Inside 1860 #6 Wildmoser 2.0

Shownotes

Die Löwen haben mal wieder einen neuen Präsidenten – Gerhard Mayrhofer, einen erfahrenen Manager. Er versucht einen ganz neuen Kurs: Er will den Investor Hasan Ismaik stärker einbinden. Doch Mayrhofer hat sehr schnell sehr viele Feinde im Verein. Er wird verklagt, bekommt sogar Morddrohungen - und verzweifelt am Ende doch an Ismaik.

Windige Manager, interne Machtkämpfe und der Wirtschaftskrimi um die Allianz Arena: Zwei Sportjournalisten der SZ klären in diesem Doku-Podcast, wer schuld an der Misere des TSV 1860 München ist.

„Inside 1860 - die Löwen, die Arena und das Geld“ ist ein FYEO-Original produziert von der Süddeutschen Zeitung.

Moderation und Redaktion: Markus Schäflein und Philipp Schneider

Autoren: Justin Patchett und Laura Terberl

Mitarbeit: Moritz Eder

Produktion, Sounddesign und Regie: Carlo Sarsky und Justin Patchett

Teamleitung: Laura Terberl

Redaktion FYEO: Isabel Lübbert-Rein und Tristan Lehmann

Gesamtleitung FYEO: Luca Hirschfeld und Tristan Lehmann.

Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio!

Transkript anzeigen

00:00:03: Letztes Mal bei INSIDE-Achzehnhundertsechzig.

00:00:08: Ich glaube, als ich angefangen hatte von der Zeit zweitausendfünf bis ich selber Geschäftsführer wurde, gab es bis dahin, glaub' ich, elf Geschäftsfeuere und vier Präsidenten

00:00:16: oder sowas.

00:00:16: Waren Sie damals der Meinung?

00:00:18: Oder hatten sie das Gefühl, dass die Gegenseite fünfzig plus eins und deren Bedeutung voll umrissen hatte?

00:00:25: Nein!

00:00:26: Hat er nicht.

00:00:27: Persönliche Personalentscheidungen sprich auch noch.

00:00:32: Ohne dass wir das im Detail diskutieren Er hat Millionen bereitgestellt, um einen Verein zu retten und dann durfte er nicht

00:00:42: bestimmen

00:00:43: was mit seinem Geld passiert.

00:00:45: Das hat der nicht

00:00:46: verstanden.".

00:00:50: Die Geschichte des TSV-Achzehnhundertsechzig ist voll mit Präsidenten die ich sehr gerne mal persönlich getroffen hätte.

00:00:57: Nicht nur Karl-Heinz Wildmosa und Dieter Schneider überdie wir in den letzten Folgen viel geredet haben sondern auch frühere Präsidenten Auch weil sie eben nicht wie beim FC Bayern Fußballer waren, sondern teils sehr schräge Hobbys hatten.

00:01:12: Geschichtsbewusste Löwen denken da zum Beispiel an Adalbert Wetzel – der war neunzeitzundsechzig Präsident als Achtzehundertsechzig Meister geworden ist!

00:01:21: Als junger Mann war Wetzl im Dschungel in Südamerika unterwegs auf der Suche nach Öl, als ihm ein Indio in den Weg trat, der ihm so gleich mit einer Machete die Bauchdecke aufschnitzte.

00:01:31: Wetzle überlebte und machte die Löwen später zum Meister.

00:01:38: Oder Präsident Richard Müller, der war Leyen-Prediger.

00:01:42: In den letzten Jahren rief er auf der Mitgliederversammlung seiner Gemeinde zu – auch ich habe Schwächen und Fehler gemacht!

00:01:49: Aber hier stehe ich und kann nicht anders.

00:01:52: Gott helfe mir und Ihnen hoffentlich

00:01:54: auch.".

00:02:20: Ich stehe da gerade in Keller von Gerhard Meyerhofer.

00:02:24: Es sieht so ein bisschen aus wie im Studio eines großen Musikproduzenten, neben riesigen Lautsprechern und einer Menge an Technik hängen hier überall Fotos von berühmten Menschen – also Erfindern und Musikern!

00:02:34: Und auf einigen Bildern ist er auch mit drauf.

00:02:37: Wir hören uns gemeinsam elektronische Musik an die er auf modularen Synthesisern spielt, die er selber gebaut hat.

00:02:45: Es sind Nachbauten der legendären Synthesizer von Bob Moog aus den späten Sechziger und Siebziger Jahren.

00:02:51: Es gibt einen Klang Erzeuger,

00:02:53: das ist der Ausstilator.

00:02:55: Der erzeugt Wellenformen unterschiedliche Wellen-Formen und man verwendet hier zum Beispiel das Prinzip der sogenannten Subtractive Synthesis.

00:03:07: Ja, Subtrectives Synthesis!

00:03:10: Naja eigentlich will ich mit Meyerhofer natürlich jetzt nicht über Syntheseiser sprechen sondern über seine Zeit beim TSV-Achtzehnhundertsechzig München.

00:03:18: Und wer sich jetzt vielleicht fragt, wieso steht der Philipp damit einem baumlangen ehemaligen Präsidenten vor einem Bücherregal großen Synthesizer und Duztin?

00:03:26: Als er noch im Amt war, da war das völlig anders.

00:03:29: Da haben wir uns gefetzt und gestritten und dabei auch selbstverständlich gesiezt.

00:03:33: Aber das Schöne ist ja wenn ein Präsident aus dem Amt scheidet – und das passiert bei sechzigjahr häufiger – dann kann man sich danach treffen und über all die Dinge reden, die früher nicht gesagt werden durften….

00:03:44: …und über vieles was auch nicht geschrieben werden durfte!

00:03:46: Auch wenn ich jetzt im Gespräch ein wenig gegen die Musik anbrüllen muss.

00:03:51: Das heißt aber damals als Sechzigpräsent, endlich hat das damals überlesen oder du hast nie erzählt?

00:03:56: Aber ich hatte das damals wusste ich nicht diese Verbindung zu den Synthesisern.

00:04:02: Das hast du so ein bisschen für

00:04:03: dich behalten noch damals.

00:04:04: Aber ich war damals schon Hans Zimmer als Kunden gehabt.

00:04:09: Der hat schon sagen wir mir gekauft ist ein London Studio.

00:04:13: Gerhard Meyerhofer ist also nicht nur ehemaliger Löwenpräsident sondern er baut auch selber Syntheseiser in seinem Keller die er dann an berühmte Filmkomponisten wie Hans Zimmer verkauft.

00:04:24: Aber auch abgesehen davon ist der ein, ja man darf sagen recht spezieller Typ.

00:04:29: Ja schon!

00:04:30: Aber Sechzig ist natürlich auch ein recht spezieller Verein.

00:04:33: Philipp und ich haben jedenfalls die Meierhofer Amtszeit sehr eng verfolgt, ab zwei Tausend Dreizehn war es also kurz nachdem Dieter Schneider gehen musste Und zu Beginn hatten wir eigentlich den Eindruck dass die Löwen und dieser Präsident ziemlich perfekt zusammen passen.

00:04:49: Wir dachten, vielleicht läuft es ja mit Meyerhofer endlich mal richtig rund.

00:04:54: Doch auch Meyerhofers Amtszeit endet nach zwei Jahren!

00:04:57: Er legt sich mit dem gesamten System Eighteen-Sechzig an und das schlägt heftig zurück.

00:05:08: Was da genau schief gelaufen ist – das erzählt uns Meyerhoffer in dieser Folge von Insight.

00:05:13: Eighteenhundertsechzig die Löwen, die Arena und das Geld.

00:05:18: Ein Fire Original der süddeutschen Zeitung mit mir Philipp Schneider

00:05:22: und mir Markus Schäfflein.

00:05:24: Folge sechs Wildmoser, zwei Punkt Null.

00:05:41: Meine Mama war Löwin.

00:05:42: Mein Vater war Bayern-Fan.

00:05:45: Woher habe ich auf die Seite der Mama geschlagen?

00:05:48: Warum auch immer!

00:05:50: Ich konnte das Finale gar nicht mehr beantworten.

00:05:53: Ich war einfach Löwenfan.

00:05:56: Ja gut wenn man sowas immer so genau beantwortet könnte.

00:05:59: Ich denke es ist da nicht der Einzige.

00:06:00: Es gibt bestimmt viele Löwenfans Die da keine richtige Antwort drauf haben.

00:06:05: Gerhard Meyerhofer ist jedenfalls schon immer Löwen-Fan.

00:06:08: Aber Fußball ist für ihn lange nur ein Hobby, so wie für die meisten Leute und so richtig aktiv im Verein wird er erst seit dem Jahr zwei Tausend Dreizehn als Erfünftig ist.

00:06:18: Damals arbeitet Meyerhoffer noch als Unternehmensberater – mit Sechzig hat er bis dahin nichts zu tun!

00:06:24: Aber dann trifft er den Geschäftsführer Robert Schäfer, den wir in der letzten Folge ja in seinem Fancy Gartenhaus besucht haben….

00:06:31: Ich habe mir mit Robert Schäfer mal getroffen, weil ich mit ihm über die Vermarktung von TSV-Achzenhundzechzig reden wollte.

00:06:40: Und das war ein ganz nettes Gespräch und dann hat er mich aber am Ende des Gesprächs gefragt ob ich mir vorstellen könnte Präsident bei Sechzig zu werden?

00:06:51: Und ich hab lachend abgelehnt.

00:06:53: Nein!

00:06:55: Gottes Willen ja...

00:06:57: Ja für Meyerhofer ist es natürlich erstmal lustig Aber aus Schäfers Perspektive ist das natürlich eine ganz schlaue Idee.

00:07:04: Denn Sechzig sucht ja gerade mal wieder einen Präsidenten, die der Schneider sehr weg und Meyerhofas Beratungsexpertise kann man ohnehin gut brauchen.

00:07:12: Warum also nicht gleich ihm dieses Ehrenamt anbieten?

00:07:16: In dass er seine Expertise dann quasi kostenlos einbringen darf.

