte oder weil sein Job eh schon erledigt war.
00:19:04: Ja und man fragt sich im Nachhinein auch, hat Stephan Zivser da wirklich die Interessen von Sechzig vertreten... ...oder nicht vielmehr die vom FC Bayern?
00:19:12: Auch der frühere Münchener Oberbürgermeister Ude ist was Zivsa angeht ziemlich skeptisch!
00:19:17: Und zwar aus einem ganz speziellen Grund.
00:19:20: Bei Ziftzer wusste ich mit nie, welche Interessen er gerade mit Nachdruck verfolgt.
00:19:26: Er hat ja früher für Kirch gearbeitet und hat da auch diesen speziellen...
00:19:30: Das reichte schon zu einem gewissen Grundmisstrauen.
00:19:35: Ich habe mit Ziftzern nie ein vertrauensvolles Verhältnis gehabt anders als mit fast allen Mitgliedern des Aufsichtsrats damals.
00:19:44: Stefan Ziftser hat früher für die Kirchgruppe gearbeitet.
00:19:47: Das war ein Münchner Medienunternehmen und in dieser Funktion hatte er schon mal mit dem FC Bayern zu tun, und zwar folgendermaßen.
00:19:56: Zu dieser Kirchgruppe gehörten damals die Sender Sat-Eins und Premiere World – und die haben neunundneinzig den Zuschlag für die TV-Vermarktung der Bundesliga bekommen.
00:20:07: Dafür haben die Bundesligisten jeweils ungefähr vier Millionen Euro pro Saison gekriegt plus entsprechende Prämien je nach Tabellenplatz.
00:20:14: Das Manager-Magazin hat aber, dass die Kirchgruppe mit dem FC Bayern zusätzlich einen Geheimvertrag abgeschlossen hat.
00:20:23: Der FC Bayern kassiert damals zweiundvierzig Millionen Mark für eine exklusive Zusammenarbeit wie es darin heißt
00:20:31: und dieser Geheim Vertrag liegt uns bei der SZ vor.
00:20:34: Er wurde unter anderem unterschrieben von Karl Hopfner, Stefan Ziffzer.
00:20:47: Dieser Deal war jetzt nicht illegal, er war einfach nur geheim aber er war natürlich extrem schlecht für die anderen Bundesliga-Vereine und als das rauskam hat es natürlich ziemlich geschäppert.
00:20:59: Ziffer wollte den Deal zu der Zeit nicht kommentieren auch später nicht.
00:21:03: Wir haben ihn während der Recherchen für diese AudioDoco ein paar Mal kontaktiert.
00:21:07: Er wollte sich aber nicht vor's Mikro bewegen.
00:21:10: Er meint Es sei zu der ganzen Thematik alles gesagt.
00:21:17: Angeblich hat der FC Bayern damals gedroht, aus der Zentralvermarktung für die TV-Rechte komplett auszusteigen und hat so Druck auf die Kirchgruppe gemacht.
00:21:26: Und die zweiundvierzig Millionen haben die Bayern von Kirch dann dafür kassiert, dass sie eben doch in der Zentralfermarktung geblieben sind.
00:21:34: Ziffern und den FC Bayern hatten also schon eine gemeinsame Leiche im Keller!
00:21:40: Dann treffen Sie sich Jahre später wieder um diesen Anteilsverkauf abzuwickeln – ein Verkauf mit Folgen Und die waren für sechzig ziemlich ungünstig und für den FC Bayern geradezu fantastisch.
00:21:55: Bei unserem ersten Interview im Herbst wollte Hünnes gar nicht viel sagen zu Zivzern, aber je länger Markus und ich nochmal unsere früheren Recherchen zum Thema zusammengetragen haben – auch noch mal mit so vielen Menschen darüber geredet haben, desto klarer ist uns geworden – das ist eigentlich ein völlig zentraler Punkt!
00:22:12: Was ist da gelaufen zwischen dem FC Bayern und Stefan Zivzer?
00:22:17: Und deshalb fragen wir Uli Hönes ganz am Ende unserer Recherche noch ein zweites Mal für den Interview an, weil bei uns doch noch Fragen offen sind.
00:22:29: Und der FC Bayern hat gerade verkündet, dass er von aller Welt heiß umworbene Julian Nagelsmann als Trainer kommen wird.
00:23:15: Alle Fenster auf, keine Erozole.
00:23:18: Nein die ziehen direkt hier raus zum Boateng.
00:23:22: Ist der da unten?
00:23:24: Der läuft, fleißig ist seine Kreise ja also.
00:23:29: Ja also wir haben schon gehört sie haben nicht viel Zeit deswegen
00:23:32: kommen wir vielleicht an.
00:23:35: Aber
00:23:36: trotzdem beeilen wir uns natürlich und bringen Hoeneß erst mal auf Stand.
00:23:39: was seit unserem letzten Gespräch so passiert ist Das ist ja so.
00:23:44: Wir haben jetzt eine kleine Zeitreise gemacht, seit wir uns zuletzt getroffen hatten und haben dann wirklich Gott und die Welt getroffen und verschiedenste Leute und sind mit unserer Recherche halt ein bisschen
00:23:53: weiter.".
00:23:54: Und jetzt wollen wir natürlich von Hönes wissen wie groß Ziftsers Verbindungen zum FC Bayern sind!
00:24:00: Und Hönis sagt nach diesen Verhandlungen rund um den Geheimvertrag hatten sie zunächst nichts mehr miteinander zu tun.
00:24:10: in Zusammenhang mit den Fernsehverhandlungen bei Kirch.
00:24:15: Mh,
00:24:16: neunneinzig?
00:24:16: Genau!
00:24:17: Da habe ich ihn aber ein-zwei Mal getroffen ohne ihn näher kennenzulernen.
00:24:22: Ich hab ihn auch nie privat getroffen, sondern das war rein Geschäfte und als die Kirchgeschichte erledigt war haben wir uns aus dem Auge verloren.
00:24:30: Ja, das mag durchaus so sein... Aber Hönes gibt auch zu dass es schon absolut hilfreich war, dass man sich kannte als man dann im Jahr war, den Anteilsverkauf verhandelt hat.
00:24:41: Der Karl Hofner und der Zifter kannten sich natürlich auch.
00:24:45: Und deswegen war sie sehr hilfreich, diese Tag- und Nacht- oder Nibbelaktion über die Feiertage zu machen.
00:24:54: Ich kann mich noch genauer erinnern, dass entweder was vor Ostern oder vor Pfingst.
00:24:58: Weil ich weiß es waren Montag dabei, Ostermontag oder Pfingsmontag ... Wir waren eigentlich ziemlich verzweifelt, weil der Ziffer damals gesagt hat also wenn wir jetzt keine Lösungen finden dann muss ich Dienstag zum Insolvenzgericht.
00:25:14: Weil ich mich so straff habe.
00:25:16: Und deswegen haben die dann eine Langzeitwochennende verbracht und genau die haben dann die Lösung gefunden, die dann schlussendlich doch dazu geführt hat dass sich weiter spielen
00:25:29: konnte.
00:25:30: Ja, mit dieser Nacht- und Nebelaktion meint Hönes die extrem kurzen Verhandlungen zwischen Zivzer und Karl Hopfner vor dem Anteilsverkauf.
00:25:38: Aber als sie schon mal so miteinander sprachen, einigten Sie sich noch auf etwas anderes!
00:25:44: Zivzers Vertrag sollte – auf Druck des FC Bayern bei Sechzig verlängert werden.
00:25:49: So hat es uns der ehemalige Aufsichtsrat Christian Wagershauser erzählt.
00:25:53: Und zusätzlich würde festgeschrieben, dass er als Geschäftsführer von Sechzig nicht einfach so entlasten werden darf sondern nur aus wichtigem Grund.
00:26:02: Warum also hat der Geschäftsführer von Sechzig eine Klausel in seinem Vertrag, die besagt dass er ohne triftigen Grund nicht entlassen werden konnte?
00:26:14: Eine Erklärung, die sich aufdrängt.
00:26:17: so verzifft seit der garantierte Ansprechpartner für mögliche fremde Investoren.
00:26:24: Bei den Recherchen für diese Audio-Doku wurde uns immer wieder erzählt Ziffer seit damals von Vereinsfunktionären mehrfach aufgefordert worden, einen Investor für den Rückkauf der Arena-Anteile zu finden.
00:26:36: Aber er habe es einfach nie gemacht und wegen dieser Klausel muss er jetzt trotzdem nicht befürchten dass herausgeworfen
00:26:46: wird.".
00:26:49: Aber man muss auch fair sein!
00:26:50: Dass es diese Klauseln gab lässt sich natürlich noch ganz anders begründen.
00:26:55: Der FC Bayern hat in den Verhandlungen rund um den Kauf der Arena-Anteile darauf bestanden, weil er so sicherstellen wollte, dass er einen gleichbleibenden Geschäftsführer als Ansprechpartner bei den Löwen haben wird.
00:27:07: Was beim ständigen Heier und Feier bei Sechzig ja sogar sehr gut nachzuvollziehen war!
00:27:12: An die Klausel kann sich Hönes gar nicht mehr so genau erinnern – dann aber fällt es ihm plötzlich wieder ein….
00:27:18: Und diese rote Klauseln im Vertrag eines blauen Geschäftsförers findet Hönnes jetzt auch ziemlich interessant... Na ja, das war ein Art Vertrauenskraut.
00:27:25: Ach
00:27:27: in den Vereinbarungen mit dem Stadionhilfe oder wie?
00:27:31: Ja
00:27:31: also als der Zivzer dann Geschäftsführer wurde und dann sozusagen mit dem Hopfner den Deal getroffen hat... Okay!
00:27:36: ...und dann anschließend man konnte...
00:27:37: Hat es sich gut verhandelt mit seinen Leuten?
00:27:41: Nein aber aus FC Bayern Sicht war das natürlich der Grund, man wollte mal einen Ansprechpartner auf der anderen Seite haben.
00:27:46: Der Vereine einen indem er einigermaßen vertraut.
00:27:49: Das ist ja auch wichtig.
00:27:50: So wie ich jetzt noch außer Distanz weiß, der einfach vertrauenswürdig war dass er das unter dem Geschäftsbetrieb sieht und nicht versucht hier auch dann vielleicht Politik zu machen.
00:28:04: Deswegen ist er hier im Hause wohlgelegt nicht weil da irgendwelche Dinge gelaufen sind sondern weil man sich auf seinen Wort verlassen konnte und weil nicht alles am nächsten Tag in irgendeiner Zeitung stand.
00:28:15: Ja,
00:28:15: aber das führt dann trotzdem dazu.
00:28:16: Dass die Sechzig-Fans denken, der wär ein U-Boot gewesen?
00:28:19: Ein U-Boot des FC Bayerns!
00:28:20: Wir haben damit nichts zu tun, denn die Einstellung des Herrn Ziftser bei den Achtzehnundzechsig... Das wird man uns ja wohl abnehmen und die hat nicht der FC Bayern veranlasst.
00:28:30: Das haben sie schon selbst gemacht.
00:28:32: Und ich bin tot sicher dass keiner von uns vorher überhaupt wusste, dass der Herr Ziptser mit den Aachzehnhundertsechsig verhandelt.
00:28:39: Der ist dann frühestens aufgetaucht als bekannt war, dass er Geschäftsführer war und dann natürlich als diese Dinge auseinanderdividiert wurden.
00:28:47: Auch damit hat Hönes natürlich völlig recht, für die Personalpolitik ist sechzig Jahre Gottes immer selbst verantwortlich.
00:28:55: Genau die war bei den Löwen ja fast immer das Hauptproblem!
00:28:59: Und wir haben eben auch schon Seb Hilz gehört, den Aufsichtsratschef der sicher gefreut hat dass sich der FC Bayern freut, dass Stefan Ziftser kommt.
00:29:09: Aber heute dreizehn Jahre nach seiner Zeit arbeitet Stefan Ziftzer für den FC Bayern.
00:29:17: Und zwar in der Abteilung der Basketballer der Bayern, die er neben dem privaten Golfen uns sonnieren eine der ganz großen Leidenschaften ist von Uli Hoeneß.
00:29:25: und bei den Basketballern ist Ziftzert zuständig fürs Sponsorenverträge.
00:29:30: Der arbeit jetzt wieder beim FC Bayern?
00:29:33: Ja so als in beratender Funktion in der Basketballabteilung.
00:29:36: Der ist ja schon Rentner, ein bisschen älter, macht das
00:29:39: auch richtig Spaß!
00:29:40: Den hat ja unser Wirtschaftsrufer, der den offensichtlich von früher gekannt hat als einer unserer Leute.
00:29:45: Der ist Samiento eine Marketing-Mann, weil er glaube ich das Arbe seines Großvaters antreten will in Australien.
00:29:56: Hat er uns leider kurzfristig verlassen und dann ... Und dann haben unsere Leute, der Wirtschaftsruhe hat den da hergebracht.
00:30:09: Der bereitet die
00:30:09: jetzt.".
00:30:10: Na ja mir ist er im Gespräch tatsächlich rausgerutscht?
00:30:12: Da hab ich gesagt dass Zivzer schon wieder für den FC Bayern arbeitet!
00:30:15: Ich meinte natürlich erstmalig.
00:30:18: Beim Verkauf der Arena-Anteile hatte er offiziell für sechzig und somit eigentlich gegen den FC Bayern gearbeitet.
00:30:24: Aber Uli Hoeneß ist mein Versprecher offenbar gar nicht so aufgefallen und natürlich lässt sich ein Engagement von Zivza damals wie heute auch einfach damit begründen, dass er einen seit Jahrzehnten erwiesener Fachmann für den Sport in Großraum München ist.
00:30:39: Okay fassen wir es nochmal zusammen!
00:30:40: Man kann also jetzt nicht eindeutig sagen ob Zivsa die Interessen von Sechzig wirklich vertreten hat oder nicht, warum er möglicherweise schlecht verhandelt hat und ob er sogar ein sogenanntes U-Boot des FC Bayern war?
00:30:54: Was man aber auf jeden Fall sagen kann, da war also ein Geschäftsführer der vorher mit dem FC Bayern gemeinsam kooperiert hat bei diesem Kirchtil und der bewirbt sich jetzt als Geschäftsführer von Sechzig.
00:31:08: Hätte ihm persönlich eigentlich klar sein müssen dass das Ganze schon Geschmäckle hat und in Aufsichtsräten von Sechszig die ihn eingestellt haben den hätte es auf jeden fall erst recht klar sein.
00:31:18: Es ist ja damals schon deutschlandweit bekannt gewesen, dass Ziffer und der FC Bayern sich von diesem Kirchdiel kannten.
00:31:27: Und jetzt soll Ziffer seinen Job machen in dem er eigentlich das Beste gegen den FC Bayern rauszuholen hat?
00:31:34: Und sagen kann man auch, Ziffer hätte vielleicht nicht viele Jahre später noch mal einen Job beim FC Bayern annehmen dürfen.
00:31:40: Durch all diese Sachen ergeben sich natürlich von selbst viele Theorien – das ist ja klar!
00:31:46: Er sieht es noch immer vor allem so, dass der FC Bayern die Löwen damals vor der Insolvenz bewahrt hat.