00:07:20: Dann hat aber der Gedanke in meinem Hirn immer gearbeitet irgendwie so weil ich habe so den Neigung mich oder mir immer Aufgaben anzueignen, die als unlösbar scheinen.

00:07:33: Weil ich mir immer denke irgendwie kriege ich das ja immer

00:07:36: hin.".

00:07:37: Um zu verstehen warum Schäfer einem Unternehmensberater diesen krassen Vorschlag macht Präsident der Löwen zu werden müssen wir uns erst mal anschauen was Meyerhofer bis dahin für eine Karriere hingelegt hat.

00:07:49: Er hat nämlich lange in den USA gearbeitet und ist seit Ende der Neunziger in München bei einer Firma namens FIAC Intercom.

00:07:56: Die ist heute besser bekannt als O-Two.

00:07:59: Und bei dieser Firma soll er dafür sorgen, dass mehr Menschen dort einen Mobilfunkvertrag

00:08:03: abschließen.".

00:08:05: Deshalb denkt sich Meyerhofer damals die Home Zone aus – also das Prinzip, das man mit seinem Handy von zu Hause aus zur Festnetzpreise telefonieren kann und an so ein kleines Häuschen im Display erscheint!

00:08:16: Aber seine Idee findet erst mal nicht so richtig anklang, man glaubt nämlich nicht, dass die Umsetzung technisch überhaupt möglich ist….

00:08:22: Wir waren dann irgendwann an einem Punkt, wo man Telefone modifizieren musste um das zu tun.

00:08:28: Oder gab es ein legendäres Meeting auf der Zewit mit Nokia, wo Anzi Fangyoki ist, der Nokia-Chef und er saß da am Tisch und mein damaliger Chef saß auch da.

00:08:41: und dann habe ich gesagt ja, man muss also damit dem Telefon folgendes tun und so.

00:08:45: Und dann saß der Finne da – we were not modified in the telephone!

00:08:51: We are the Finns, we follow the standard.

00:08:55: Well then we cannot use Nokia und mein Chef ist unter den Tisch gerutscht weil wir natürlich ohne Nokia.

00:09:01: das geht ja gar nicht an die Götter überhaupt.

00:09:03: heute schaut es glaube ich ein bisschen anders aus aber damals war's so Mein Chef war völlig verzweifelt selbst kannst du da nichts machen?

00:09:10: Das geht dann nicht!

00:09:11: Du kannst dich jetzt auf Nokia und wir können doch nicht ohne ihn sagen Die werdens tun, garantiert Wacky Poke hat Und irgendwann glaubt er zwei Wochen haben sich gemeldet OK sie

00:09:20: machen's.

00:09:23: Was Meyerhofer also damals gemacht hat, dass es ungefähr so als würde man heute Apple davon überzeugen etwas an ihren heiligen iPhones zu ändern.

00:09:32: Meyerhoffer ist einer der aus dem Management eines großen Unternehmens kommt und der auch weiß wie man Menschen für sich und seine Ideen einnimmt.

00:09:40: Und genau deshalb hat Schäfer ihn auch für das Amt vorgeschlagen.

00:09:44: Und weil Meyerhofert zwar Fan von Sechzig ist aber bis jetzt noch kein Teil des Vereins ist.

00:09:50: Er ist also noch nicht mit den klebrigen und auf Kungelei angelegten Strukturen in den Vereinsgremien verwachsen.

00:09:55: Er ist genau der Typ-Präsident, den sich der Investor Hassan Ismail gewünscht hat!

00:10:04: Und genau deshalb trauen sie jetzt im Verein auch Meyerhofer zu, dass er mit Ismail irgendwie besser klarkommt – besser als sein Vorgänger Dieter Schneider.

00:10:13: Dieterschneider war ja der Präsident, der den Verein wirtschaftlich konservativ führen wollte, der die Fußballfirma möglichst wenig mit Schulden belasten wollte….

00:10:21: Und Meyerhofer sieht jetzt den Verein plötzlich als Unternehmen, in das ganz kräftig investiert werden soll.

00:10:27: Gerhard Meyerhoffer überlegt sich eine Woche lang ob er für das Amtespräsidenten bei Sechzig kandidieren soll und auch wenn er von der Idee am Anfang überhaupt nichts gehalten hat will er die Sache jetzt unbedingt angehen.

00:10:39: Er ruft also Robert Schäfer zurück und sagt zu...

00:10:43: Also ich glaube ich kann es schon so ein bisschen.

00:10:45: ja mit dem ich kann's ein bisschen bin ich dann zu sechzig und habe gedacht hallo Das wird doch gehen, das gilt es ja nicht.

00:10:52: Ja aber er bekommt den Posten jetzt nicht einfach so.

00:10:55: Kurz vorher ist nämlich die Satzung von Eighteenhundertsechzig geändert worden.

00:10:59: Der Präsident muss jetzt von den Vereinsmitgliedern direkt gewählt werden Und weil Meyerhofer noch niemanden kennt, muss er jetzt erstmal eine Art Wahlkampf machen.

00:11:08: Er besucht also verschiedene Fanclubs und reist dafür durch ganz Bayern

00:11:13: Und dann ging's aber eigentlich... schon los.

00:11:16: Dann wurde es fast schon komisch, weil dann musste ich irgendwie bei dem vorsprechen, da musste ich zu dem Fanclub und da muss ich dahin und die mussten mich dann alle

00:11:30: anschauen.".

00:11:31: Und das fand ich dann schon ein bisschen merkerbar, weil ich mir gedacht habe ja also sagen wir Präsident ist Präsident oder wer bin ich denn da?

00:11:42: Herr Gerhard Meyerhofer muss sich also von sehr, sehr vielen Menschen anschauen lassen und kommt sich deshalb so ein bisschen vor wie im Zoo.

00:11:48: Und ganz besonders zu einem Mitglied wird er geschickt was ihn damals sehr verwundert.

00:11:53: Diese Person heißt Herbert Bergmeier und Bergmeyer gibt in München das Wochenblatt-Wochenanzeiger heraus Das Koriose ist.

00:12:01: Bergmeier hat eigentlich überhaupt keine offizielle Funktion bei.

00:12:08: Er denkt sich, wieso muss ich denn bitte schön gerade ausgerechnet diesen Mann hier jetzt von mir überzeugen?

00:12:14: Ich hab

00:12:14: dann schon angefangen irgendwie so ein komisches Gefühl zu kriegen.

00:12:18: Irgendwas stimmt hier nicht ganz genau.

00:12:20: Aber haben wir gedacht ja

00:12:22: du

00:12:23: bist der da neu und vielleicht muss ich das erst alles lernen.

00:12:28: Meyerhofer macht das ganze Prozedere dann brav mit stellt sich bei allen vor und tritt dann als Kandidat bei der Mitgliederversammlung.

00:12:36: Das ist im Juli, zwei Tausend Dreizehn.

00:12:39: Ja und an den Tag kann ich mich noch sehr gut erinnern diesmal nicht weil ich nachts in der Kälte draußen stand vor der Geschäftsstelle sondern tagsüber im Hochsommer in der Halle Zenith.

00:12:48: Es war so irre heiß dass die Mitglieder scharenweise nach draußen strömten wo ein schlauer mobiler Eisverkäufer seinen Wagen geparkt hatte und vermutlich das Geschäft seines Lebens machte.

00:12:58: Aber als Meyerhofer dann seine Rede hält sind plötzlich doch alle drin.

00:13:02: Und er hält da eine ziemlich gute Rede.

00:13:05: Er sagt, dass die Funktionäre bei Sächsig ihre eigene Leistung prüfen müssen.

00:13:09: Sächzig sei lange genug ein Ausbildungskämpfe-Funktionäre gewesen – so sagt das damals!

00:13:14: Und wenn es nicht gut laufe, müsse man schneller handeln.

00:13:18: Er sagt auch, dass Die Allianz Arena für den Verein viel zu teuer ist, er verspricht den Fans sogar die Möglichkeit, dass Sächski ein eigenes Stadion bauen kann und er spricht davon, dass er gut mit dem Investor zusammenarbeiten will.

00:13:29: Und vor allem aber sagt der, dass sie Löwen wieder ganz nach oben gehören….

00:13:35: Im Interview sagt Mayerhofer, dass er ein bisschen mehr Motorhead sein darf.

00:13:40: Und er sagt, ich will kein Löwenblues!

00:13:42: Ich will Rock'n

00:13:43: Roll!".

00:13:45: Mein Anspruch war ganz klar von Anfang an Bundesliga und nicht dritte Liga – nicht vierte Liga.

00:13:53: Das war das Ziel.

00:13:55: Ganz

00:13:55: klar.".

00:13:58: Und diese Bundesliga ist was, was sich die Löwenfans zu diesem Zeitpunkt natürlich ganz besonders wünschen?

00:14:03: Denn sechzig ist in der zurückliegenden Saison, Zwei-Tausend zwölf Dreizehn Sechster geworden und hat mal wieder den Aufstieg verpasst.

00:14:12: Und die Lizenz für die zweite Liga haben die Löwen gerade noch so bekommen.

00:14:17: Was die Löwenfans zusätzlich nervt, ist ja dass die Bayern gerade die langersehnte Champions League gewonnen haben – sogar das Triple!

00:14:25: Das ist natürlich der größte sportliche Erfolg.

00:14:27: mehr geht nicht.

00:14:29: Während die Bayern jetzt auch noch Pep Guardiola als Trainer anheuern der ja als angeblich bester Trainer der Welt gehypt wird, kommt bei den Löwen vermehrt der Gedanke auf.

00:14:39: So ein bisschen Erfolg wäre auch mal nicht

00:14:41: schlecht.".

00:14:43: Jan Maierhofer wird er damals mit riesiger Mehrheit gewählt – von fast tausend anwesenden Mitgliedern.

00:14:48: trotz dieser Hitze stimmen nur neununddreißig gegen ihn!

00:14:52: Ne, ich weiß noch genau.