00:31:52: Und er hat wenig Verständnis für die Kritiker, die sagen das die Kaufsumme viel zu niedrig gewesen sei.
00:31:58: Aber die behaupten auch... Dass wir zu wenig Geld bezahlt hätten?
00:32:01: Das ist ja der Vorwurf!
00:32:02: Also das haben jetzt ehrlich gesagt nicht gehört.
00:32:04: Doch,
00:32:05: die hatten schon gesagt, ja, die Anteile wären mehr wert gewesen.
00:32:08: Achso,
00:32:08: das?
00:32:08: Ja, aber das ist ja nicht die Schuld vom FC Bayern sondern das wäre die Schuld von Zivza.
00:32:14: Wollen wir den FC Bayern mehr zahlen als er muss?
00:32:15: So ist es.
00:32:18: Wir waren total überrascht, dass die Situation so dramatisch war.
00:32:23: Wenn der FC Bayern an diesem legendären Wochenende nicht eine Lösung gefunden hätte ... Nämlich wir sind in das Risiko gegangen und so gut ging's uns damals auch nicht wie heute!
00:32:35: Nämlich die Schulden von Sechzig an der Stadion GmbH zu übernehmen, dann wäre Sechszig am Dienstag zum Insolvenzgericht gegangen.
00:32:43: Und da hätten sie irgendwann in der Fünftelliga wieder angefangen.
00:32:45: Das ist Fakt!
00:32:50: Nachdem Ziffer an diesem legendären Wochenende also die Anteile verkauft hatte und die Rückkaufsoption dann ebenfalls abgetreten hatte war die Sache auf jeden Fall gelaufen.
00:33:01: Die Arena gehörte jetzt ganz allein dem FC Bayern.
00:33:05: So Jetzt aber kommt's.
00:33:08: Die Bayern haben die Löwen vor der Insolvenz gerettet.
00:33:11: Aber mit dieser Episode endet nicht die Verbundenheit der beiden Clubs, auch wenn sie jetzt fortan nicht mehr Partner sind, sondern Fair-Mieter und Mieter!
00:33:20: Denn die Bayern werden sich noch einmal einmischen bei den Löwen... ...und an dieser Stelle wird die ganze Geschichte noch sehr viel geheimnisvoller.
00:33:28: Diese geheimnisfolle Geschichte geht los als im Jahr zehntes ein Gerücht auftaucht.
00:33:35: Der FC Bayern sei für die Löwen Eine Bürgschaft eingegangen.
00:33:39: Alles Last Minute über Umwege im Hintergrund eingefädelt.
00:33:43: Dieses Gerücht, das wir im Zuge unserer Recherchen übrigens auch erhärten konnten, wird schon damals nie
00:33:50: dementiert.".
00:33:53: Und ein Jahr später, also im Jahr zeigend, stehen die Löwen ja erneut vor der Pleite und Hönes will ihn dann schon wieder helfen!
00:34:02: Viele haben das heute längst vergessen, aber der FC Bayern und Uli Hoeneß haben sich damals angeboten, sechzig auf Umwegen zu finanzieren.
00:34:10: Also mit eigenem Geld zu retten vor der drohenden Insolvenz
00:34:15: Ja!
00:34:15: Und eine Idee wurde dabei ganz konkret ausdiskutiert Der FC Bayern wollte der bayerischen Landesbank Geld leihen zu zwei Prozent Zinsen.
00:34:25: Und dieses Geld hätte dann die Landesbank wiederum zu vier Prozent Zinzen weiter verliehen an Sechzig.
00:34:32: Wenn man so will, hätte man damit perfekt den Ursprung des Geldes verschleiert
00:34:36: gehabt.".
00:34:37: Warum dieser Deal mit der Landesbank letztlich nicht zustande kamen?
00:34:41: Darüber gibt es bis heute unterschiedliche Versionen.
00:34:44: Einmal hat Uli Hoeneß gesagt – Der damalige Wirtschaftsminister Martin Zeil habe sich am Ende übergangen gefühlt weil er in der entscheidenden Elefantenrunde Zeil wiederum verteidigte sich mit dem Argument, dass der Verwaltungsrat der Förderbank eine Förderung des Profisports generell ablehnt.
00:35:04: Danach gab es dann noch einen zweiten Rettungsversuch mithilfe von Banken und bei diesem zweiten Deal da wäre neben der Landesbank auch die Sparkasse involviert gewesen.
00:35:14: Weil ich nie vergessen war am Freitag-Nachmittag mit Open End war kein Wünsch mehr in der Staatskanzlei nur wir da bis zum Bitterneige.
00:35:23: Aber dann waren wir uns einig.
00:35:25: Der Schiff der Landesbank war zugeschaltet, das war eigentlich alles klar.
00:35:29: Es hing nur noch an die Sparkasse und die hat dann Nein
00:35:31: gesagt.".
00:35:32: Hönes sagt eben dass dieser Deal nicht zustande kam weil die Sparkase nicht mitfinanzieren wollte Und in deren Aufsichtsrat saß der damalige Oberbürgermeister Christian Ude.
00:35:43: Als wir Ude damit konfrontieren will er Hönest Darstellung überhaupt nicht dementieren.
00:35:48: Ich habe die Sparkasse immer in Schutz genommen gegen jeden Versuch einer politisch motivierten Einflussnahme, um bestimmte faule Kredite zu vergeben.
00:35:59: Weil das ein Freund eines Freundes wahnsinnig gerne gesehen hätte.
00:36:04: Und das wäre so was?
00:36:05: Das wäre so ein fauler Kredit gewesen?
00:36:06: Ja
00:36:07: aber das wäre ein Fall der unter Bankgründen nicht sondern den man mit einem Löwenherz hätte wünschen können, aber denen eine sorgfältig arbeitende Bank
00:36:17: nicht
00:36:17: für vertretbar hält.
00:36:19: Entscheidend sind also folgende Fragen.
00:36:22: Wieso hat der FC Bayern einen solchen Kredit angeboten?
00:36:26: Ein Kredit, der durch Udes-Sparkhassenbrille betrachtet ein fauler Kredit war!
00:36:32: Was also hatten die Bayern für ein Interesse dran, dass Sechzig nicht insolvent
00:36:37: geht?!
00:36:38: Warum ist Uli Hoeneß so dermaßen interessiert am Überleben der Löwen, dass er sogar Geld reinschießen möchte in diesen finanziell total maroden Club?
00:36:49: Warum also musste sechzig-zwei tausend elf als Mieter in der Arena unbedingt gerettet werden.
00:36:58: Uns fallen zwei mögliche Gründe ein entweder knallhartes finanzielles Interesse oder aber Mitleid mit den durchaus sehr traurigen Löwen.
00:37:08: bei unserem ersten Interview im Herbst hat Uli Hoeneß betont, dass es ihm einfach sehr wichtig gewesen sei diese Insolvenz zu verhindern.
00:37:17: Wenn wir über unsere Beziehungen helfen konnten das zu verhindern dann habe ich das einfach als eine Möglichkeit gesehen einen solchen Verein nicht untergehen zu lassen.
00:37:31: Sie sehen unsere Fans natürlich ganz ganz anders.
00:37:34: aber wenn man über unserer Beziehung die eine oder andere Hilfe machen konnte Da sind wir wieder versucht.
00:37:42: Gut, aber das war auch finanziell nachrangig oder schon interessant?
00:37:47: Das war
00:37:47: für uns gar nicht Interesse, es waren reine Menschenliebe.
00:37:50: Reine Menschen-Liebe!
00:37:52: Die ist so schön wie selten und vielleicht hängt Höhenes ja tatsächlich ein bisschen an Sechzig wegen der ganzen Historie, wegen den vielen Derbys und weil beide Vereine von dieser Rivalität früher ja absolut profitiert haben...
00:38:05: Ich bin immer noch der Meinung dass die Stadt Münzen doch aus zwei Bundesligavereine Vertragen könnte, wenn nicht München wäre dann.
00:38:13: Und das würde für den Reiz des Fußballs, wenn ich dran denke was jetzt diese Euro liegt da wieder für Argumente gebracht hat.
00:38:22: Dann wären ja gerade Lokaltabis zwischen zwei Vereinen der ersten Liga das Gegenstück.
00:38:28: Ja, weil diese Argumente von Herrn Perres und Co.
00:38:33: sind ja so, die normale Liga interessiert keinen Menschen mehr, da ist kein Reiz mehr drin.
00:38:38: Aber gegen ein Lokalderby bei den Sechzig kann man glaube ich nicht argumentieren.
00:38:45: Derbys hin oder her aber wenn von Menschenliebe die Rede ist das gilt grundsätzlich in allen Situationen hat überhaupt jetzt nichts mit Uli Hoeneß zu tun dann ist immer ein bisschen Vorsicht angeraten.
00:38:56: Denn für den FC Bayern war es ja auch finanziellextrem wichtig, dass Sächsig nicht insolvent geht und eben als Mieter in der Allianz Arena bleibt.
00:39:05: Und der erste Grund dafür sind die Subventionen über die wir ja schon gesprochen haben.
00:39:10: Von diesem Geld profitieren nur dann beide Vereine wenn auch Sächzig weiterhin in der allianz arena spielt.
00:39:17: Ja ganz genau!
00:39:19: Sobald Sächssig pleitegeht und aussieht profitiert er nun noch der FC Bayern Und das würde ja bedeuten, dass die Stadt München, das Land Bayern und der Bund dem reichen FC Bayern ziemlich viel Geld zugeschoben haben.
00:39:31: Und eben nicht einer ganzen Branche – was laut Christian Ude Bedingung war für die pralle Geldsegnung!
00:39:37: Wir sprechen hier schließlich über weit mehr als zweihundert Millionen Euro, die in die Infrastruktur für die neue Arena investiert wurden.
00:39:44: Ohne Sechzig wäre es aus Udes Sicht ziemlich kritisch geworden mit dem EU-Recht.
00:39:48: Das war auch der Grund weshalb man die Löwen überhaupt hat mitmachen lassen bei dieser Arena.
00:39:53: Okay, könnte man jetzt sagen die Arena diese selbst ohnehin schon gebaut.
00:39:57: Aber die EU-Kommission kann sich solche Fälle auch später noch anschauen und für rechtswidrig erklären.
00:40:03: Erst nach zehn Jahren verjährt sie allgemein gültige Frist.
00:40:07: Jetzt also im Jahr zwanzig einzwanzig ist die längst vorbei.
00:40:11: aber wenn achtzehnsechzig direkt nur wenige Jahre nach dem Einzug in die Arena wieder hätte ausziehen müssen dann hätte es schon gut sein können das es hier Rückforderungen gegeben hätte Also, dass der FC Bayern im extremsten Fall dieses Geld hätte zurückzahlen müssen.
00:40:26: Ja genau das stimmt.
00:40:27: aber für dieses Argument hat Uli Hoeneß bei unserem ersten Besuch gar kein Verständnis gezeigt.
00:40:32: Aber alle haben doch die WM haben wollen und diese WM hat diesem Land mehr eingebracht wie ein paar hundert Millionen die man da investiert hat Denn der Image gewinnt.
00:40:43: diese Milliarden an Infrastrukturmaßnahmen die man irgendwann hätte es sowieso machen müssen Die sind nur gemacht worden, weil wir diese WM haben.
00:40:52: Und jeder schwammt heute noch von dieser unglaublichen
00:40:55: Erlebnis.".
00:40:56: Das stimmt natürlich auch alles was er sagt aber dann lassen wir das jetzt einfach mal so stehen.
00:41:01: Diese Verjährungsfrist ist ja jetzt auch vorbei.
00:41:04: die Investitionen in die Infrastruktur sind sozusagen Schnee von gestern Aber vor ein paar Jahren waren sie eben noch kein Schnee vom Gestern sondern ein ganz aktuelles Problem.
00:41:13: Und es gibt sogar noch einen Punkt, bei dem die Stadt der Stadion GmbH gewaltig unter die Arme gegriffen hat und damit aus heutiger Sicht den FC Bayern.
00:41:23: Was aber
00:41:24: am
00:41:25: ersten angreifbar ist in meinen Augen das ist die Geschichte, die die Stadt München gemacht hat mit Um widmung des Geländes und dann dem Erdbaurechtsvertrag.
00:41:34: Ja, der Mann, der hier so schön durch seinen Mundschutz spricht, dass ist Martin Runge.
00:41:38: er sitzt in Bayern für die Grünen im Landtag
00:41:41: Also da haben sie den Ursprünglich-Zwahlverein, dann letztlich bei München mit seinen Anteilseigern.
00:41:53: Den steckt man jedes Jahr einen Millionenbetrag in den
00:41:58: Wachen.".
00:41:59: Runge spricht hier von etwas sehr kompliziertem das sich Erbbaurecht nennt.
00:42:03: Hier geht es nämlich jetzt um das Grundstück auf dem die Allianz Arena steht – das gehört nämlich der Stadt und die Stadion GmbH zahlt dafür nur eine jährliche Pacht!
00:42:13: Die Stadt München hat aber vor dem Bau der Arena ein Gewerbegebiet in einen Sondernutzungsgebiet umgewandelt und hat damit das Grundstück faktisch entwertet.
00:42:23: Und damit ist die Pacht für das Grund- stück natürlich auch viel niedriger, eine halbe Million pro Jahr zahlt der FC Bayern laut Runge.
00:42:30: dabei hätten es seiner Ansicht nach eigentlich mehr als zwei Millionen pro Jahr sein müssen.
00:42:35: Diese Verwilligung beim Erppachtszenz die läuft bis Es ist ärgerlich, weil der FC Bayern München jetzt nicht unbedingt eine Veranstaltung, die im Hungertuch
00:42:49: nagt.
00:42:50: Die Stadt München lässt sich also eine Menge Geld entgehen zugunsten des Fußballs bzw.
00:42:57: zugunstendes FC Bayern seitdem die Löwen nicht mehr in der Allianz Arena spielen.
00:43:01: Runge ist deshalb ziemlich wütend und er hat auch bereits zwei tausendneuen Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt.
00:43:08: Aber Runge hat bisher keine Antwort erhalten und er wird wohl auch nie mehr eine bekommen.
00:43:13: Ja, der Finanzbeitrag den Wildmoser so schälmisch dem FC Bayern versprochen hat, der ist also wirklich ganz schön groß ausgefallen.
00:43:20: Hätten die Löwen nicht mitgemacht hätte es garantiert keine Infrastruktur Subventionen in diesen Dimensionen und wahrscheinlich hätte es auch keine so geringe Erbpacht gegeben.
00:43:30: Die Infrastruktur das ist ein Punkt an dem der FC Bayern indirekt von den Löwen profitiert hat.
00:43:37: Aber es gibt auch noch einige Posten, bei denen die Löwen den Aufstieg des FC Bayern unmittelbar und direkt mitfinanziert haben.
00:43:46: Und deshalb haben wir Haar Klein zusammengetragen wie sehr der FC Bayern von seinem Langzeitmieter Sechzig finanziell profitiert hat.
00:43:55: Kleine Vorwarnung!
00:43:56: Es wird jetzt sehr kompliziert aber auch spannend – und wer will kann ja mal mitschreiben?