00:14:53: Ich bin dann damals nach vorne gegangen also zwischen die erste Reihe und die Bühne und habe mich umgedreht.

00:14:58: Dann konnte ich das ganze Zenit sehen alle Mitglieder aber auch Gerhard Meyerhofer der in der zweiten Reihe saß mit seinen Vizepräsidenten.

00:15:06: Und dann war die Abstimmung und plötzlich sind die Stimmkärtchen nach oben geschnellt in die Luft und es muss man sich vorstellen Die waren an der grünen also fast tausend grüne Stimm-Kärtchen und das Ganze Zenit war ein einziges grünes Meer.

00:15:18: und Ich war bestimmt nicht der einzige im Saal der gedacht hat okay Jetzt wird tatsächlich noch mal alles gut mit Sechzig.

00:15:25: Ich glaube, ich habe sich sehr erfolgreich gewonnen.

00:15:27: Die Wahlen.

00:15:28: offensichtlich hat die Rede, die ich da gehalten hab und die Leute berührt.

00:15:33: Ich habe das auch alles so gemeint wie gesagt.

00:15:36: Ja gerührt waren sie aber natürlich geht es auf dieser Mitgliederversammlung schon ziemlich wild her also braucht keiner glauben dass es da alles friedlich war.

00:15:44: wie immer bei Sechzig Funktionäre streiten sich die einen mit, die da pfeifen bestimmte Personen aus, die von anderen wiederum gefeiert werden.

00:15:52: Aber trotzdem wirkt Dank der Rede und der Wahl von Maja Huffer-Sechzig sogar ein wie lange nicht

00:15:56: mehr.".

00:15:57: Das ist scheinbar genau das was sich der Geschäftsführer Schäfer von seinem Kandidaten erhofft hat – wie er damals der Münchner TZ noch vor Ort in der Zenithalle erzählt.

00:16:11: Hier gibt es keinen Chaos, sondern das war eine ganz reguläre demokratische gute Wahl mit einem klaren Ergebnis und einem klarem Votum.

00:16:18: Dass dieses

00:16:19: Präsidium annehmen wird und auch umsetzen wird, da bin ich ganz

00:16:21: sicher.".

00:16:22: Warum genau Gerhard Mayerhofer damals zu einen derartigen Wahlerfolg hatte ist jetzt im Nachhinein schwierig zu ergründen?

00:16:28: Vielleicht lag es auch daran, dass er manche Mitglieder an eine bestimmte Person erinnert hat – nämlich an den letzten Patriarchen bei Sechzig, der den Verein auch schon kräftig umgekrempelt Und mit dem die Löwen ja fast die Champions League erreicht haben.

00:16:41: Karl-Heinz Wildmoser!

00:16:46: Na und ob er damals diesen Karl-Hainz Wildmosa so ein bisschen als Vorbild angesehen hat, das habe ich für unsere Audiodoku Meyerhofer jetzt auch nochmal in seinem Keller gefragt.

00:16:55: Da kann man sagen dass das Präsidium Meyerhoffer so ein bißchen angetreten ist... um den ganzen Verein die Hand zu reichen und zu sagen, lasst doch mal so ein bisschen die alte Wildmosa-Zeit wieder aufleben.

00:17:05: So wie es damals war im Bundesliga Champions League Qualifikationen.

00:17:09: Und wir wissen, wie der Weg dahingeht.

00:17:11: Kommt alle mit?

00:17:12: Wir gehen jetzt voran!

00:17:13: Ja

00:17:14: absolut.

00:17:14: Und ich muss ganz ehrlich sagen über mein allerhöchster Respekt für Karl-Heinz Wildmuser nach wie vor was da in der Allianz Arena passiert ist mit seinem Sohn usw.. Das klappt mir eigentlich aus, jetzt kann ich nicht beurteilen.

00:17:26: Wenn es da zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist, dann ist das natürlich zu verurteilt.

00:17:31: Aber die Zeit, die ja bei der Präsidentin war, war eine erfolgreiche Zeit für den TS-Fahrt.

00:17:39: Und das muss man anerkennen – ob man will oder nicht!

00:17:42: Maja Hufers blendendes Wahlergebnis ist auch gerade deshalb bemerkenswert weil eben dieser Karl-Heinz Wildmose und sein Vermächtnis schon damals sehr umstritten

00:17:51: sind.".

00:17:52: Der Verein muss er schließlich immer noch die finanzielle Last ausbaden, die Karl-Heinz Wildmoser mit dem Arena-Bau geschaffen hat.

00:17:58: Aber so gut wie alle im Verein sehen sich jetzt wieder nach dem sportlichen Erfolg den Karl-Heins Wildmosa damals hatte.

00:18:05: und genau diesen Erfolg verspricht ihn jetzt Gerhard Meyerhofer.

00:18:08: Erste Bundesliga das war das Ziel ganz klar!

00:18:13: Und das ist ja der Unterschied in der Haltung was man letztendlich erreichen will.

00:18:20: und da glaube ich hat es zum ersten Mal auch schon so ein bisschen geknarzt im Gebellig.

00:18:26: Weil für mich ging's wirklich darum, das ganze System Sechzig zu professionalisieren.

00:18:33: Ja!

00:18:33: Professionalisieren – Das klingt ja erst mal gut.

00:18:37: Das klingt nach Erfolg und den wollen die Fans ja.

00:18:41: Aber die Methoden mit dem Meierhofer den Verein professionellisieren möchte, die gefallen dann doch nicht jedem.

00:18:48: Dass diese Methoden nicht jedem gefallen Das merkt man gleich sehr schnell, schon im Herbst.

00:18:54: Mayer Hofer sucht damals nach seiner Wahl sofort den engen Kontakt zum Investor Hassan Ismailk.

00:19:21: Natürlich gesagt, er ist der Gesellschafter.

00:19:24: Ja?

00:19:24: Also Entschuldigung aber ich muss einen Gesellschaft doch mitnehmen auch wenn ich eine Fünfzig plus Eins Regel im Nacken habe und trotzdem brauche ich den gesellschaft.

00:19:35: Hier klingt natürlich auch die Manager Erfahrung vom Meyerhofer durch würde ich mal sagen.

00:19:39: das sieht es ganz pragmatisch.

00:19:42: Wenn die erste Bundesliga das Ziel sein soll dann braucht man eben das Geld von Ismaik Und dafür muss man sich mit ihm gut stellen Und dafür gibt es praktischerweise auch gleich die erste Gelegenheit.

00:19:53: Kurz nach Meyerhofer's Antritt feuert der nämlich gleich mal den Trainer, nachdem die Löwen null zu zwei gegen den SV Santhausen gespielt haben

00:20:01: und das obwohl sie in allen Spielen vorher eigentlich ziemlich gut gelaufen ist.

00:20:06: also man kann schon sagen der Rausschmiss war vielleicht etwas verfrüht aber okay Meyerhoffer will halt einfach zeigen dass er es ernst meint und dass er sofort handelt.

00:20:15: Das hat er ja auch in seiner Antrittsrede versprochen.

00:20:17: Wenn jemand nicht liefert, muss er gehen.

00:20:21: Tja und so kommt es das Sechzig also mal wieder einen neuen Trainer braucht!

00:20:26: Und Meyerhofer will auf gar keinen Fall denselben Fehler machen wie bei der letzten Trainerbesetzung.

00:20:31: Als der Investor Hassan Ismail unbedingt den berühmten schwedischen Trainer Sven Göran Ericsson haben wollte.

00:20:37: darum ging's ja in der letzten Folge.

00:20:40: Meyerhoffer sieht das als eine optimale Gelegenheit den Investor stärker im Verein einzubinden.

00:20:46: Er möchte gemeinsam mit ihm einen neuen Trainer finden.

00:20:50: Und dieser neue Trainer wird Friedhelm Funkel!

00:20:53: Für die zweite Liga ist er möglicherweise der beste Trainer, den man kriegen kann.

00:20:58: Zum damaligen Zeitpunkt ist er ja schon fünfmal mit einem Zweitligisten aufgestiegen.

00:21:03: Funkel is eigentlich also perfekt für den Job bei den Löwen und er es auch der Wunschkandidat von Geschäftsführer Schäfer.

00:21:13: Der Ismaik wünscht sich natürlich trotzdem mal wieder einen ganz großen Namen.

00:21:18: Er lässt über einen seiner Vertreter in München ausrichten, dass er sich eine sogenannte große Lösung wünscht.

00:21:24: Also ein Trainer – so sagt der Vertretern von Hassan Ismaik, der die Fans so begeistert hat, dass sie kommen um sich einen Autogramm zu holen!

00:21:32: Und nach einem großen Namen klingt Funkel für Hassan ISMAIK natürlich nicht.

00:21:36: Aber als Präsident Meyerhofer mit ISMAIC telefoniert gibt er dann trotzdem sein OK-für-Funkel als neuen Trainer.

00:21:44: Es sieht also tatsächlich alles danach aus, als ob Meyerhoffer gut mit ISMAKE klarkommt.

00:21:49: Obwohl er nicht den Star-Trainer ranholen kann, ist Ismaic zufrieden mit der Entscheidung.

00:21:54: Und selbstverständlich kommen dann doch noch ein paar Leute zum Trainingsgelände um sich auch von Friedhelm Funkelein Autogramm zu holen.

00:22:02: und kurz nach dieser Entscheidung im September Zwei Tausend Dreizehn fliegt Meyerhofer dann nach Abu Dhabi Um Ismaik das erste Mal persönlich zu treffen

00:22:13: wurden dann abgeholt aus dem Hotel und sind dann zu ihm ins Büro gefahren worden.

00:22:18: Und es durfte aber nur ich zu ihm hinein, in das Büro ... Ja, und da saß er dann.

00:22:24: ja!

00:22:25: Wenn man sich's halt so vorstellt wie man da sitzt und ich saß davor.

00:22:30: Ich glaube wir haben ein sehr gutes Gespräch gehabt.

00:22:32: Aber wie saß sie da genau?

00:22:34: Du sagst, wie man sichs vorstellt also ...

00:22:37: Ja im Wallen weißen Gewand Man hat schon gespürt, auf welcher Seite die Markt gerade war.

00:22:49: Aber ich kannte das natürlich auch aus.

00:22:53: Es hat mir auch geholfen, wie gesagt, die internationale Management-Erfahrung mit unterschiedlichsten Kulturkreisen zu tun gehabt und glaube habe mich immer ganz gut einstellen können da drauf.

00:23:03: Auf ein paar Sachen muss man da halt aufpassen.

00:23:06: Ja dann haben wir ein sehr gutes Gespräch gehabt miteinander also Erst mal einen guten Eindruck gehabt, haben wir gedacht ja okay das kann schon gehen.

00:23:15: Ich dem an, ihr habt gesagt so wir wollen jetzt hier wirklich mit einem Businessplan diesen Club voran drehen und wir brauchen dafür auch ein bisschen Geld oder?

00:23:22: Ging es auch schon darum?

00:23:23: Ja natürlich!

00:23:25: Das ist ganz klar.

00:23:26: also man kann wenn man den Anspruch hat in der ersten Bundesliga Fußball zu spielen braucht man da hinzukommen ob man's jetzt mag oder nicht Nicht nur gute Fans, sondern man braucht Geld.

00:23:41: Das haben wir ja auch besprochen.

00:23:42: Aber ich sag mal in dem ersten Gespräch war Geld kein Problem.

00:23:46: Geht hätte er genügend!

00:23:48: Er möchte nur dass sein Geld richtig eingesetzt wird und er hat Schwierigkeiten mitm Verein weil er sagt er kann den Verein nicht greifen.

00:23:56: also das ist mal so mal so.

00:23:58: da gibt es welche die sind so da gibts welche da hassen in welchen dann nicht?

00:24:03: das finde der komischer.

00:24:05: Da muss ich sagen, das verstehe ich auch.

00:24:06: Das kann nicht nachvollziehen, warum?

00:24:09: Warum hat er

00:24:09: die Meinung?

00:24:12: Für Meyerhofer hört sich das eigentlich alles ganz gut an.

00:24:15: Er hat das Gefühl, dass Ismaic sehr wohl bereit ist mehr Geld in den Verein zu stecken aber nur wenn er dafür auch mitreden kann.

00:24:22: Er möchte mehr Kontrolle über seine Investition und Meyerhoffer kann das sogar sehr gut nachvollzehn denn bisher vor ihm hat er das Präsidium versucht Ismaik von den Gremien möglichst weit wegzuhalten.

00:24:33: Er möchte ja genau das jetzt ändern.

00:24:38: Diesen Kurs finden damals allerdings nicht alle richtig, zum Beispiel auch der Geschäftsführer Robert Schäfernich.

00:24:44: Der argumentiert nämlich, dass Meyerhofer's Strategie dazu führen wird, dass sich der Verein viel mehr in die Abhängigkeit von Hassan Ismaik begeben wird.

00:24:54: und er weiß auch, dass Meierhofer das völlig egal ist.

00:24:58: Wie sich das mir damals dargestellt hat war so, dass es ab

00:25:00: irgendeinem Punkt für ihn

00:25:05: wichtig war... diese Partnerschaft mit

00:25:08: Hassan Ismail

00:25:11: voll auszunutzen.

00:25:12: Auch der Meinung war, dass wir alle vorher

00:25:15: einfach

00:25:15: falsch mit ihm kommuniziert hätten und er jetzt den richtigen

00:25:18: Weg nehmen würde wie man mit ihm communiziert

00:25:20: ohne vielleicht ins Kalkül zu ziehen das wir vielleicht doch auch schon versichende Sachen versucht hatten Lösungen zu finden aber es eben Gründe gab warum er sich an gewissen Punkten nicht geeinigt hat.

00:25:32: mein Eindruck war dass nicht so sah und das eben über Bord warf und gesagt

00:25:38: hat, das Wichtigste ist, dass wir jetzt

00:25:40: die Mittel freikriegen und möglichst viele Mittel haben.

00:25:43: Und die investieren um dann

00:25:44: sportlichen Erfolg zu haben.

00:25:47: Kleinkariertes Vorgehen dabei nur aufhält letztlich.

00:25:50: So wirkte es damals.

00:25:53: Ja und Schäfer weiß ja ganz genau, dass der Ismail ihn schon lange loswerden will weil er findet ,dass der Geschäftsführer mit seinen kleinkarierten Regeln ihm nur im Weg steht.

00:26:03: Schäffer und Ismail können einfach nicht mehr miteinander Denn Schäfer ist ja auch sozusagen das letzte Relikt aus dieser Ära, die der Schneider in der der Verein und der Investor permanent nur gestritten haben.

00:26:14: Und Meyerhofer will Schäver – also den Mann, der ihn zum Verein gebracht hat – jetzt entlassen!

00:26:22: Sozusagen als ersten Akt einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Ismaik.

00:26:29: Er opfert also Schäfers und das zeigt dass Meyerhoffer für eine bessere Zusammenarbeit wirklich zu allem bereit ist.

00:26:36: Für ihn war das vielleicht so eine Art, der macht nicht das was ich sage.

00:26:40: Das

00:26:40: kann nicht sein!

00:26:41: Ich brauche einen der machts was sich sage und hat mich verstanden dass es darum eigentlich nicht

00:26:45: ging und es ging

00:26:46: darum.

00:26:46: wir müssen halt zusammen das machen was man machen darf und wachen kann in Deutschland und das eben zu erklären war nicht leicht und im Prinzip war ich so zwischen den Seiten die ganze Zeit.

00:26:58: Heute versteht sich Robert Schäfer übrigens wieder ganz gut mit Ismail.

00:27:02: Er hat uns sogar erzählt, dass sie sich vor ein paar Monaten mal über die ganze alte Zeit ausgesprochen haben.

00:27:07: Aber damals belastet ihn das Ganze schon sehr.

00:27:10: Er merkt, dass er nicht mehr gut schläft und wacht nachts auf.

00:27:13: Er ist immer müde, fühlt sich ständig überlastet.

00:27:17: Und als er sich dann entscheidet zu gehen und quasi seiner Entlassung zu vorkommt, fühle es sich wie eine Befreiung an.

00:27:23: Als ich rausgegangen

00:27:24: bin

00:27:25: war das auch ein Aufatmen aber es war irgendwie

00:27:28: so ...

00:27:31: Ganz lange gelaufenes Stehen bleibt und

00:27:33: man läuft innerlich weiter.

00:27:36: Und ich habe praktisch ein paar Wochen gebraucht, um

00:27:39: dieses innere Weiterlaufen abzubrechen und auch zu

00:27:42: beenden.".

00:27:43: Für Meyerhofer ist die Trennung von Schäfer der nächste Schritt, um seiner Vision von eighteenhundertsechzig näherzukommen.

00:27:50: Schäver steht ja aus Meyerhofers Sicht für den traurigen Löwen Blues – und Meyerhoffer will doch in die Bundesliga!

00:27:57: Das verheimlicht er auch nicht, als er von einem Kollegen von der Münchner TZ damals gefragt wird wie denn die Suche nach einem neuen Geschäftsführer so läuft.

00:28:05: Wir wollen natürlich einen Profi haben wir wollen jemanden der Erfahrung hat in dem Bereich weil wir ja hohe Ziele haben mit unserem Verein und wir wollen nach wie vor aufsteigen und das werden wir nur hinkriegen wenn an allen Stellen die richtigen Profis haben.

00:28:22: Und jetzt ist richtig Rock'n'Roll bei den Löwen.

00:28:26: Der Trainer ist weg, der Geschäftsführer und den Sportdirektor, den feuert Meyerhofer auch gleich mal.

00:28:31: Natürlich auch weil E-Smike das genauso will!

00:28:34: Die zwei – also Meyerhoffer und E-smike – ziehen jetzt alles gemeinschaftlich durch.

00:28:39: Das führt dann natürlich dazu, dass er noch viel abhängiger wird vom Investor, weil der Umbau und die neuen Personen, die kommen sollen, natürlich sehr viel Geld

00:28:46: kosten.".

00:28:47: Ja genau, Philipp.

00:28:48: Und diese ganzen Umbauten irritieren natürlich auch manche Leute im Verein?

00:28:52: Außerdem verärgert der Meyerhofer auch die Fans, weil er sogenannte Geheimtrainings bei den Löwen einführen will.

00:28:59: Das heißt das zum Beispiel beim Abschlusstraining vor dem Spiel keine Fans mehr anwesend sein dürfen.

00:29:04: Das ist ja eigentlich relativ normal im Profifußball.

00:29:08: aber die Löwen-Fans sagen sich so was macht doch nur der abgehobene FC Bayern, aber doch nicht wir – die volksnahen Löwen!

00:29:16: Meyerhoffer begründet es damit dass die Mannschaft Ruhe braucht Und er sagt, dass es eben manchmal auch Entscheidungen geben muss die nicht eingefallen.

00:29:24: Wenn man's schaffen will das die Löwen wieder aufsteigen

00:29:27: und ich konnte dann mit der Zeit dieses ewige Gesülze vom Potenzial der Löwen und überhaupt konnte ich auch nicht mehr hören weil Fakt war, dass wir permanent an der Pleite rumgeschrappt sind mit Investor oder ohne Investor und das ist fußballerisch nicht gereicht hat in die erste Bundesliga auch zu steigen.

00:29:49: Das ist nun mein Fakt und ich finde, wenn ich Dinge ändern müsste, dann muss ich erst mal die Realität anerkennen.

00:29:55: Wenn ich das nicht tue, wenn mir da immer irgendetwas vormahre, dann geht es nicht.

00:30:01: Und die Professionalisierung war für mich zentrales Thema – das ist das was ich

00:30:08: wollte.".

00:30:09: Für Meyerhof erzählt was er will.

00:30:12: Nur, allmählich geht vielen Fans und Menschen bei Sechzig eben genau diese Einstellung ziemlich auf die Nerven.