00:44:00: Denn insgesamt ging es locker um einhundert Millionen Euro, die Sechzig beigesteuert hat… zur Finanzierung einer Arena, die heute allein dem FC Bayern gehört.
00:44:37: weil der ja den Bau der Arena mitfinanziert hat.
00:44:40: Also ist dieses Geld auch indirekt in die Stadion GmbH geflossen.
00:44:45: Punkt zwei sind die Business Seats, hier hat Sächsig eine Garantiesumme von drei Millionen Euro pro Jahr an die Stadium Gmbh gezahlt.
00:44:53: Ab im Jahr two-tausend acht war es dann noch eine Million
00:44:55: pro Jahr?
00:44:56: Somit kommen wir hier auf achtzehn Millionen.
00:45:00: Punkt drei, Sächzig musste auch eine Million Pro Jahr für die Werbefreiheit in der Arena bezahlen also dafür dass sie ihre eigenen Sponsoren dort präsentieren konnten.
00:45:11: Das ergibt für zwölf Jahre also insgesamt zwölfe Millionen.
00:45:15: und dann schließlich Punkt vier, zehn Prozent der Zuschauereinnahmen pro Spiel gingen ebenfalls an die Stadion GmbH.
00:45:23: da kann man jetzt schätzen das es über die jahre hinweg auf jeden Fall auch ein höherer einstelliger Millionenbetrag war.
00:45:30: Man darf aber nicht vergessen dass die Löwen nicht alles davon zuverlässig bezahlt haben was ursprünglich vertraglich mal vereinbart war.
00:45:38: Aber man muss dazu wissen.
00:45:40: Allein die Ansprüche der Stadion GmbH auf diese Zahlung waren natürlich total wichtig als Sicherheit für ihre Verträge mit den Banken.
00:45:52: Und neben diesen Ausgaben, die wir jetzt mal aufgelistet haben, gucken wir jetzt einmal auf die Einnahmen, die sechzig entgangen sind weil sie ja nur noch Mieter waren und das war natürlich eine absolute Spezialität der Allianz Arena.
00:46:04: in jedem anderen Stadionen hätte Sechzig als Mietern diese Einnahmen nämlich auch gehabt.
00:46:14: Die Lojen-Einnahmen der Sechzgerspiele gehen ja komplett in die Stadion GmbH, die er dem FC Bayern gehört.
00:46:24: Wir erinnern uns – diese Lojen werden nicht pro Spiel verkauft sondern langfristiger vermietet für mindestens fünf Jahre!
00:46:31: Wer so eine Loge hat kann also jedes Spiel anschauen auch die Spiele von Sechzig.
00:46:37: Klar fast alle Buchungen wurden ursächlich wegen den FC Bayern vorgenommen aber die Firmen hatten ja auch Geschäftspartner und Kunden die gerne zu Sechszig gegangen sind.
00:46:47: Auch diese Zweitliga-Partien hatten also einen gewissen Wert.
00:46:50: Wenn wir jetzt nur mal sagen, dass dieser Wert vielleicht fünfzehn Prozent des Lojenpreises entspricht und es ist jetzt wirklich geringeschätzt dann kommen wir da über die Jahre auch auf insgesamt fünfundzwanzig Millionen Euro.
00:47:04: Und dann kommt noch dazu das Werberecht der Allianz für den Stadionnamen Allians Arena Die Allianzzahl der Stadionen GmbH dafür sechs Millionen pro Jahr.
00:47:15: Wenn wir jetzt theoretisch davon ausgehen, dass vielleicht von der Anwesenheit von sechzig empfalten darf, sind das einst Komma fünf Millionen.
00:47:24: Zwölf mal eins Komma Fünf Millionen?
00:47:26: Dann sind wir schon wieder bei achtzehn Millionen.
00:47:32: und sogar Jetzt also einige Jahre nach dem Auszug aus der Arena ist das Thema Geld immer noch nicht abgehakt Denn wenn die Löwen wieder in die zweite Liga aufsteigen müssen sie nochmal rund zwei Millionen Euro an die Arena GmbH vom FC Bayern zahlen.
00:47:47: Das wurde nämlich beim Abstieg, so verhandelt.
00:47:50: Das ist die noch ausstehende Mietzahlung für die Rückrunde in der Geldverbrennungs-Saison unter Trainer Vitor
00:47:56: Pereira.".
00:48:02: Also wenn wir mal alle Ausgaben von Sechzig und alle ihre weggebrochenen Einnahmen aufadieren kommt man definitiv auf einen Betrag von über hundert Millionen Euro, die Sechszig in den zwölf Jahren in der Arena zum Abbezahlen von diesem Stadion beigesteuert hat.
00:48:18: Und diese Summe, die einhundert Millionen legen wir Hönes bei unserem zweiten Treffen noch mal vor.
00:48:24: Ja und dann hatte man aber das Problem dass im Prinzip alle Verträge rund um die Allianz Arena also mit den Logenmetern mit der Allianze auch für die Werbefläche usw.
00:48:33: Die waren ja alle angelegt auf zwei Vereine.
00:48:36: und auch wenn natürlich hundert von den Hundertstierlosen vermutlich nur gekommen werden um in FC Bayern zu sehen und sich gar nicht so sehr viel sechzig interessiert haben gerade als Zweitligist war es ja trotzdem so dass es Verträge gab War nun mal Vertragspartner und hatten ja immer ein paar Zweitligaspiele zu bieten.
00:48:53: Ja, und teilweise sehr attraktiv.
00:48:55: Ich meine, wenn man sich gegen Dresden gespielt hat oder gegen mich auch immer, da waren jede Menge Zuschauer und viele Gäste auch.
00:49:01: Und viele Firmen von Bayern, die hatten ja wenig an VW- oder Audi-Dinke.
00:49:06: Die hatten natürlich auch Vertragshändler aus den Zweitligavereinen.
00:49:12: Hönes gibt uns also recht!
00:49:14: dass die eigenen Loschenkunden zusätzlich auch noch die Spiele des Zweitligisten Sechzig sehen konnten, das war für sie gar nicht mal so unattraktiv.
00:49:22: Und wäre sechzig pleite gegangen?
00:49:24: Diese Kunden hätten ganz logisch Anspruch auf vertragliche Anpassungen
00:49:28: gehabt.".
00:49:30: Der FC Bayern hat also immer sehr davon profitiert, Sechzig am Leben zu erhalten – in der großen Allianz Arena!
00:49:37: Das hatte also nicht nur mit Menschenliebe zu tun sondern natürlich auch mit Geld….
00:49:42: Nur komisch, dass zumindest manche dieser Rettungsmaßnahmen geheimgehalten wurden.
00:49:47: Hönes sagt bei unserem Treffen – die Bayern-Fans hätten da sonst nicht mitgemacht!
00:49:52: Das war natürlich immer ein Spagat, weil unsere Fans das Teilweise anders gesehen
00:49:57: haben.
00:49:57: Wenn
00:49:58: du bei einer Jahreshauversorgung das Wort Achtzehn dann ging es schon los und Bis Sechzig kamst du nicht.
00:50:04: Wurdest du niedergepfiffen?
00:50:06: Man kann den Fans auch dann sagen, Leute es geht ja nicht nur... Es geht ja auch um Geld!
00:50:09: Also das ist auch gut für den FC Bayern.
00:50:12: Ja aber
00:50:12: das war ja irrational.
00:50:13: Das
00:50:13: schon eigentlich Wahnsinn.
00:50:15: Also es ist ja schon so dass man sagt jetzt über die vielen Jahre hinweg kann man sagen, dass Sechzig der Stadion GmbH ja schon irgendwie auch Was gegeben hat, also da kommt man ja auf rund hundert Millionen.