00:30:18: Das erinnert sie jetzt zu sehr an Karl-Heinz Wildmoser – also jedenfalls zu sehr in den negativen Seiten von Wildmosa!

00:30:26: Sie finden da wüteten Alleinhärscher der sich der Kontrolle entzieht, der alles alleine macht und der sich gegen alle durchboxen möchte.

00:30:34: Hauptsache am Ende steht der Erfolg Und vor allem mit einer Gruppierung hat Meyerhofer Probleme mit der Fanorganisation Pro-Achzenhundertsechzig.

00:30:46: Einen Vertreter von Pro haben wir in den letzten Folgen schon kennengelernt, Christian Wagershauser.

00:30:53: Pro-achzenhundertzechzig hat es sich im Jahr zwei Tausendsechs gegründet nach dem ganzen Allianz Arena de Barkel und die Leute hatten sich sozusagen schon im Widerstand gegen Wildmosa kennengelernt.

00:31:04: Sie wollten also auf gar keinen Fall wieder so einen Typen So ein Patriarchen der meinte weißes eh besser als alle anderen.

00:31:12: Und dann will der Präsident Meyerhofer, also auch noch sehr eng mit diesem rätselhaften Investor zusammenarbeiten?

00:31:18: Sicher nicht!

00:31:20: Es geht pro Achtzehnundsechzig da auch um die Tradition des Vereins.

00:31:24: Um seine Identität.

00:31:26: Um einen Verein, der seinen Fans gehört.

00:31:28: und bei Gerhard Meyerhoffer kommt jetzt aus Sicht von Pro also einiges zusammen.

00:31:33: Da erinnert einer nicht nur in seiner Erscheinung an Karl-Heinz Wildmosa Also an diesen Typus des bayerischen Anpackers Mit lauter Stimme sondern er verhält sich auch noch so.

00:31:43: Und wer bei seiner Marschroute nicht mitzieht, der ist automatisch ein

00:31:46: Feind.".

00:31:47: Ja und die Feinde sitzen jetzt dann auch in den Gremien!

00:31:50: Denn viele der Mitglieder von ProS sind ja nicht nur Fans, sondern sie besetzen zum Teil auch offizielle Positionen im Verein – weil Sie halt meinen dass sie sechzig dadurch vor nem Tüppen wie Wildmosa schützen können?

00:32:03: In diesen Positionen machen sie es immer schwieriger für Meyerhofer den Verein zu führen denn ständig gibt's Kräfte, die gegen ihn wirken.

00:32:11: Ja, das war jetzt

00:32:22: schon ein bisschen ironisch von Meyerhofer falls es nicht deutlich geworden ist.

00:32:25: Also dieser Bergmeier über den er das spricht, dass es genau jener Bergmeyer über dener Eingangs erzählt hat, dass eine Person gegeben hat bei der er vor seiner Wahl antanzen musste um sich bei ihm ausführlich vorzustellen und obwohl er überhaupt keine Funktion hat in dem Verein, also keine offizielle.

00:32:43: Herbert Bergmeier der Münchner Zeitungsverleger.

00:32:46: und dieser Bergmeyer war-und ist eine der einflussreichsten Personen allerdings nicht bei eighteen sechzig im Verein sondern in der Fangruppierung pro achtzendhundertsechzig.

00:32:57: Und den geht es damals um eine Demokratisierung der Vereinssatzung.

00:33:02: Früher haben sich die Machthaber im Verein sozusagen mithilfe von Delegierten gegenseitig gewählt und kontrolliert.

00:33:08: So war das in den Wildmoserzeiten und genau so hat Karl-Eins Wildmosa auch seine Macht gesichert.

00:33:14: Die Struktur war aber nicht demokratisch, sondern eher autokratisch!

00:33:18: Jetzt aber nach der Satzungsänderung bestimmen die Mitglieder – und nicht länger delegierte – wer das sagen hat….

00:33:25: Und wer jetzt denkt, okay das klingt ja erst mal tip top, Demokratisierung ist immer toll.

00:33:29: Dem Haltenkritiker entgegen?

00:33:31: Ja ok demokratisch ist es aber leider trotzdem nicht weil nämlich pro-Achzehnundsechzig im Hintergrund die Fäden zieht und über den Verwaltungsrat bestimmt wer sich als Präsident überhaupt zur Abstimmung stellen darf.

00:33:43: Genau deshalb musste nämlich Meyerhofer sich vorstellen bei Herbert Bergmeier.

00:33:48: Meyerhofer versteht diese Satzungsänderung auch überhaupt nicht Beziehungsweise.

00:33:52: er versteht sich so, dass sie alles nur noch komplizierter macht.

00:34:16: Du musst ja alle möglichen Leute fragen.

00:34:18: Und das halten Sie dann für demokratisch und ich bin bei Leiwe überzeugter Demokrat, aber so kann ich kein Fußballverein

00:34:26: führen.".

00:34:28: Im Prinzip will Meyerhofer die Verhältnisse wie sie beim FC Bayern herrschen.

00:34:32: Da gibt es den starken Mann Uli Hoeneß und der macht was er will – und dann lässt er sich einmal im Jahr von den Mitgliedern auf der Versammlung beklatschen oder besingen…Uli Hoener ist du bist der beste Mann!

00:34:44: Oder es gibt da auch den Präsidenten Franz Beckenbauer, dem der Vorstand Karl-Heinz Rummenigge auf der Versammlung sogar gerne mal ein legendäres Gedicht wird mit.

00:34:53: Lieber Franz!

00:34:54: Ich danke dir!

00:34:55: Ich Danke dir!

00:34:57: ich danke dir sehr!

00:34:58: ich Danke dir das fällt uns nicht schwer... ich danke Dir, danke dir ganz toll und so weiter.

00:35:06: Bei eighthundertsechzig gibt es keinen Applaus und es gibt erst recht nicht solche Gedichte.

00:35:11: Meierhofer aber empfindet es so, dass seine Arbeit als Präsident ständig erschwert wird.

00:35:16: Das erzählt er mir auch im Gespräch.

00:35:18: Aber es geht ihm dabei nicht nur um die großen, um die unternehmerischen Entscheidungen, die Meyerhofer mit Hassan Ismaik trifft sondern erregt sich am meisten eigentlich auf über die vergleichsweise banalen Dinge.

00:35:31: Einmal unterstützt das Präsidium Meyerhoffer zum Beispiel die Idee den Papst zum Ehrenmitglied des Vereins zu machen.

00:35:38: Eine Delegation der Löwen reißt also nach Rom und kriegt eine Audienz bei Papst Franziskus.

00:35:43: Und der findet die Aktion super, er bekommt einen Löwenschal umgehängt und unterschreibt auf einer Urkunde Auf der steht Der TSV München von eighteenhundertsechzig.

00:35:54: Er nennt hiermit seine Heiligkeit Papst Franciscus den ersten zum Ehrenmitglied.

00:36:02: Einige haben gewusst dass der Papst es eben gerne macht also Papst Fransiskus.

00:36:09: Dann ist eine Delegation von uns nach Rom gereist und hat es dann auch fotografisch dokumentiert.

00:36:17: Und hat dem Franziskus den Schal umgehängt und eine Ehrenerkunde, dass er jetzt Ehrenmitglied ist beim TS-Fahrt.

00:36:25: Er hat sich sehr gefreut weil er eben den Fußball auch sieht als Verbindung zu den Menschen die Wichtigkeit des Fußballs für die Menschstärke an.

00:36:35: So, und dann war er ein Mitglied.

00:36:37: Und da haben wir uns gedacht jetzt haben wir was Gutes gemacht.

00:36:41: Weit gefehlt nicht beim TSV-Achzehnundsechzig München!

00:36:44: Tja, weit gefehlte.

00:36:46: das Präsidium Meierhofer wird nämlich vor den Ehrenrat zitiert – sowas gibt es tatsächlich auch weil nämlich die Aktion mit den Mitgliedern des Vereins nicht abgestimmt war.

00:36:55: Dann wurden wir gerügt und durften aber weiter präsidiums sein.

00:37:01: Da muss ich sagen so etwas... wenn sowas in einem Verein vorkommt, also ganz ehrlich.

00:37:07: Also daran kann man doch ermessen was in dem Verein innen drin los ist.

00:37:11: und ich muss ganz ehrlich sagen wir haben immer wieder ein Stück von Verständnis für den Ismaik gehabt dass er den Verein nicht versteht.

00:37:17: das habe ihn wirklich verstanden so absurd viele der Dinge waren die er gemacht hat.

00:37:23: aber den Teil habe ich verstanden und an sowas zerreibt man sich dann einfach ja das macht dann auch wirklich keinen Spaß

00:37:30: mehr.

00:37:31: Ja, man muss natürlich schon dazusagen dass diese Papstgeschichte in Zweierlei hin sich total kurios war und das sie zeigt dass der Meyerhofer vom Vereinswesen als solchem tatsächlich keine Ahnung hatte.

00:37:44: Zum einen kriegt ja normalerweise nur jemand eine Ehrenmitgliedschaft der sich besonders um den Verein verdient gemacht hat Das kann man jetzt von Papst Franziskus bei sechzig Jahren nicht gerade behaupten.

00:37:55: Und zum anderen ist der Papst halt ne Figur die extrem polarisiert.

00:38:00: aber für Meyerhoffer ist das halt eine Marketinggeschichte, ein PR-Gag und sonst nichts.

00:38:06: Und er hat jetzt das Gefühl, er kann wirklich gar nichts machen ohne sich mit diesem Verein anzulegen.

00:38:12: Naja es gibt einfach Menschen bei diesen Vereinen die sehr stark im Hintergrund waren aber immer sehr deutlich einen Plan verfolgt haben.

00:38:28: Wie gesagt, der Plan war ein Gebilde zu schaffen, das nie wieder Wildmosa-Strukturen zulässt.

00:38:36: Das kann man jetzt drehen und wenden wie man will.

00:38:39: Der Wildmoser war in der Bundesliga, er wollte die Bundesliga.

00:38:43: Er war in den Champions League Qualifikationen... Also er wollte noch oben so.

00:38:49: Die wollen nicht nach oben ganz klar.

00:38:52: Ja?

00:38:53: Die wollen da bleiben wo der Verein

00:38:55: ist.".

00:38:55: Und diese Menschen findet Meyerhofer Die gibt's halt bei Sechzig und anderswo nicht.

00:39:02: Was ich sagen kann, ist dass die Vereine, die aufsteigen, da passt dann einfach alles zusammen.

00:39:07: Da gibt es eben diese Strömungen nicht.

00:39:09: Sondern da ziehen alle an einem Strick.

00:39:11: Und vor allen Dingen halten sich auch Leute aus Dingen heraus für die sie nicht verantwortlich sind.

00:39:20: Wobei Sechzig hat ja jeder über Alles immer mit geredet Jeder war unglaublich wichtig.

00:39:28: Man mehr über den Eindruck hat, der Verein war eigentlich das Unwichtigste aber jeder war selbst der Wichtigste.

00:39:35: und ich war natürlich dann bei dem Ultras zum Teil auch so, wo mir einer zu mir gesagt hat wir sind der Verein nicht ihr.

00:39:43: Wo ich mir nachgedacht habe und jetzt also verstehe ich jetzt irgendwie gar nicht Wir sind doch nicht Kosa-Nostra sondern da sind der TSV-Achzehnteig München.

00:39:53: Also das war schon Da waren natürlich auch teilweise Wir haben anstrengende Persönlichkeiten drin.

00:39:59: Wer jetzt denkt, Hilfe Cousa Nostra... Also nicht erschrecken, Cousas Nostras ist nicht die Mafia sondern das sind die Ultras von Sechzig also Teile der Ultras und sie nennen sich halt wie die Mafias Und mit denen rangelt sich jetzt der Präsident Meyerhofer Errangelt sich also nicht mehr mit dem Investor wie sein Vorgänger Der Dieter Schneider aber dafür halt mit den Gremien und mit den Ultras.

00:40:20: Ja und dazu gibt es auch einen juristischen Versuch den Präsidenten wieder los zu werden den Meyerhofer wieder vom Hof zu jagen.

00:40:27: Und zwar kommt dieser Versuch von einem Achtzehnhundertsechzig-Mitglied und diese Person behauptet, die Mitgliederversammlung auf der Meyerhofe ja mit großer Zustimmung gewählt worden ist, die hätte niemals gültig sein dürfen wegen eines Formfehlers bei der Einladung!

00:40:45: Und deshalb sei Meyerhoffer gar nicht wirklich Präsident bei Sechzig.

00:40:50: Ja, die Geschichte ist jetzt so irre, dass sie nur bei Sechszig passieren kann... Das klangene Mitglied heißt Helmut Kiermeyer.

00:40:59: Der hat später auch mal für den Verwaltungsrat kandidiert und dann in einer seiner Bewerbungen geschrieben, dass er früher mal Pornos da war.

00:41:06: Das haben Markus nicht jetzt überprüft.

00:41:07: ob das stimmt aber ist ja auch unerheblich.

00:41:09: dieser Kiermaier wurde jedenfalls nicht gewählt Und dann hatte sich verabschiedet mit dem Argument Er müsste jetzt wieder los weil er zu einer Gruppensex-Party eingeladen sei.

00:41:18: Und eben dieser Kirmaier offensichtlich ein Kommodiant legt also mit seiner Klage das ganze Präsidium lahm Einfach nur weil er sagt, ihr habt nicht formgerecht eingeladen.

00:41:28: Und das Mitglied fordert deshalb Schadensersatz von Meyerhofer für alle vermeintlich unrechtmäßigen Entscheidungen die Meyerhof als Präsident der Löwen getroffen hat.

00:41:38: und dieser ganze Rechtsstreit, der geht Meyerhoffer sehr nahe.

00:41:42: Es gab so wie viel wir mit rechtsanwälten gesprochen haben, die ganze Zeit erklärt haben Detailes.

00:41:50: Das belastet einer.

00:41:51: was stand in der Zeitung über mich dass ich wohl schon zufrieden wäre, weil ich ja nur Glaubepräsident zu sein.

00:42:00: Ja das klingt lustig!

00:42:01: Aber das haben meine Kinder auch gelesen und meine Kinder waren in der Schule und die mussten sich diesen ganzen Blödsinn anhören an der Schule.

00:42:11: also das war nicht mehr lustig.

00:42:13: es war überhaupt nicht lustig.

00:42:16: wie ich sowas überhaupt nur drucken kann finde ich.

00:42:19: Ja, Meyerhofer kann darüber überhaupt nicht lachen und mir tut es ein bisschen leid, dass ich da kurz schmunzeln musste als er das erzählt hat.

00:42:26: Aber ich wusste halt was für eine irre Figur dieser Klagen der Helmut Kiermeyerhalt ist!

00:42:31: Aber für Meyerhover hört der Spaß auf weil das Präsidentenamt natürlich ehrenamtlich ist.

00:42:36: Das heißt Meyerhoffer hätte sogar mit seinem Privatvermögen haften müssen.

00:42:41: Als Präsident bei Sechzig verdient er kein Geld und hat trotzdem den ganzen Stress.

00:42:46: In dem Interview erzählt mir Meyerhofer, dass er rückblickend eigentlich schon damals hätte aufhören sollen.

00:43:08: Und was Meyerhoffer vor allem belastet ist?

00:43:10: Dass er nicht weiß wer diesen Prozess überhaupt angestrengt hat!

00:43:14: So ein Prozess ist ja wahnsinnig kostspielig und den muss sich eine Einzelperson ja auch erst mal überhaupt leisten können.

00:43:21: Aber falls Kiermeyer Hintermänner gehabt haben sollte, die ihm den Prozess auch mitfinanziert haben so wissen wir bis heute nicht wer das gewesen sein könnte.

00:43:29: Ja und Kiermayer und eventuell eben auch dann seine Mitstreiter können dann auch einen Etappen-Sieg vorweisen.

00:43:36: Meierhofers Wahl muss nämlich tatsächlich wiederholt werden.

00:43:40: Damit gibt sich Kiermaier aber nicht zufrieden und er klagt weiter bis zum Bundesverfassungsgericht.

00:43:46: Dort hat er dann aber keinen Erfolg mehr.

00:43:49: und diese ganzen Konflikte, die Meyerhofer mit dem Verein hat, werden natürlich wie immer bei Sechzig sehr öffentlich ausgetragen Und deswegen legt sich der Präsident ziemlich bald auch noch mit der Münchner Presse an.

00:44:03: Der Meyerhoffer ist ja Quereinsteiger im Fußball und deswegen erlebte als Löwenchef erst mal einen ziemlichen Kulturschock.

00:44:11: Jetzt muss ich natürlich dazu sagen Das meine Erfahrungen im Umgang mit der Presse waren natürlich die Industriepresse.

00:44:18: Es war ein Managermagazin und so weiter, da musste man sich auch manchmal um Dinge herum bewegen, die man vielleicht noch nicht so deutlich ansprechen wollte.

00:44:28: Aber das was dann von der Boulevard-Presse erzeugt wurde, das war ja

00:44:33: Harnelbüchen.".

00:44:35: Im Internet schreiben viele Löwenfans Kommentare, die öfter auch mal unter der Gürtelinie sind – das ist aber eigentlich in allen Vereinen so!

00:44:42: Meyerhofer wird damals zum Teil wüstbeschimpft.

00:44:46: Und er begeht vielleicht den Fehler, dass er diese Kommentare auch liest und ernst nimmt?

00:44:50: Denn so kommt es irgendwann zur sogenannten Trottlerfähre!

00:44:56: In einem Forum schreibt jemand, Meyerhoffer sei ein Trottel-und ein Fuzzi.

00:45:00: Und Meyerhofe sagt bei Fuzzieh da ist für mich eine Grenze überschritten und der verklagt in anonymen Menschen, der sich dann später als Student herausstellt.

00:45:09: Und das Meyerhoffe einen Student verklagt weil er ihn Fuzzin nennt verschafft Meyerhofer natürlich Beleidigungen hin oder her nicht gerade Sympathiepunkte bei den Löwen.

00:45:18: Weshalb die Ultras in der Arena nun ein riesiges Plakat aufspannen und darauf steht?

00:45:24: Es gibt viele Trottel auf dieser Welt, den größten haben wir gewählt – also mich!

00:45:30: Naja und was bei Markus und mir damals immer nicht so gut ankommt dass Meyerhoffer gerne mal damit droht eine Autorisierung eines Interviews zurückzuziehen und das kurz vor dem geplanten Andruck.

00:45:41: Und überhaupt ist es so wenn ihm Artikeln nicht passen ruft Meyerhofer damals auch gerne mal in den Redaktionen an.

00:45:47: Und auch im Verein haben viele Leute Probleme mit seiner Art, er soll ja ziemlich aufbrausend gewesen sein.

00:45:54: Ein einfacher Charakter war das sicherlich nicht aber das trifft damals offensichtlich auf viele bei Sechzig zu.

00:46:01: Letztendlich war der Plan, mit dem Meyerhoffer angetreten ist schlicht und einfach nicht umzusetzen.

00:46:07: Er wollte Eighthundertsechzig so führen wie ein Unternehmen Aber ein Fußballverein Ist halt nun mal kein Unternehmen.

00:46:15: Der FC Bayern ja schon!

00:46:17: Ja gut, aber Sechzig war damals schon kein professionell geführter Verein sondern eine chaotische Zerstrittene zum Teil bestimmt auch toxische Organisationen.

00:46:27: Manche sagen regelrechte Schlangengrube.

00:46:29: und so ne Schlangen grube die kriegt man nicht über Nacht geändert egal wie viel Management Erfahrung man hat.

00:46:35: Stattdessen hat Maja Hofer die Organisation mit viel zu vielen Veränderungen überfordert.

00:46:40: Er hat alles umgeschmissen und sich dabei zu wenig Verbündete gesucht.