00:50:25: Das könnte man doch den Fans... hätte man den Fans doch verklickern können?
00:50:28: Ja
00:50:28: weil die Fans haben wenn sie mit den Fans mit wirtschaftlichen Dingen kommen dann machen denen vor Rollladen runter und sagen interessiert uns das nicht hier geht es um mehr als um Geld.
00:50:38: Zumindest bei sechzig gibt es aber Fans die beim Thema Geld in Rollladen nicht drunter machen.
00:50:43: Der aktuelle Löwenpräsident Robert Reisinger hat uns erzählt, dass er damals alle seine Business-Seeds in dem Moment gekündigt hat als Stefan Zivzer die Arenaanteile an den FC Bayern verkauft hatte.
00:50:55: Und als Zivser von Reisingern dann wissen wollte was das solle.
00:50:58: da hat Reisingert geantwortet ich habe doch keine Lust im FC Bayern seiner Arena abzubezahlen.
00:51:04: und sowie Reisingers haben damals viele gedacht!
00:51:07: Da war es natürlich kein Wunder, dass es im Businessbereich bei den Löwen immer krass leer war.
00:51:12: Ja, das ist alles ganz schön irre und auch irre kompliziert.
00:51:16: aber wir fassen es jetzt nochmal ganz einfach zusammen.
00:51:19: Ein Wegfall von sechzig als Mieter hätte solange die Arena nicht abbezahlt war für den FC Bayern Probleme an allen Ecken und Enden bedeutet.
00:51:28: womöglich mit der EU weil die öffentliche Hand ja nur deswegen den Arena-Bau mit finanzieren durfte weil das Stadion eben für zwei Vereine vorgesehen war Aber auch mit dem Katera?
00:51:38: Mit der Allianz Mit den Looschenkunden und mit den Banken.
00:51:43: Okay, also – Zwei Tausend Elf wollte der FC Bayern, Achtzehnt Hundert Sechzig auch aus finanziellen Gründen am Leben erhalten!
00:51:50: Der Mieter, mit dem man sich die Allianz Arena geteilt hat, sollte und durfte nicht pleite gehen.
00:51:56: Aber der Plan, sechzig über Umwege mit eigenem Geld zu finanzieren, hat nicht geklappt.
00:52:02: Und zwar weil die Sparkasse laut Ude und offenbar auch die Bayerische Landesbank nicht bereit waren, faule Kredite zu geben….
00:52:09: Was passiert also als Nächstes?
00:52:12: Sechzig geht trotzdem nicht pleite, weil ein Investor einsteigt.
00:52:17: Hassan Ismaik!
00:52:19: Ein Investor der Sechzig vor der Insolvenz rettet – aber der dem Verein in den nächsten Jahren auch nicht unbedingt Glück bringen
00:52:27: wird.".
00:52:28: Und Hassan ismaik ist uns ehrlich gesagt nach all den Jahren noch ein ziemliches Rätsel.
00:52:33: Obwohl wir ihn kennengelernt haben, Nächte mit ihm verbracht haben und WhatsApp mit ihm schreiben… Denn wir wissen immer noch nicht, warum er erst Ewigkeiten nicht investieren wollte oder konnte in den Club – obwohl ihn der damalige Präsident Gerhard Meyerhofer darum bat.
00:52:48: Und warum er dann plötzlich doch ganz viel Geld zur Verfügung hatte um es in einem nicht endenwollenden Geldstrom in einen Kader zu pumpen, der sechzig schließlich in die dritte Liga bolzte.
00:52:59: Womit Ismaic sein Geld verdient?
00:53:01: Das fragt uns sogar Uli Hoeneß!
00:53:04: Hatte eigentlich wirklich richtig
00:53:05: Geld?!
00:53:06: Ich weiß es nicht... Können Sie es mir sagen?
00:53:10: Ich habe keine Ahnung.
00:53:12: Wirklich, gar keine Ahnung...
00:53:14: Was schätzen sie, was der jetzt bei den Sechzig drinnen
00:53:18: ist?
00:53:18: Also verballert hat er sechzig Millionen auf jeden Fall schon von irgendwo.
00:53:22: Ja, aber die muss er von irgendjemandem haben.
00:53:24: Von ihm oder irgendeiner seiner Banken oder seiner Gläubiger oder seiner Kreditgeber.
00:53:31: Das gab immer die Verlegenheit.
00:53:32: Das
00:53:32: war ja irgendwann mal da!
00:53:34: Oder haben Sie eine Theorie?
00:53:35: Keine
00:53:36: Ahnung, das ist auch soweit weg für uns.
00:53:39: Da musst du insider sein!
00:53:43: Diese Frage können wir in der letzten Folge nicht beantworten.
00:53:48: Auch weil Hassan Ismail ja für diese Dokulei da nicht mit uns reden wollte.
00:53:51: Ganz aktuell vor wenigen Tagen erst, also Ende April, hat er zum ersten Mal eine Homepage-Live geschaltet inklusive eines kompletten Lebenslaufs Und dort ist zu lesen, Ismaic kaufte sechzig Prozent des TSV-Achzehnhundertsechzig München.
00:54:08: Einem deutschen Sportverein der privaten Investmentgesellschaft Ham gehört!
00:54:14: Aber noch entscheidender als die Frage woher Hassan Ismaik das Geld hat?
00:54:19: Ist ja eine ganz andere Frage.
00:54:21: Wie konnte überhaupt jemand gefunden werden, der in dieses kaputte Konstrukt Achzehn Hundertsechzig investiert hat und der damit indirekt bereit war dem FC Bayern weiterhin seine Arena abzufinanzieren.
00:54:38: Deshalb haben wir bei unseren Recherchen für diese Audio-Doku eine alte Spur wieder aufgenommen.
00:54:43: und hier kommt wieder Hammer da Iraki ins Spiel, der Investmentbanker, der bei der Uni Credit Bank gearbeitet hat und für Großkunden aus dem arabischen Raum zuständig war – mit denen ist er öfter mal zu spielen vom FC Bayern gegangen in die Logen der Allianz Arena!
00:55:02: Und später war eben dieser Hammer der Iraki, neben Dieter Schneider dem Präsidenten die zentrale Machtfigur bei Achtzehnsechzig.
00:55:11: Weil Hassan Ismail die meiste Zeit nicht in München war hat Iraki fast zwei Jahre lang dazu alles für ihn erledigt!
00:55:22: Er war mehr als die rechte Hand von Ismail – er saß als Investorenvertreter auch im Aufsichtsrat und er hatte Machtkampf mit Schneider, die Klubpolitik entscheidend diktiert.
00:55:33: hat ja bei Schneider angerufen und gesagt, er habe da wen.
00:55:39: Davon hat uns Robert Schäfer der damalige Geschäftsführer in Folge V erzählt.
00:55:44: Und deswegen haben wir noch mal eine Allianz Arena damals eine Pressekonferenz gemacht und gesagt also wir brauchen jetzt etwas sonst ist Schluss!
00:55:51: In allen Medien präsent und auch darauf hin kam kein deutscher Investor.
00:55:57: aber es war der Anruf dann eben von Hamada Iraki, der gesagt hat ich glaube ich hab ne Idee.
00:56:02: Hatte bei Ihnen angerufen?
00:56:04: Oder beim Dieter Schneider.
00:56:05: Ja, bei Dietter Schneider anrufen.
00:56:07: Tja!
00:56:08: Aber woher hatte Iraki die Nummer von Schneider?
00:56:11: Wie kam dieser Kontakt überhaupt zustande?
00:56:14: Wodoch Iraki vorher eher mit dem FC Bayern zu tun hatte?