00:46:45: Und als er dann merkte, dass niemand seine Strategie mittragen wollte, hat der Druck ausgeübt.

00:46:49: Er hat quasi Krieg gegen das System geführt.

00:46:51: Krieggegen in Giesinger Staat, so nennen manche ja noch heute das System von Pro-Achzehnhundertsechzig.

00:46:57: Ja!

00:46:57: Er hat auf jeden Fall – das kann man auch ganz allgemein sagen – die Fans nicht mitgenommen Die Fans, die er unglaublich viel mitgemacht hatten, die ihrem Verein schon die letzten Jahre die Treue gehalten haben und die jetzt zum Teil eben auch in den Gremien waren.

00:47:11: Und jetzt kommt da einfach jemand von außen, der alles ändern will.

00:47:15: Der muss sich in den Augen der Fans ja eigentlich erst mal

00:47:17: beweisen.".

00:47:18: Ja, und deshalb hinkt natürlich in dem Moment auch der Vergleich mit Karl-Heinz Wildmosa!

00:47:22: Denn der wurde ja damals nur deshalb als Patriarch akzeptiert, weil die Löwen auch sportlich erfolgreich waren – das ist bei Meyerhofer jetzt eben nicht so….

00:47:31: Das angekündigte Aufstiegsziel, dass verfehlt er in seiner ersten Saison als Löwenpräsident?

00:47:36: In der zweiten

00:47:37: Saison?!

00:47:37: Das Präsidenten Gerhard Mayerhofer läuft dann sportlich noch sehr viel schlechter und der Klub spielt tatsächlich sogar wieder gegen den Abstieg.

00:47:44: Was man fairerweise aber schon auch sagen muss, und das ist halt ein gewaltiger Unterschied zwischen dem Präsident Gerhard Meyerhofer und Karl-Heinz Wildmosa.

00:47:53: Wildmosar konnte damals schalten und walten wie er wollte als er der Patriarch von Sechzig war.

00:47:59: Gerhard Meierhofer wiederum hat das Problem des Clubs erkannt – er weiß dieser Club kann in der zweiten Liga nicht dauerhaft überleben!

00:48:06: weil er sich die zweite Liga nicht leisten kann.

00:48:08: Der Club hängt ja am Tropf eines Investors, der sechzig-künstlich am Leben erhält und Jahr für Jahr ein Millionendefizit ausgleicht.

00:48:16: Und dieses Millionendifizit wird maßgeblich verursacht von der Allianz Arena!

00:48:23: Und Meyerhofer merkt das diese ganze Mixturausstreuterei in Anfeindungen – und natürlich dem ausbleibenden sportlichen Erfolg – ihn extrem immer mehr mitnimmt.

00:48:33: Es war für mich ganz konkret an dem Zu dem Zeitpunkt, als ich die erste körperliche Stressreaktion an mir erlebt habe.

00:48:42: Nämlich hatte eine Gesichts-Nährflähmung wo mal die linke Seite vom Gesicht runtergefallen ist die ganze Zeit.

00:48:49: Das geht zwar dann wieder weg aber war natürlich beim Arzt eine ganz klare Stressreakktion.

00:48:56: Ja und das ist ja was wir bei vielen Sechzig Funktionären erlebt haben Bei Schneider, bei Margit, bei Schäfer wie dieser Verein mental und einfach auch körperlich alle fertig macht Und keinem sieht man das so genau an wie dem Meierhofer.

00:49:10: Auch weil die Anfeindungen bei ihm bestimmt am krassesten waren.

00:49:14: Da war ich garantiert auch für meine Frau, für meine Kinder war ich kein angenehmer Mensch mehr.

00:49:20: Weil es ist etwas... Das nimmt einen dann doch irgendwie so mit.

00:49:27: Auch wenn ich rausgehe an mein Auto und ein Händenzettel drange eine Morddrohung, wenn wir absteigen bringen sie mich um und meine Kinder wird's auch schlecht gehen.

00:49:37: Also da muss ich ganz ehrlich sagen, da wird es dann irgendwann mal ganz

00:49:42: komisch.

00:49:43: Aber all diese Anfeindungen sind nicht der alleinige Grund warum Meyerhofer letztendlich aufgibt!

00:49:50: Der Klub macht ihn zwar fertig aber er schmeißt jetzt noch nicht hin.

00:49:54: Das Fass zum Überlaufen bringt aus seiner Sicht dann eigentlich sein vermeintlicher Verbündeter nämlich Hassan Ismaik.

00:50:05: Meyerhof hat ja von Anfang an gepokert und sozusagen alles gesetzt auf Ismaic.

00:50:11: Das Ziel war für ihn ja der Aufstieg in die erste Liga und Ismaik ist ja eigentlich als Investor eingestiegen mit den Worten, dass er mal Champions League spielen will.

00:50:20: Und zwar gegen den FC Barcelona.

00:50:22: Die beiden waren sich in ihren Ansprüchen also total ähnlich.

00:50:28: Meyerhofer hat sich ja gerade deshalb mit allen im Club angelegt um auch endlich ein gutes Verhältnis zum Investor aufzubauen.

00:50:35: Nur eine Sache beginnt Gerd Meyerhoffer dann so richtig zu nerven Er hält Hass an Ismaic zunehmend für unzuverlässig.

00:50:42: Der Herr Ismail hat sich als kontinuierlich, relativ destruktiver Teil

00:50:50: geoutet.

00:50:53: Also es ging zum Beispiel ganz klar auch darum wenn man wieder eine Lizenz für die nächste Saison beantragt hat.

00:51:01: und da gibt's also Stichtage und Zeiten zwölf Uhr Mittagsabend.

00:51:05: Ja genau dieses Prinzip kennen wir noch aus der Zeit von Präsident Dieter Schneider.

00:51:10: Er hatte immer Zuckerbrot und Peitsche genannt.

00:51:12: Um die Lizenz zu kriegen, muss Ismael Geld zuschießen.

00:51:15: Weitere Darlehen geben und das verursacht immer einen irrsinnigen Stress auch für Meyerhofer, obwohl er sich ja mit Ismae ganz gut versteht wie er sagt.

00:51:26: Ja und was

00:51:41: Meyerhofer am aller nachdenklichsten stimmt, Ismaic investiert gar nicht wirklich mehr Geld in den Verein als davor.

00:51:48: Als das Verhältnis des Vereins zu Ismaik ja noch komplett zerrüttet war.

00:51:52: Meyerhofers sagt Ismaick jetzt mehrfach dass er investieren muss gute Spieler kaufen muss damit eben der Aufstieg klappt.

00:52:00: aber es passiert einfach nicht Und das frustriert Meyerhoffer total.

00:52:05: Es war immer nur so viel nicht völlig kaputt gehen.

00:52:12: Aber da war keine Investition, es war nur am Leben erhalten.

00:52:19: Es ging nie darum, Sechzig in die Champions League zu bringen.

00:52:25: Dann ging's nie, das war nicht der

00:52:26: Plan.".

00:52:29: Und genau darüber macht sich Meyerhofer jetzt also seine Gedanken.

00:52:33: Warum nur will dieser Investor nichts investieren?

00:52:37: Will er denn gar nicht in die?

00:52:39: Stattdessen meldet sich Ismaic angeblich mit einer ganz anderen Bitte bei Meierhofer.

00:52:44: am Ende der Saison zwanzig vierzehn fünfzehn, als sich die Löwen gerade Haarscha vor dem Abstieg in die Dritte Liga gerettet haben.

00:52:53: Verkauft den Verein für mich?

00:52:55: Der hat dann Ismaik zu mir gesagt ist sein Verein für ihn verkaufen?

00:52:59: wortwörtendlich.

00:53:00: beim Telefonat hat er mir gesagt aber ich sag ob er das wirklich ernst meint, dass es ein Ernst ist.

00:53:05: ja macht das und dann haben wir angefangen Investoren zu suchen.

00:53:12: Ja, und das ist jetzt natürlich schon ein Knaller!

00:53:14: Hassan Ismaik hat bisher immer nur Sturffestgehalten an seinen Anteilen – und jetzt auf einmal möchte er sie alle verkaufen?

00:53:21: Stimmt

00:53:21: das?!

00:53:22: Wir haben Hassan ISMAIK natürlich angefragt mitzumachen bei unserer Audio-Doku und ihm auch einen Katalog mit Fragen geschickt.

00:53:29: Beantwortet hat er diese nicht, auch nicht diese Frage also ob es stimmt dass Meyerhofer für ihn den Club verkaufen sollte.

00:53:37: Aber ich habe ihm dieselbe Frage zweitausendfünfzehnt schon einmal gestellt und da hat er den Sachverhalt genau umgekehrt dargestellt.

00:53:44: Er hat argumentiert, Meyerhofer habe ihn gefragt ob er nicht einen Käufer für seine Anteilen suchen solle.

00:53:50: Und am Ende haben wir dann Nein gesagt.

00:53:53: Der Meyerhoffer sucht jedenfalls damals nach einem Interessenten – und er findet ihn auch!

00:53:58: Nämlich Felix Magath, den ehemaligen Meistertrainer von Bayern und dem VfL Wolfsburg der gar nicht weit vom Trainingsgelände des Sechziger entfernt wohnt.

00:54:07: Zusammen mit mehreren Investoren soll Magd die Anteile von Ismaelk übernehmen und im Verein groß einsteigen.

00:54:14: Das

00:54:14: klang am Anfang auch alles sehr, sehr gut.

00:54:17: Und ich glaube auch aus sportlicher Sicht wäre Felix Magd zu dem Zeitpunkt sehr richtig gewinnen.

00:54:23: Hätte natürlich auch erst mal geheimgehalten werden müssen aber aus dem Verwaltungsrat ist es natürlich wieder rausgesprudelt.

00:54:31: Wäre da auch immer welches Interesse hatte, welche Zeitung anzurufen?

00:54:37: Ich weiß es heute, aber das tut ja nichts mehr zur Sache.

00:54:43: Und dann waren wir da eigentlich relativ weit und dann sagt der Hassan Ismail zu mir ein niederbeinding Offer, also

00:54:54: Bindnessangebot.".