00:56:17: Bei unserem ersten Treffen hat Hönes dieses Thema eher noch um Schiffd.
00:56:22: Aber nachdem wir jetzt in unseren Recherchen immer mehr erfahren haben erzählt uns Hönes plötzlich das hier...
00:56:30: Als die Bayerische Landesbank nicht mehr infrage kam als Lösung, wie es dann kam bis der Hass an Ismail gefunden
00:56:34: wurde.
00:56:36: Wie ist das genau?
00:56:40: Den Hamadi habe ich auch ihnen besorgt.
00:56:44: Der rief mich eines Tages an und sagte, wenn ich ein Investor bin, muss ich den bei Sechzig ansprechen.
00:56:53: Dann habe ich ihm die Vermittlung mit dem Schneider gemacht.
00:56:56: Und der ist aus allen Wolken gefallen oder?
00:56:59: Ich habe ihm nur gesagt, da gibt es einen, der möchte euch Geld zugucken lassen.
00:57:02: Dann mach's das mal!
00:57:04: Ja ich muss da kurz lachen weil er natürlich völlig wunderbar ist.
00:57:08: Da sagt der mächtigste Mann beim FC Bayern zum mächtigtsten Mann bei Achtzehnundsechzig macht das Mal und jetzt ist es raus.
00:57:15: nach all den Jahren fast auf dem Tag genau zehn Jahre nachdem E-Smike bei Sechzig eingestiegen ist erfahren wir dass es Uli Hoeneß war der E-smike zu sechzig gebracht hat Damit er sechzig Geld zukommen lässt, wie Hoeneß ganz herrlich formuliert.
00:57:30: Geld das die Löwen dann selbstverständlich wieder der Arena des FC Bayern zukommen lassen
00:57:35: können.".
00:57:39: Und natürlich wirft all das Fragen auf!
00:57:42: Die Einfache und Erste ist erstmal warum musste Hammer da Iraki im Gegensatz zu uns kein Fax schicken an den Tegernsee?
00:57:50: Sondern warum konnte er einfach anrufen?
00:57:51: Warum hatte er diese geheime Telefonnummer von Uli Hoenis?
00:57:55: Gutglas seine Bank hatte ja eine Loge in der Allianz Arena Und sie war ja auch Großsponsor vom FC Bayern.
00:58:01: Von dem her kann man die Frage dann schon mal beantworten.
00:58:04: und dann kommt noch eine ganze Reihe anderer Fragen dazu, wie zum Beispiel warum haben es die Verantwortlichen von Sechzig nicht selber hinbekommen jemandem zu finden der Geld in ihren Club investiert?
00:58:16: Wieso musste erst der FC Bayern anbieten notfalls sein eigenes Geld über den Umweg Landesbank reinzuschießen?
00:58:24: Und dann gibt's die nächste Nacht-und Nebelaktion des FC Bayern.
00:58:28: Diesmal führt Uli Hönesen paar Telefonate und plötzlich taucht dieser rätselhafte Investor auf.
00:58:35: Und alle lassen sich ein, sogar Dieter Schneider, dieser auch privat seriös wirtschaftende Löwenpräsident?
00:58:43: Das Verhältnis zwischen Uli Hoeneß und dem damaligen Sechzig-Präsidenten Dieter Scheider scheint damals jedenfalls sehr gut gewesen zu sein!
00:58:51: Ehe Ismaic als Investor eingestiegen ist, hatte Schneider ja bereits eine extrem hohe Summe eigenen Geldes an den Club geliehen um die drohende Insolvenz abzuwenden.
00:59:01: Und dann hat Hoeneß an Schneider den Retter vermittelt.
00:59:04: Aber auch vorher schon hatten die beiden die Probleme bei Sechzig besprochen, die er wegen des Mietvertrags in der Arena auch die Probleme des FC Bayern waren.
00:59:13: Das war ja auch der Schneider, da wir uns mit dabei, als wir beim, glaube ich Seehofer
00:59:18: waren Bei dieser Bayerischen Landesbank als die Lösung Genau.
00:59:22: Wir haben uns prima verstanden, wir haben es nicht oft aber hin und wieder getroffen.
00:59:26: Und dann hat er Ideen und ein Teil haben wir versucht umzusetzen.
00:59:31: Ein Teil ging nicht.
00:59:33: Aber ich habe mich nie in einem Detail darum gekümmert wie das jetzt bei Sechzig ist.
00:59:38: Das wollte ich ja auch
00:59:39: nicht.
00:59:39: Die Nöte von ihm kannten sich?
00:59:41: Ja,
00:59:41: sie kannte ich.
00:59:42: Sie haben mir den Kontakt vermittelt?
00:59:44: Ja.
00:59:45: Wie nötig kann die schon!
00:59:47: Uli Hönes findet also für Dieter Schneider die rettende Investorenlösung Und als die dann vermittelt ist, handelt auch noch der deutschlandweit bekannte Sportrechtsanwalt Christoph Schickardt den bestmöglichen Vertrag für Investor Ismaic gegenüber dem TSV-Achizohaus.
01:00:04: Schickhardt ist übrigens ein Freund von Hönes.
01:00:13: Wieso uns Hönes gerade jetzt davon erzählt?
01:00:16: Vermutlich weil mal abgesehen von Hassan Ismaik die Protagonisten von damals allesamt nicht mehr bei Sechzig aktiv sind.
01:00:23: Auch Hamada Iraki ist ja längst weg!
01:00:26: Und der Einstieg des Investors ist jetzt zehn Jahre her.
01:00:29: Und, ganz entscheidend – die Anhänger beider Clubs vom FC Bayern und von Achtzehnundsechzig können froh sein, dass sich die Stadionpartner haben scheiden lassen!
01:00:39: Diese Zwangspartnerschaft, die sie für die Errichtung der Arena eingehen mussten, ist endlich aufgelöst.
01:00:45: Milliardär- und Hartz IV Empfänger – wir erinnern uns an den Vergleich von Christian Wagershauser – wohnen nicht mehr zusammen in der gleichen WG….
01:00:53: Die Bayern sind inzwischen aufgestiegen zum besten Club der Welt, was auch daran liegt, dass sie die Arena Jahre früher als geplant abbezahlen konnten.
01:01:01: Und Achtzehn hat Sechzig klopft an die Tür der zweiten Liga – obwohl Sie im geliebten Grünwalder Stadion kicken!
01:01:22: Sankt Pauli ist da?
01:01:23: Ja, aber wenn Sie überlegen ... Jetzt sind wir wieder bei der Schiedsophonie der Ereignisse.
01:01:28: Wenn die jetzt aufsteigen würden und könnten in der Allianz Arena spielen, dann können sie irgendwann bald mal aufsteigend die Erste legen, weil sie dann Bolle hätten im Grünwalder Stadion waren, die nie so viel Kohle haben um schnell aufzustellen.
01:01:40: Lassen Sie dir noch einmal zurück!
01:01:42: Das kriegen wir nicht, denn Sie kriegen kein Sechsgefängnis in dieses rote Stadionen.
01:01:47: Da müssen sich jedes Mal die Sitze abdecken.
01:01:51: Das hätte ich gar nicht mal gesehen, das Bild.
01:01:55: Wer in dieser Audio-Doku gut aufgepasst hat, der weiß jetzt auch, warum es eben anders als Hönes sagt, gerade zu Schizophrenen wäre, wenn Sechzig als Zweitligist zurückkehren würde in die Arena?
01:02:08: Weil sie dort ja als Mieter über all die Jahre nur künstlich am Leben gehalten wurden – wie wir nun wissen unter tatkräftiger Unterstützung von Uli Hönes.
01:02:19: Für uns stellt sich also die Frage Was kann man dem FC Bayern bzw.