00:54:56: Meierhofer sagt Ismail dass er so einen Offer nicht kriegen wird weil die Investorenseite logischerweise erstmal anonym bleiben will und erst mal die Finanzlage bei sechzig checken muss damit sie eben weiß, in welchem Zustand der Verein sich überhaupt befindet bevor sie einsteigt.

00:55:12: Eigentlich eine völlig normale Sache aber Ismaik besteht laut Meierhofer trotzdem drauf dass die Investoren ein bindendes Angebot abgeben.

00:55:20: Das kriegst du aber nicht!

00:55:21: Ist völlig, völlig denn ist unmöglich ja?

00:55:25: In keinem Managementgebilde würde man sowas machen nie.

00:55:30: und das war für mich der Punkt wo ich gesagt habe so jetzt reicht es jetzt bin ich raus.

00:55:35: Der Deal scheitert dann natürlich und Maja Hofer beschließt eben als Präsident bei Sechzig zurückzutreten.

00:55:42: Und ihm kommen Zweifel, ob Ismaic seine Anteile überhaupt jemals ernsthaft verkaufen wollte.

00:55:47: Der Hass an Ismaik ist ja nicht doof!

00:55:49: Er ist ja intelligent, glaube ich... ...und der wusste schon, dass er an dem Punkt werde ich drüberspringen können.

00:55:57: Das heißt es war völlig klar, er will seinen Verein über die Anteilen nicht verkaufen.

00:56:02: Naja, wenn man ein Haus besitzt ist es ja auch nicht schlecht zwischendurch mal zu wissen was es wert ist.

00:56:07: Auch wenn man's aktuell vielleicht nicht verkaufen will.

00:56:10: Die Anteile von Ismaik waren offenbar nicht wenig wert.

00:56:13: die genauen Zahlen will Meyerhofer natürlich nicht verraten.

00:56:17: Er sagt jedenfalls das Angebot sei sehr gut gewesen.

00:56:20: Ismaic hat ihm nachhinein übrigens immer wieder öffentlich betont er habe seine Anteil an sechzig niemals verkaufen wollen.

00:56:29: Aber für Gerd Meyerhofer ist dieser Moment deswegen so bitter, weil er von Anfang an immer auf Ismaic gesetzt hat.

00:56:35: Frei nach Pep Guardiola, Ismaik oder nix!

00:56:38: Er hätte niemals mit zu einem Blöff gerechnet – man muss sagen, er fühlte sich komplett verarscht.

00:56:44: Er wollte ja mit dem Investor gemeinsam den Aufstieg schaffen.

00:56:47: Meyerhoffer, der Ismaick als Einziger die Hand gereicht hat, als er bei den Löwen schon fast alle Sympathien verspielt hat.

00:56:53: und trotzdem lässt ihn Ismaek, so empfindetes Meyerhover dann komplett auflaufen.

00:56:59: Und deshalb schmeißt Meyerhofer auch nach zwei Jahren bei Sechzig alles hin.

00:57:05: Ich war einfach nicht mehr bereit, Zeit in das Ganze zu investieren weil ich immer mehr, mir wurde immer mehr klar dass ich nicht mehr Herr der Dinge bin Dass sich nichts managet gar nix mehr sondern dass ich gemanagt werde von außen Von Interessensgemeinschaft von Irren von allen möglichen ja gebild'n und Da hab ich dann irgendwann keine Lust mehr gehabt.

00:57:32: So richtig begreifen kann Meyerhofer eigentlich erst heute, wie sehr er in diese Zeit damals angegriffen hat.

00:57:38: Dass er das Gefühl hatte gar nichts bewegen zu können!

00:57:42: Weil das System, weil die Ultras, weil der Giesinger startet und weil Hassan Ismaik eigentlich alle gegen ihn sind... Und dass mit den Synthesisern, das hat er damals parallel als Hobby gestartet.

00:57:53: Als Ausgleich sozusagen.

00:58:04: Weil wenn ich das nicht angefangen hätte, wäre ich verrückt geworden.

00:58:07: Also die Presse ziemlich elend zu mir waren als dass alles auf mich reingebrochen ist.

00:58:13: dann setze ich mich gerne in meine Werkstatt und löte eine Platine.

00:58:16: Dann geht's mir wieder gut.

00:58:18: Und es war für mich des Richtiges

00:58:23: zu tun.

00:58:30: Ich habe Gerd Meyerhofer nach seinem Abschied als Präsident eine ganze Weile nicht mehr gesehen.

00:58:36: Aber als wir dann wieder bei ihm im Keller stehen vor diesen Synthesisern, deren Platinen er selber lötet und über elektronische Musik sprechen – was ja an dieser Stelle leider viel zu kurz kommen muss – da habe ich gemerkt so glücklich und so zufrieden wie jetzt hab' ich ihn als Löwenpräsident eigentlich maximal in den ersten zwei Wochen erlebt.

00:58:53: Denn danach ging's ja schon los!

00:58:56: Da hat man ihm angesehen und man hatte ihm auch anhören können, wie sehr ihn das Amt von Innen aufgefressen hat.

00:59:02: Insofern war das eine ganz schöne Begegnung da im Keller….

00:59:05: weil ich gesehen habe, dass es auch ein lebenswertes Leben nach der Zeit als Löwenpräsident gibt.

00:59:11: Meyerhofer's Verhältnis zu Ismaic durchläuft mehrere Phasen – ganz am Anfang ist er eher etwas auf Distanz zu ihm hat aber vor ihm die Hand zu reichen und eine Art kumpelhafte Beziehung aufzubauen.

00:59:23: Dann trifft er sich irgendwann mit ihm und versucht ihn zu überreden, zu investieren.

00:59:27: Und Ismaik sagt alles klar kein Ding.

00:59:29: Ich will doch super gerne investieren.

00:59:32: Aber dann merkt Meyerhover irgendwann Wieso reden wir eigentlich die ganze Zeit über Investitionen?

00:59:37: Aber er investiert nie.

00:59:39: Zumindest nicht so richtig, wie es sich Meyerhofer vorstellt!

00:59:43: Aus Meyerhofers Sicht gibt es nicht diesen einen Moment in dem mal so viel Geld in den Kader gedrückt wird dass eine Aufstiegsmannschaft entwickelt werden kann.

00:59:51: Der neue Sportdirektor Gerhard Poschner darf zwar viel einkaufen Es kommen Spieler die heißen Rodri, Edu Bedia und Leonardo aber es gehen halt auch Spieler Wichtige Spieler wie Moritz Doppelkamp, Juya Osako oder Benni Laut.

01:00:06: Ja also stellt sich Maja Hofer irgendwann die Frage Warum hat den weltweit einzigen Investor der nicht investiert?

01:00:15: Also drumherum habe ich bis heute nicht wirklich herausgefunden nur dass ich langsam auch meine Zweifel hab da wirklich alles so echt ist.

01:00:25: aber ich sag nur Zweife keine Beweise.

01:00:29: Vieles war schon ein Show, habe ich schon Eindruckt.

01:00:32: Dass das wirklich eine gute Inszenierung war.

01:00:35: Aber da würde schon einiges zusammengehen an Theorie und These die ich da habe.

01:00:44: Wenn ich diese These öffentlich bekannt geben würde dann wird es ziemlich schütteln im Münchner Fußball und das will ich

01:00:51: nicht.".

01:00:52: Natürlich habe ich danach gefragt ob Maierhofer seine Theorie nicht doch öffentlich machen will aber erster Sturge blieben.

01:00:59: Nur eines habe ich mir gedacht, wenn seine Theorie doch den gesamten Münchner Fußball erschüttern würde und eben nicht nur den TSV- Eighthsinnertsechzig.

01:01:06: Dann könnte sie ja durchaus gut mit der Arena zu tun haben!

01:01:10: Denn wer bitte schön ist denn der Münchler Fußball?

01:01:13: Ist das vielleicht der, der gemeinschaftlich einer Arena für die Weltmeisterschaft-Zweitausendsechs errichtet

01:01:18: hat?!

01:01:19: Vielleicht kommen wir darauf noch mal zurück... Der geheimnisvolle Meierhofer war jedenfalls so eine Art letzter Versuch der Löwen gewesen doch noch irgendwie mit diesem komplizierten Investor zurechtzukommen.

01:01:31: Und dabei trotzdem fünftig plus eins gerecht zu werden?

01:01:35: Meyerhofers Nachfolger ist Peter Kassalett und der verfolgt jetzt einen ganz anderen Ansatz als alle seine Vorgänger, er lässt Hassan Ismail jetzt einfach eine Mannschaft nach dessen eigenen Vorstellungen bauen ohne dass der Investor irgendwas mit dem Verein abstimmen

01:01:51: muss.".

01:01:52: So und jetzt ganz plötzlich investiert Ismail so richtig!

01:01:56: Sechzig geht in die nächste Saison sogar mit dem teuersten Kader der zweiten Liga.

01:02:03: Aber wer jetzt denkt, super, jetzt wird alles gut?

01:02:06: Der wird bitterlich enttäuscht werden!

01:02:11: Also der Mann geht gar nicht und zwar im seiner Vita weiß ich nicht was er vorher gemacht hat.

01:02:17: aber da kommt man so vor wie ein Geldeintreiber irgendwie so.

01:02:20: wir müssen die Mafia für mich sehen

01:02:33: Inseit-Achzehnhundertsechzig Die Löwen, die Arena.

01:02:35: und das Geld ist ein Fire Original produziert von der süddeutschen Zeitung.

01:02:40: Moderation und Redaktion, Markus Schäflein und Philipp Schneider.

01:02:44: Autoren Justin Patschett und Laura Terball.

01:02:47: Produktion Sound Design & Regie, Carlo Sarski und Justin Pachett mit Unterstützung von Moritz Eder.

01:02:53: Redaktionen Fajo, Isabel Lübertrein und Tristan Lehmann.

01:02:58: Gesamtleitung Fajo Luca Hirschfeldt und Tristan Lehmmann.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.