01:02:23: Uli Hoeneß überhaupt konkret vorwerfen?
01:02:30: Haben sie etwa die Notlage der Löwen ausgenutzt oder haben Sie Ihren Geschäftspartner beim Arena-Bau, den Sie ja nie haben wollten aber haben mussten weil das die klare Vorgabe der Politik war?
01:02:41: hat Uli Hönes mit dem FC Bayern also nur mehrfach diese Zwangspartnerschaft gerettet.
01:02:47: Und dann eben, als Hönes Hassan Ismaik vermittelte zu den Löwen.
01:02:59: Hassan ismaik hat übrigens Jahre später, mal öffentlich gemacht, dass er das so einen Verdacht hatte weshalb er zu den Löwen gelotzt worden ist und zwar bei Facebook.
01:03:12: Da hat er gepostet Die Löwenanteile an der Allianz Arena wurden verkauft.
01:03:18: Profitiert hat hierbei der FC Bayern?
01:03:21: Euer Geld fließt in die Allianz Arena sechs Millionen Euro jährlich.
01:03:27: Wer profitiert hier von?
01:03:30: Kurz statt euer Geld hätte Ismaelik natürlich auch schreiben können, mein Geld!
01:03:35: Hönes hat uns erzählt dass diese Rettungsmaßnahmen für die Löwen immer zu fein justiert werden mussten um die eigenen Fans nicht gegen sich aufzubringen.
01:03:43: Es war ja ein paar Mal in der Balanceakt wie weit können wir gehen damit ihn überleben?
01:03:49: Und deshalb war es aus seiner Sicht auch nicht möglich, mehr Geld für die Anteile zu zahlen als diese elf Millionen.
01:03:55: Die zwei Tausend Sechs geflossen sind um sechzig gerade so über Wasser zu halten.
01:04:00: Aber zu wenig hätte es eben auch nicht sein dürfen Denn kaputt machen wollte er die Löwen natürlich auch nicht Auch wegen des Miteinanders der Menschen in München.
01:04:17: Ein Glückstag gewesen, aber für die Masse der Leute.
01:04:22: Die wollten sich nicht kaputt machen.
01:04:24: und am Anfang haben wir gedacht es wäre schön wenn man das Stadion alleine hätten, aber nachdem die Stadt klar gesagt hat wie müssen sie einen Balanceakt machen um die WM überhaupt zu kriegen?
01:04:36: Das war ja die Entscheidung wahr Dann müsst ihr Sechzig mitnehmen.
01:04:41: Sie dürfen nicht vergessen, im Münster Stadtrat war eine große Mehrheit an sogenannten Sechziger- oder Blauen Fans.
01:04:50: Ich bin da mal zu einem Vortrag eingeladen worden und dann mit Fragestunde poah!
01:04:56: Da habe ich viel davon.
01:04:57: Da ist ein blauer Wand eben im Rathaus.
01:05:00: Und all das muss man natürlich berücksichtigen wenn man die Ausgangspositionen sehe.
01:05:05: Philipp und ich wollten ja in dieser Audiodokum herausfinden, wer daran schuld ist dass die Löwen so abgestürzt sind.
01:05:12: Von der Bundesliga bis runter in die Regionalliga.
01:05:15: Und eins ist mal ganz sicher!
01:05:17: Bei allem was passiert ist also beim Bau der Arena, beim Anteilsverkauf und auch beim Investoren-Einstieg da muss man schon sagen, sechzig hätte all das verhindern können.
01:05:29: Und es ist ja auch schon auffällig, wir haben ja mit so vielen Protagonisten von Sechzig gesprochen für diese Doku und kein Einziger hat mal gesagt ich habe auch was falsch gemacht.
01:05:38: Ich trage auch einen Teil der Schuld.
01:05:40: Kein Einzige!
01:05:41: Ja und so war das eigentlich immer während der ganzen unsäglichen Arena-Zeit bei den Löwen.
01:05:46: Schuld sind immer die anderen.
01:05:49: dabei ist es ja so.
01:05:50: Karl-Heinz Wildmoser Junior hat uns in Teil drei unserer Doku verraten, dass Sechzig in Wahrheit niemals die Mittel hatte um die Arena finanziell zu stemmen.
01:06:00: Aber sein Vater – Präsident Wildmosers Senior – er wäre selbst dann nicht mehr aus der Nummer rausgekommen wenn es gewollt hätte.
01:06:10: Eigentlich ist es völlig simpel!
01:06:12: Stadt, Land und Bund wollten damals ein nagelneues WM-Stadion.
01:06:17: Die Kosten für die Arena sollten aber die Clubs tragen.
01:06:20: Der FC Bayern wollte ein eigenes Stadion, er brauchte aber die Löwen um rechtlich sauber die nötige Infrastruktur geschenkt bekommen zu können.
01:06:29: Und Wildmosa war dann viel zu stolz, um bei der Arena als Juniorpartner mitzumachen.
01:06:35: und so gerieten die Bayern uns sechzig in eine Situation, in der der Große den Kleinen permanent über Wasser halten musste.
01:06:43: Schwimmen in diesem viel zu großen Meer konnte der Kleine nämlich nicht.
01:06:48: das heißt man muss ganz klar sagen Uli Hoeneß hat die Situation, die letztendlich zum Abschluss der Löwen geführt hat nicht erzwungen.
01:06:57: Aber er hat eben das Beste draus gemacht für sich und vor allem für seinen FC Bayern.
01:07:06: Und im Nachhinein müssen Markus und ich ziemlich schmunzeln!
01:07:09: Denn ganz am Ende unserer Recherche und dieser Geschichte wissen wir exakt das was uns Werner Lorand schon ganz am Anfang erzählt hat auf dem Campingplatz wo wir mit unserem Audiodoku begonnen haben Als wir gerade über Karl-Heinz Wildmusser reden, ohne den Sechzig vermutlich nie in die Allianz Arena gezogen wäre.
01:07:27: Er war auf einmal ... muss ich leider so sagen?
01:07:31: Es hat Größenbranzen nicht gewonnen.
01:07:33: Größenbranzen!
01:07:33: Er wollte Bayern überholen und gesagt hey lass das sein brauchen wir nicht kannst du nicht überholern dafür sind die Vieh zu schlau.
01:07:46: Uli Hoeneß
01:07:47: Ja was denkst du denn?
01:07:48: Was denkst Du denn?
01:07:49: Der ist schlauer oder?
01:07:50: Insight
01:07:51: Eighteenhundertsechzig Die Löwen, die Arena und das Geld ist ein Fire Original produziert von der Süddeutschen Zeitung.
01:08:14: Moderation & Redaktion Markus Schäfflein & Philipp Schneider.
01:08:18: Autoren Justin Patschet & Laura Terbal.
01:08:21: Produktion Sound Design & Regie Carlo Sarski & Justin Pachett mit Unterstützung von Moritz Eder.
01:08:27: Redaktions Fire Isabelle Lübertrein & Tristan Lehmann.
01:08:31: Gesamtleitung Fire Luca Hirschfeldt & Tristan Lehmahn.
01:08:59: Ja Philipp, jetzt haben wir ja wirklich ziemlich lange an dieser Audio-Doku gearbeitet.
01:09:03: Und zwar in unserer normalen Arbeitszeit und für unser normales Gehalt.
01:09:07: Wir haben nix extra bekommen.
01:09:09: Ne, kann man nicht sagen!
01:09:10: Wir wollen ja nicht jammern aber einem Profi wäre das vermutlich nicht passiert.
01:09:15: Wir kriegen keinen Cent auf.
01:09:16: Das
01:09:16: ist aber schlecht.
01:09:19: Du musst den Ziffer holen.
01:09:20: Der hat es vermittelt.
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